Politik | 17.05.2023

Wäller Helfen e.V.

Flüchtlingsbüro in Hachenburg steht vor dem Aus

Hachenburg. Das seit 1. Januar dieses Jahres in Hachenburg eröffnete Wäller Helfen Flüchtlingsbüro steht vor dem Aus. Die seit Januar eingestellte Mitarbeiterin des Vereins Iryna Marme hat alle Hände voll zu tun. Zwei mal die Woche arbeitet Frau Marme jeweils vier Stunden in den Räumlichkeiten des Alten Vogtshof in Hachenburg. Die Stadt Hachenburg stellt hier die Räumlichkeiten kostenfrei zur Verfügung.

Die Sprechstunden sind immer ausgefüllt, leider können nicht mehr Termine angeboten werden. Die Probleme häufen sich. Schwierigkeiten mit Jobcenter, Krankenkassen oder Strom-, Gas- und Telefonanbietern stehen auf der Tagesordnung. Probleme mit Vermietern häufen sich ebenso. Der Verein als privates Netzwerk kann oft nur vermitteln und übersetzen, er kann keine Rechtsberatung durchführen, sondern nur Kontakte herstellen oder durch sein großes Netzwerk einen besseren Kontakt vermitteln.

Die Menschen wissen häufig nicht mehr ein noch aus. Wie soll ein Flüchtling eine Stromrechnung von über 3000 Euro zahlen ? Wie soll jemand fälschlicherweise ausgezahlte Sozialleistungen zurückzahlen, die er gar nicht erhalten hat. Die Probleme und Fragestellungen werden immer dubioser. Hausärzte nehmen keine Patienten ohne Dolmetscher auf. Wie sollen Menschen aus dem Dorf zu weitergelegenen Ärzten kommen, Bus und Bahn im Westerwald sind suboptimal und das 49 Euro Ticket ebenfalls für viele unerschwinglich. Wäller Helfen als Nachbarschaftshilfe-Verein fühlt sich im Stich gelassen.

Der Verein hat die Kosten und die Finanzierung des Büros in Hachenburg für sechs Monate zugesagt, bestätigt der Vorsitzende des Vereins Björn Flick. Bis heute hat sich nicht ein Politiker oder kommunal Verantwortlicher für die Arbeit im Bürgerbüro interessiert, ganz im Gegenteil, bei Fragen und Problemen senden die Verbandsgemeinden die Leute in das Büro des Vereins. Nach dem Motto aus den Augen, aus dem Sinn, werden hier die Probleme einfach verschoben. Wie soll die Betreuung der mehreren hundert Betroffenen nach dem 30. Juni weiter gehen? Wer hat dann ein offenes Ohr für die Belange, Sorgen und Nöte der Menschen, die hier einfach nur froh sind, ein Dach über dem Kopf zu haben?

Wie im Januar schon erwähnt, ist es sicher nicht die Aufgabe eines Vereins, hier die Kosten für dringend notwendige Anlaufstellen zu stemmen. Der Verein war dies aber seinen mehr als 500 Vermittelten ukrainischen Flüchtlingen schuldig. „Wir stellen unsere Hilfe nicht von heute auf morgen ein“, so Flick.

Wie es für die Menschen nach dem 30. Juni weitergeht, weiß der Verein nicht, die Verantwortlichen bereiten die Menschen langsam auf die Situation vor, dass er nach dem 30. Juni leider nicht mehr in dem Maße helfen kann wie bisher. Wäller helfen ist für jegliche Zusammenarbeit und Kooperation offen, denn nur gemeinsam statt einsam lassen sich die Probleme anpacken, so der Verein.

Pressemitteilung

Wäller Helfen e.V.

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