Politik | 13.11.2024

Gesundheitsausschuss stellt sich drängenden Fragen

Gesundheit, Soziales, demografischer Wandel

Kreis Ahrweiler. Wie geht es mit der Notfall- und Gesundheitsversorgung in der Region Adenau weiter? Das war das dominierende Thema im Kreisausschuss für Gesundheit, Soziales und Demografischen Wandel. Aus einem Beirat entstanden, tagte dieser am 11. November zum ersten Mal.

Das Krankenhaus in Adenau ist lange zu, die Notfall- und Gesundheitsversorgung der Menschen in der Region seitdem unzureichend. Die Menschen vor Ort brauchen vor allem eine wohnortnahe und somit schnelle ambulante Notfallversorgung. Wichtig ist, dass die Haus- und Fachärzte außerdem gut mit umliegenden Krankenhäusern zusammenarbeiten, beispielsweise bei Schlaganfällen genauso wie bei gesundheitlichen Notfällen oder schweren Erkrankungen von Kindern. Das ist schlicht und ergreifend Daseinsvorsorge.

Ein Konzept für die Menschen in der Region Adenau zu erstellen und zur Umsetzungsreife zu bringen ist eine große Herausforderung. Daher wurde an das professionelle Projektbüro ZIG im September 2023 das Projektmanagement vergeben, Projektauftrag: Sicherung und Weiterentwicklung der medizinischen Versorgung in der ländlichen Region Adenau - ein intersektorales, also alle Bereiche abdeckendes Grund- und Notfallversorgungszentrum als Rund-um-die-Uhr-Anlaufstelle inklusive der Versorgung von Arbeits, Schul- und Sportunfällen. Projektabschluss und Ergebnispräsentation sollte im zweiten Halbjahr 2024 erfolgen. Daher wurde mit großer Spannung die Präsentation des Projektierers Uwe Borchers (ZIG) im Kreisausschuss erwarten. Birgit Stupp, Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die GRÜNEN: „Wir sind sehr enttäuscht vom präsentierten Stand des Projektes. Außer einer Wiederholung der schon im Vorfeld formulierten Projektziele haben wir eigentlich nichts Neues erfahren.“ Sie fragte im Ausschuss nach: „Kann die Immobilie des alten Krankenhauses genutzt werden, möchten die zurzeit dort ansässigen Gesundheitsversorger, die sogenannten Ankermieter bleiben und welche Form der Kooperation könnten sie sich vorstellen? Wer leitet, koordiniert den Aufbau der Gesundheitsregion, des Grund- und Notfallversorgungszentrums? Konnte ein Investor gefunden, mit welchen umliegenden Krankenhäusern kann zu welchen Erkrankungen kooperiert werden und wie wird die Vernetzung mit Haus-, Fachärzten und zum Beispiel dem Medizinischen Centrum Nürburgring angegangen? Wie entwickelt sich das Projekt der ADAC-Luftrettung am Boden? Welche Gespräche mit welchen Ergebnissen wurden mit den wichtigen Personen, Gruppen, Organisationen und Initiativen geführt, wo gibt es Reibungspunkte, wo setzt das Projekt an? Was sind die kommenden Meilensteine und was ist der Finanzplan dazu, wieviel Geld braucht es wofür, gibt es Fördermittel? Das sind alles drängende Fragen, die leider immer noch im Raum stehen.“ In den nächsten Tagen will der Projektierer in der Lenkungsgruppe die Arbeitsaufträge darlegen, ein Investor sei wohl auch in Sicht. Die Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die GRÜNEN blickt also erwartungsvoll in die Zukunft und hofft auf ein dann gutes Projektergebnis für dieses ambitionierte Modellprojekt.

Pressemitteilung

Kreistagsfraktion von

Bündnis 90/Die GRÜNEN

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