Bündnis 90/Die Grünen organisierten Informationsveranstaltung mit dem Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Westerwald-Osteifel
Gülle-Importe nach Sinzig im grünen Bereich?
Auch anwesenden Landwirten beteiligten sich an der Diskussion
Sinzig. Im vollbesetzten großen Saal des Pfarrheim St. Peter Sinzig fand eine Informationsveranstaltung des Dienstleistungszentrums Ländlicher Raum Westerwald-Osteifel (DLR) zum Thema Gülle-Importe ins Stadtgebiet statt. Organisator waren die Sinziger Grünen, die von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier (ADD) Ende letzten Jahres erstmals Zahlen zum Gülleimport erhalten hatten. Um die Zahlen auf einer möglichst sachlichen Ebene zu bewerten, erläuterte Herr Peter Weißer und Frau Madleen Bonse vom DLR sehr umfangreich und detailliert die Situation.
Diskussion um wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Gesetzliche Grundlagen, chemische Zusammenhänge, biologische Wirkung und die Grundwassersituation wurden erklärt. Auch ging Herr Weißer ausführlich auf die Vor- und Nachteile von Gülle gegenüber mineralischen Düngern ein. In der Diskussion mit anwesenden Landwirten wurden die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erläutert. Für die Abnahme der Gülle erhalten die Landwirte, nach Aussage der Anwesenden, keine Vergütung. Der Einkauf von mineralischem Dünger entfällt jedoch. Da zu den bekannten Mengen aus datenschutzrechtlichen Gründen keine Details zur Aufbringung bekannt waren – weder der landwirtschaftliche Betrieb noch die Flächen, auf denen die Mengen ausgebracht wurden, sind bekannt – konnte Herr Weißer nur mit Durchschnittszahlen argumentieren.
Das Wasser in Sinzig ist bisher nicht mit Nitrat belastet. Die ausgebrachten Mengen liegen in Relation zu den gesamten landwirtschaftlichen Flächen des Stadtgebietes unterhalb der gesetzlich erlaubten Menge pro Quadratmenge.
Diese Durchschnittsbetrachtung wurde von den anwesenden jedoch kritisch betrachtet. Nach der Beobachtung von Anwohnern importieren nur wenige Landwirte Gülle ins Stadtgebiet. In diesem Fall würde die Menge auf deutlich kleineren Flächen ausgebracht und die zulässigen Mengen könnten überschritten werden. Um dies zu klären, bedarf es einer Bodenanalyse zur Ermittlung der im Boden noch vorhandenen Nährstoffe. Dazu wurde nach deren Aussage wiederholt beobachtet, dass Gülle über die anliegenden Feldwege lief. Dies könne, so Weißer, nur „bei unsachgemäßer Ausbringung“ der Fall sein.
Im Verdachtsfall ist die ADD zu kontaktieren
In beiden Fällen können sich die Bürger an die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD), wenden und das Beobachtete anzeigen und um Prüfung bitten.
Da dies derzeit die einzige Möglichkeit ist, die missbräuchliche Anwendung zu prüfen, erscheint es sinnvoll, dass sich Bürger, die eine Ausbringung beobachten und einen entsprechenden Verdacht haben, sich direkt an diese Adresse wenden: Dr. Olaf Roller, ADD Trier, E-Mail: Olaf.Roller@add.rlp.de. Um einen Überblick über die Meldungen aus Sinzig zu haben, bittet Bündnis90/Die Grünen darum, bei allen Meldungen an Herrn Dr. Roller in Kopie/CC gesetzt zu werden: sinzig@gruene-aw.de.
Die Präsentation von Herrn Weißer ist unter www.gruene-sinzig.de zu finden. Die Sinziger Grünen werden von der ADD die Importmengen für 2019 abfragen und, sobald verfügbar, veröffentlichen.
Pressemitteilung
Bündnis 90/Die Grüne
Ortsverband Sinzig
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