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Bündnis 90/Die Grünen Sinzig

„Gutes Klima für alle“

„Gutes Klima für alle“

Zahlreiche Sinziger Mandatsträger waren anwesend, von links.: Pia Wasem (Stadträtin, CDU), Ralf Urban (Stadtrat, B‘90/Die Grünen), Roland Janik (2. Beigeordneter, FWG) Reiner Friedsam (Stadtrat, FWG), Claudia Thelen (2. Beigeordnete, B‘90/Die Grünen), Johannes Pinn (Vorstand der Bürger Energiegenossenschaft Eifel e. G. eegon), Hans-Werner Adams (1. Beigeordneter, CDU), Markus Jolas (CDU), Klaus Hahn (Stadtrat, B‘90/Die Grünen), Hardy Rehmann (Stadtrat, B‘90/Die Grünen). Foto: privat

13.11.2019 - 08:55

Sinzig. Unter dem Titel „Gutes Klima für alle“ stellte Johannes Pinn, Vorstand der Bürger-Energiegenossenschaft Eifel e.G. (eegon) jetzt die Idee der Bürgerenergiegenossenschaften und deren erfolgreiche Umsetzung am Beispiel der eegon vor. Der Klimawandel findet statt, die Temperaturen steigen und die Ursache ist nach allem, was wir wissen, menschengemacht. Damit die durch den Temperaturanstieg verursachten Veränderungen noch bewältigbar bleiben, haben die Mitgliedsstaaten der UN-Klimakonferenz eine maximale Erhöhung von 1,5 Grad Celsius als maximalen Wert vereinbart. Nach allen vorliegenden Prognosen wird dieser Wert wahrscheinlich überschritten. Verschärft wird die Situation durch die zwar gebremste, aber immer noch starke Zunahme der Weltbevölkerung. In Kürze werden acht Milliarden die Erde bewohnen, und die Prognosen der UN gehen von einem weiteren Anstieg bis zu 12 Milliarden Menschen aus. Die Masse dieser Menschen lebt in Entwicklungsländern unter Lebensbedingungen, die weit von unserem europäischen Maßstab entfernt sind. Für ein menschenwürdiges Leben hat die UN 17 nachhaltige Entwicklungsziele definiert. Um diese zu erreichen, wird der Energiebedarf nochmals erheblich steigen. Um diesen Energiebedarf zu decken, ohne das 1,5-Grad-Klimaziel signifikant zu überschreiten, muss die Energieversorgung auf erneuerbare Energien umgestellt werden. So fasste Pinn den wissenschaftlichen Hintergrund der Energiewende zusammen.

Sehr kurzweilig erläuterte er, wie sein beruflicher Werdegang als Förster und die besonderen Umstände in der Gemeinde Hillesheim 2009 zur Gründung der eegon führten. Von kleinen Anfängen mit 20 Gründungsmitgliedern und einer einzigen Photovoltaikanlage ist die eegon bis heute auf knapp 700 Mitglieder und ein Eigenkapital von 1,2 Millionen Euro gewachsen. Dabei orientiert sich die eegon am genossenschaftlichen Grundgedanken von Friedrich Wilhelm Raiffeisen: „Was dem Einzelnen nicht möglich ist, das vermögen Viele.“ Damals gab es Angebote von Investoren, in der Gemeinde Fotovoltaikanlagen zu errichten, und aus den folgenden Diskussionen wurde die Idee entwickelt, Chancen und Gewinne der eigenen Gemeinde, der lokalen Bevölkerung und den Unternehmen vor Ort zu Gute kommen zu lassen. Pinn erläuterte die bisher erfolgreiche wirtschaftliche Situation der eegon, ohne zu verschweigen, dass die ständigen Änderungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) ständiger Anpassungen bedürfen und die Kalkulation von Anlagen immer wieder vor neue Schwierigkeiten gestellt wird. Eine Energiegenossenschaft ist ein Wirtschaftsunternehmen und damit auch risikobehaftet. Diese Risiken habe die eegon bisher mit einer sehr vorsichtigen Kalkulation aller Projekte erfolgreich bewältigt, sagte Pinn.


