Politik | 19.03.2026, 08:55 Uhr

Engstelle in Aachener Straße – Wefelscheid: „Rübenach erstickt im Verkehr“

Verwaltung erklärt Antrag von WGS und FW auf Einbahnstraßenlösung als unzulässig – Wefelscheid und Neitzel weisen auf dringenden Handlungsbedarf hin

V.li. Heiner Jellinek (stv. Vorsitzender BI „Lebenswertes Rübenach“ e.V.), Rüdiger Neitzel, Stephan Wefelscheid.
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Rübenach. „Rübenach erstickt im Verkehr“, stellt Stephan Wefelscheid, Landtagsabgeordneter und Vorsitzender der Freie Wähler Stadtratsfraktion Koblenz, bei einer Begehung der Aachener Straße fest.

Gemeinsam mit Rüdiger Neitzel, Vorsitzender der Bürgerinitiative „Lebenswertes Rübenach“ e.V., besichtigte er nochmals die Engstelle an der Kreuzung Alte Straße.

„Die Bürgersteige sind hier beiderseits so schmal, dass zwei Personen kaum aneinander vorbeigehen können. Gerade Senioren, Eltern mit Kinderwagen oder Menschen mit einer Gehhilfe haben hier kein sicheres Durchkommen zum Arzt oder den Geschäften“, demonstriert Neitzel mit einem mitgebrachten Rollator, während starker Verkehr durch die schmale Straße rollt.

Gemeinsam mit der Wählergruppe Schängel hatte Wefelscheid einen Antrag an die Stadtverwaltung gerichtet, das enge Teilstück der Aachener Straße zur Einbahnstraße zu erklären und dafür den Verkehr in Gegenrichtung durch die Lambertstraße und durch die Alte Straße zurückzuleiten. Dadurch könnten die Gehwege angemessen verbreitert und Parkbuchten vor den Geschäften geschaffen werden, zudem würden sich die häufigen Blockaden durch sich begegnenden Schwerlastverkehr vermeiden und die Unfallgefahr drastisch verringern lassen, so Wefelscheid.

„Schon 1986 wurde in der Stadtteilrahmenplanung für Rübenach die Notwendigkeit gesehen, den Verkehr in der Aachener Straße zum Wohle der Menschen zu verringern. Und in der Verkehrsuntersuchung Koblenz-Rübenach von 2005 der Stadtverwaltung Koblenz wurde festgestellt, dass eine „anspruchsgerechte Benutzbarkeit durch Fußgänger“ nicht gegeben sei, da die Bürgersteige zu schmal seien“, weiß Neitzel zu berichten. „Zudem führe das ungeordnete Parken zu „zahlreichen Beeinträchtigungen des Verkehrs“, durch den Schwerlastverkehr komme es häufig zu Blockaden, die sich negativ auf die Pünktlichkeit der Busse auswirke, und Radfahrer würden hier gar „unakzeptable Bedingungen“ vorfinden. Das ist Stand 2005, und trotz dieser Feststellung der Stadtverwaltung Koblenz ist seit über 20 Jahren hier nichts passiert“, kritisiert Neitzel scharf.

„Nun haben wir von der Verwaltung die Mitteilung erhalten, unser Antrag sei unzulässig, da die Befassungskompetenz des Stadtrates nicht gegeben sei, wie wir es auch schon bei diesen schikanösen Verkehrshindernissen am Peter-Altmeier-Ufer erlebt haben. Daher wird sich der Stadtrat nun nicht mit diesem für die Rübenacher Bürgerinnen und Bürger so wichtigen Anliegen befassen“, so Wefelscheid. „Hier hätte ich mir von der Verwaltung mehr Feingefühl erwartet. Denn nur weil der Antrag unzulässig sein soll, löst sich nicht das reale Problem! Beispielsweise hätte man hier die formale Unzulässigkeit erklären, das Anliegen aber verwaltungsseitig zur Beratung bringen können. Stattdessen sind es nun wieder die Bürgerinnen und Bürger, die unter dem langen bekannten Problem weiter leiden müssen“, konstatiert Wefelscheid.

„Ich werde jedenfalls weiter dranbleiben und mich dafür einsetzen, dass die Verkehrssituation in Rübenach endlich entschärft wird“, verspricht Wefelscheid.

Pressemitteilung Büro Stephan Wefelscheid

V.li. Heiner Jellinek (stv. Vorsitzender BI „Lebenswertes Rübenach“ e.V.), Rüdiger Neitzel, Stephan Wefelscheid. Foto: Claas Osterloh Vetter

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