Politik | 18.03.2015, 09:50 Uhr

Kreisparteitag der Freien Demokraten Rhein-Sieg

IHK-Präsident fordert mehr Zusammenarbeit in der Region

Präsident der IHK Bonn/Rhein-Sieg, Wolfgang Grießl macht FDP Mut für die Zukunft. privat
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Niederkassel. Zu ihrem jährlichen Kreisparteitag haben sich die Mitglieder der FDP Rhein-Sieg in der Aula des Kopernikus-Gymnasiums Niederkassel getroffen. Auf der Tagesordnung stand neben den jährlichen Rechenschaftsberichten und Delegiertenwahlen vor allem die Rede des Präsidenten der IHK Bonn/Rhein-Sieg, Wolfgang Grießl. Grießl hob in seiner Rede zunächst die Vorzüge der Region heraus. Bonn und der Rhein-Sieg-Kreis seien nicht nur wirtschaftlich stark, sondern auch als Bildungsstandort durch die zahlreichen Hochschulen überregional und international bekannt. Global Player wie Telekom und Post, ein starker Mittelstand und kreative junge Unternehmen machten den besonderen Mix aus. Arbeiten müsse man jedoch in der Region Bonn/Rhein-Sieg an der Zusammenarbeit über Stadtgrenzen hinaus. Der Wegzug von Haribo hätte unter Umständen verhindert werden können, wenn man interkommunal zwischen Bonn und den Nachbarstädten Absprachen getroffen hätte. Verbessert werden müsse auch die Infrastruktur rund um Bonn. Der Zurich-Konzern ziehe auch aus Bonn nach Köln, weil Schiene und Straße den Anforderungen inzwischen nicht mehr gewachsen seien.

Mögliche Landesgartenschau in Bad Honnef

Dem Rhein-Sieg-Kreis und auch den Freien Demokraten im Kreistag dankte Grießl für die Unterstützung des Beethoven-Festspielhauses in Bonn. Beethoven sei für den Kultur- und Wirtschaftsstandort wichtig, „mit dieser Marke muss man wuchern“, so Grießl. Projekte wie dieses müssten Bonn und der Rhein-Sieg-Kreis gemeinsam angehen. Die IHK habe inzwischen ein Gutachten in Auftrag gegeben, um weitere Felder für konkrete Kooperationen aufzuzeigen. „Bei diesem Prozess hoffen wir auf die Unterstützung aus der Politik“, so der IHK-Präsident. Gleichzeitig sagte er zu, dass sich auch die Wirtschaft bei einer möglichen Landesgartenschau in Bad Honnef engagieren werde: „Wir sind dabei, ein solches Event belebt die ganze Region.“

Zum Schluss seiner Rede machte Grießl den Freien Demokraten Mut, eine liberale Stimme sei wichtig für Deutschland, NRW und die Region Bonn/Rhein-Sieg. „Kämpfen Sie für liberales Gedankengut“, rief Grießl den FDP-Mitgliedern zu. Gerhard Papke, Vizepräsident des Landtags NRW und Mitglied des Kreisverbands Rhein-Sieg, griff einige Punkte aus Grießls Rede auf, vor allem bei der interkommunalen Zusammenarbeit sagte er die volle Unterstützung der Freien Demokraten zu: „An der FDP wird ein engeres Verhältnis von Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis nicht scheitern.“ Darüber hinaus betonte Papke ebenso wie der FDP-Kreisvorsitzende Jürgen Peter, dass die Kommunen im Kreis durch immer neue Aufgaben wie Inklusion, U3-Betreuung oder die Betreuung von Flüchtlingen an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit angekommen seien.

Ehrungen und Auszeichnungen

Das Land und der Bund seien dringend gefordert, den Kollaps der Städte und Gemeinden zu verhindern und mehr Unterstützung vor Ort ankommen zu lassen. Geehrt wurden auf dem Parteitag außerdem einige Mitglieder des Kreisverbands für insgesamt 180 Jahre Engagement bei den Freien Demokraten. Rudolf Schmitz aus Hennef und Reiner Beeg aus Meckenheim erhielten eine Auszeichnung für jeweils 40 Jahre in den Reihen der FDP. Für jeweils 25 Jahre Mitgliedschaft geehrt wurden Carl Sonnenschein (Bad Honnef), René Gebardt (Königswinter), Dieter Seebens (Meckenheim) und Alexander Herking (Ruppichteroth).

Pressemitteilung

FDP-Kreisverband Rhein-Sieg

Präsident der IHK Bonn/Rhein-Sieg, Wolfgang Grießl macht FDP Mut für die Zukunft. Foto: privat

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