Fünf Fotovoltaikanlagen in der Gemeinde Kyll


Ein Erfolgsfaktor sei die Zusammenarbeit mit starken und professionellen Partnern und Herstellern. Detailliert ging Pinn auf die Enercon als Hersteller von Windkraftanlagen, die KEVER, ein Projektbüro für EEG-Anlagen, und die E-Regio, ein Stromvermarkter in der Region Euskirchen, ein. Die eegon startete mit Investitionen in Fotovoltaikanlagen, beteiligte sich zwischenzeitlich aber auch an Windkraftanlagen.

Deren Potenzial zeigte Pinn mit den sehr positiven wirtschaftlichen Folgen von fünf Anlagen in der Gemeinde Kyll und einem sehr drastischen Vergleich der CO2-Wirkung von einem Hektar Wald mit einer Windkraftanlage auf. Ein Hektar Wald (100 mal 100 Meter) bindet im Jahr etwa 10,4 Tonnen CO2. Der von einer Drei-Megawatt-Windkraftanlage erzeugte Strom spart im Jahr beim heutigen Strommix des deutschen Netzes 3000 Tonnen CO2 ein. Sehr detailliert ging Pinn auf die durchaus sehr kritischen Diskussionen zur Errichtung von Windkraftanlagen ein und stellte dies in den Kontext der Auswirkungen des Individualverkehrs. In einer lebhaften Diskussion, an der sich auch einige Stadtratsmitglieder beteiligten, wurde über die Nutzung freier Dachflächen von öffentlichen Gebäuden für Fotovoltaikanlagen unter den heutigen Rahmenbedingungen diskutiert. Pinn vertrat ganz entschieden die Meinung, dass unter dem Aspekt des Klimawandels alle verfügbaren Flächen genutzt werden sollten. Dabei bot er an, dass die eegon entsprechende Vorhaben in Sinzig auf ihre Wirtschaftlichkeit prüft und bot eine entsprechende Zusammenarbeit und Investitionen an.

Der Vortrag fand auf Einladung der Sinziger Grünen in Fortsetzung der Vortragsreihe zu Umwelt und Klima statt. Zum Abschluss bedankte sich Hardy Rehmann, Geschäftsführer des Ortsverbandes, recht herzlich bei Herrn Pinn, der mit starkem Applaus der Zuhörer belohnt wurde. Den vollständigen Vortrag finden Interessierte wie immer auf der Homepage www.gruene-sinzig.de

Pressemitteilung der Bündnis 90/

Die Grünen Ortsverband Sinzig

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13.11.2019 09:28 Uhr
Uwe Klasen

Die Physik setzt immer wieder (bekannte) Grenzen, die gerne (bewusst / unbewusst) Ignoriert werden! So zeigt der Jahresgang der Stromerzeugung aller deutschen Photovoltaikanlagen, auf Monate gemittelt, folgendes Bild: Januar 2%, Februar 3%, März 7%, April 11%, Mai 15%, Juni 15%, Juli 14%, August 14%, September 9%, Oktober 5%, November 3%, Dezember 2% --- Und für den ganzen Wahnsinn nach EEG zahlen die deutschen Stromverbraucher (alle) JÄHRLICH 30 Milliarden € an Subventionen!



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Wally Karl:
"Zum Thema St. Elisabeth Krankenhaus „haben wir uns bisher – ebenso wie CDU und Grüne – mit Stellungnahmen, Beschuldigungen, Ausmachen von Verantwortlichen bewusst zurückgehalten“ Genau, man kennt sich, man hilft sich. Wozu fragt man sich, sollen Bürger verschiedene Parteien wählen, wenn doch alle einer Meinung sind. Wo bleibt die gesunde Opposition? Wird so die viel beschworene Demokratie praktiziert? Im Grunde ist es die Kapitulation vor dem Machbaren. Das haben sich die Mayener Bürger nicht verdient.

