Politik | 15.09.2020

Freizeitbad Brohltal

Ergebnis besser als erwartet

Bei schönstem Sommerwetter traf man sich noch einmal im Freizeitbad Brohltal und ließ die Coronasaison Revue passieren. Fotos: BE

Kempenich/Weibern. Trotz coronabedingter Einschränkungen beim Badebetrieb kam man am Ende nicht nur mit einem blauen Auge davon, wie Verbandsbürgermeister Johannes Bell beim traditionellen Saisonabschlusstreffen aller Beteiligten vor Ort mitteilte. Die kurze Saison im Freizeitbad Brohltal lief sogar gut bis sehr gut, am Ende schloss man mit einem überraschend guten Ergebnis.

Insgesamt konnte man zwischen dem 27. Juni bis zur Schließung des Freibads nach zweiwöchiger Verlängerung Ende August 6261 Besucher begrüßen. Die Einnahmen lagen bei rund 13.000 Euro. Kalkuliert hatte man vorsichtig mit 10.000 Euro. Das Defizit aus dem Betrieb liegt damit voraussichtlich nicht höher als in früheren Jahren. Bell hatte wie schon in den Vorjahren zu einem geselligen Beisammensein im Freizeitbad geladen, um gemeinsam die Saison Revue passieren zu lassen. Und natürlich auch, um allen Beteiligten für das große Engagement zu danken, „ohne das,“ so der Verbandsbürgermeister, „ein solches Ergebnis gar nicht möglich gewesen wäre. 2020 war kein schönes Jahr. Aber wir haben alle gemeinsam bewiesen, dass wir auch große Herausforderungen meistern können. Corona wird uns sicher noch länger beschäftigen. Trotzdem blicken wir optimistisch auf die nächste Saison.“

Und das, nachdem man im Frühjahr lange um die Entscheidung gerungen hatte. Schließlich fürchtete man in den Gemeinden Weibern, Kempenich und Spessart und im Rathaus der Verbandsgemeinde ein erhebliches Defizit, das die ohnehin klammen Kommunen belasten würde. Außerdem fehlte ein Hygienekonzept für den Betrieb des idyllischen Freibads. Schließlich rang man sich zu einem gemeinsamen Beschluss durch, das Freibad in den Sommerferien des Landes für Besucher zu öffnen. Elke Becker, die Badleiterin, entwickelte innerhalb kurzer Zeit ein Hygienekonzept, das vom Gesundheitsamt des Kreises ohne Beanstandung angenommen wurde.

Der Zweischichtbetrieb bewährte sich schnell, in der Pause wurden die sanitären Anlagen gründlich desinfiziert. Am Kiosk war der Restaurantbetrieb geschlossen, Getränke und Essen mussten im Stehen oder auf der Liegewiese verzehrt werden. Besucher sollten sich möglichst online anmelden und registrieren, um die Wartezeiten beim Einlass zu verkürzen. Bei einer Obergrenze von 400 Besuchern pro Schicht durften sich nur 100 gleichzeitig im Becken aufhalten. „Aber,“ so Elke Becker, die Badleiterin, die den Badebetrieb mit fünf Mitarbeitern organisierte und beaufsichtigte, „unsere Gäste waren unglaublich diszipliniert. Alle haben sich wirklich vorbildlich an die Regeln gehalten.“ Sie hält es auch für möglich, aus den Erfahrungen dieses Jahres Ideen ins nächste Jahr mitzunehmen. So haben sich einige Seile als Abtrennung im großen Schwimmerbereich bewährt. So könne man vielleicht auch in Zukunft den guten Schwimmern freie Bahn lassen.

Auch Johannes Bell schaut positiv in die Zukunft. Sein Dank galt allen, die den Betrieb des Bades ermöglicht haben und ihren Beitrag für einen reibungslosen Ablauf geleistet haben. Als Organisator Peter Engels aus dem Rathaus in Niederzissen, die Ortsbürgermeister Dominik Schmitz (Kempenich), Frank Klapperich (Spessart) und Karl Gundert (Weibern), die sich gemeinsam mit Wassenachs Bürgermeister Sattler und vor allem Jochen Seifert (FWG) aus Kempenich in einer Arbeitsgruppe für die Entwicklung des Freizeitbads engagieren. Außerdem dankte er fünf Azubis der Verbandsgemeinde für die digitale Erfassung der Besucher und die Arbeit am Einlass: Lea Becker, Hannah Böber, Hannah Caspers, Antonia Fleischer und Laura Kapp. Wilfried Hedrich aus Kempenich ist seit Jahren Garant für das reibungslose Funktionieren der Technik im Bad, die Gemeindearbeiter aus Kempenich und Weibern haben in diesem Jahr vor allem die Aufenthaltsräume der Mitarbeiter modernisiert. Last, but not least, dankte er Elke Becker, der Badleiterin, die nicht nur ein kluges Hygienekonzept entwickelt hat, sondern durch den geschickten Einsatz der Mitarbeiter Personalkosten gespart hat. Und natürlich Andreas Walz, der den Kiosk trotz zu erwartender Umsatzeinbußen zuverlässig geöffnet hielt.

Für Speis und Trank sorgten an diesem geselligen Abend im Freizeitbad Christian Keller (Edeka Kempenich) und Dagmar Groß-Mauer (Metzgerei Groß) Kempenich.

Sie haben in diesem Jahr alle dafür gesorgt, dass das Brohltal Freizeitbad geöffnet werden konnte. Rechts VG-Bürgermeister Johannes Bell, der allen beteiligten für ihr Engagement dankte.

Sie haben in diesem Jahr alle dafür gesorgt, dass das Brohltal Freizeitbad geöffnet werden konnte. Rechts VG-Bürgermeister Johannes Bell, der allen beteiligten für ihr Engagement dankte.

Bei schönstem Sommerwetter traf man sich noch einmal im Freizeitbad Brohltal und ließ die Coronasaison Revue passieren. Fotos: BE

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  • Karl Matheis: Eine unendliche Geschichte, alle Beteiligten sollten mal darüber nachdenken, ob sie heute ein Haus bauen würden mit Plänen aus den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts! Bei Straßen wollen wir dies offensichtich machen.
  • Rainer Hohn: Wenn man um Cannabis so nen Wind machen würde, wie man hier unreflektiert und regelmässig den Alkohol feiert, würden sich alle wieder aufregen. Ein toxisches Nervengift, welches unter allen Drogen die meisten Toten zu verantworten hat.
  • illgen: was soll der mist dann . wenn sich jeder mal an die eigene nase packt dann würde es nicht da so gefährlich sein . auch die bussfahrer sollten sichmal sn die eigene nase packen und dort langsamer fahren.
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