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juergen mueller:
Frau Demut unterscheidet sich in nichts von anderen Politikern.Lügen,Täuschen,Tarnen.In den letzten 30 Jahren ist trotz der negativen Kenntnislage NICHTS passiert.Trotz freiwilliger Maßnahmen liegen die Nitratkonzentrationen nach wie vor weit über dem zulässigen Grenzwert.Unstrittig ist,dass die Nitrateinträge aus diffusen Quellen stammen = häufigste Ursache:"Landwirtschaftliche Flächennutzung" = Mineraldünger/Gülle aus Mastställen/Biogasanlagen.Ein ganzheitliches Verursacherprinzip betrachten?Sie reden Müll Frau Demut.Frau Klöckner ebenso mit ihrer Spezialisierung u.Intensivierung der Landwirtschaft.damit ist zu befürchten,dass die Akzeptanz von freiwilligen Maßnahmen sich rückläufig entwickelt (Frau Demut sollte sich einmal in der Landwirtschaft umhören,Nachdenken bevor sie redet). .In einigen Regionen ist das natürliche Abbauvermögen bereits vollständig erschöpft.Die Umsetzung rechtlicher Vorgaben ist vom politischen Willen abhängig u.der führt seit Jahrzehnten einen Dauerschlaf.
Helmut Gelhardt:
Frau Demut wirft hier Nebelkerzen! Die EU-Forderungen sind richtig und müssen zum Schutz der Menschen erfüllt werden! Unterstützen Sie die Landwirte (konventionelle und biologische Landwirtschaft) lieber gegen die unsinnigen Freihandelsabkommen wie zuletzt JEFTA (EU mit Japan) und das Mercosur-Freihandelsabkommen (EU mit Brasilien, Argentinien, Uruguay, Paraguay, Venezuela). Diese Freihandelsabkommen schädigen in der EU und den sog. Partnerländern extrem die Umwelt (z.B. Abholzung von Regenwald für noch mehr Massentierhaltung) und beeinträchtigen extrem die finanzielle Wettbewerbsfähigkeit im real existierenden Neoliberalismus (marktextremistischer Kapitalismus) aller Landwirte, die NICHT der Agrarindustrie zuzurechnen sind. Diese Landwirte sind Spielball der Agrarindustrie hier wie dort!Wer die Freihandelsabkommen befürwortet, opfert die Landwirte außerhalb der Agrarindustrie gerade den ungezügelten Profitinteressen dieser Agrarindustrie und er/sie opfert die Umwelt dem Mammon! 'C'
Karsten Kocher:
Frau oder Herr Wally Karl, wenn man sich den bisherigen politischen Aktionismus des rheinland-pfälzischen AfD-Landesvorsitzenden Michael Frisch, auch aus seiner Zeit vor der AfD, genauer ansieht, dann paßt die Einstufung christlich-radikal schon. Und wenn man sich die aktuellen Beiträge des Vereins DEMOS e.V. zu den Herren Schäfer und Salka von der AfD Westerwald anschaut, dann zeigt es deutlich, wie stark sich das extrem rechte Gedankengut im AfD-Kreisverband Westerwald schon festgesetzt hat.
Wally Karl:
Die unqualifizierte Einstufung von AfD - Politikern als rechtsradikal ist einigen Kommentatoren noch nicht genug. Als Steigerung wird jetzt neu der völlig abstruse Begriff christlich - radikal verwendet, was immer das auch heißen soll. Aus dem Geschichtsverständnis heraus könnte man höchstens die Kreuzritter als christlich - radikal bezeichnen.
Wally Karl:
Für den geneigten Leser entsteht der Eindruck, das Patrick Baum sich beruflich mit Hass und Hetze beschäftigt. Nicht anders ist seine ständige einseitige Kommentierung zu erklären und wenn es dann noch um die AfD geht läuft er zur Hochform auf. Hatten wir nicht in dieser Gesellschaft beschlössen uns von Hass und Hetze zu distanzieren um eines friedlichen Zusammenlebens willen?
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