Politik | 02.03.2026

Kandidatencheck zur VG-Bürgermeisterwahl in der VG Vordereifel

Symbolbild

VG Vordereifel. In der VG Vordereifel wird am 22. März 2026 ein neuer VG-Bürgermeister gewählt. BLICK aktuell sprach mit den Kandidaten.

Kandidatencheck Michael Groß

Name: Michael Groß

Wohnort: Kottenheim

Beruf: Geschäftsführer und Prokurist

Alter: 59 Jahre

Partei: Ich treten als Bürgermeisterkandidat für die FWG Vordereifel e.V. an. Dies ist eigens ein Verein, der nur für die Belange der Bürgerinnen und Bürger der Verbandsgemeinde Vordereifel gegründet wurde.

Kontakt (Homepage): www.fwg-vordereifel.de

Ziele: Drei Themen liegen mir besonders am Herzen: Die medizinische Versorgung im ländlichen Raum. Wir dürfen nicht warten, bis sich die Probleme verschärfen. Gerade ältere Menschen müssen sich darauf verlassen können, wohnortnah versorgt zu werden. - Eine bürgernahe, moderne Verwaltung, die als Dienstleister für die Bürger da ist Digitalisierung ist hier ein Muss, um anfallende Prozesse zu erleichtern und zur Bewältigung kommender Aufgaben gut aufgestellt zu sein. - Stärkung von Ehrenamt, Vereinen und wirtschaftlichen Chancen, insbesondere durch gezielte Nutzung von Fördermitteln und eine kluge Weiterentwicklung unseres Tourismus. Ich schaue dabei nicht nur politisch auf Themen, sondern auch unternehmerisch. Als Geschäftsführer und später als Selbstständiger habe ich gelernt, Verantwortung zu übernehmen, Prioritäten zu setzen und pragmatische Lösungen zu finden.

Motivation: Meine Motivation ist einfach: Ich möchte gestalten, nicht nur verwalten, sondern mit den Menschen gemeinsam Lösungen entwickeln. In den vergangenen Jahren habe ich erlebt, wie wichtig es ist, zuzuhören, Bürger ernst zu nehmen und Entscheidungen transparent zu erläutern. Genau das hat mich bestärkt, für das Amt des Bürgermeisters zu kandidieren. Nach vielen Jahren in der CDU, auch in Führungsposition als Fraktionssprecher der CDU Kottenheim, habe ich mich bewusst für einen unabhängigen Weg entschieden und die Freie Wählergruppe Vordereifel e.V. gegründet. Kommunalpolitik darf aus meiner Sicht nicht von Parteivorgaben bestimmt sein, sondern vom Blick auf das was vor Ort gebraucht wird. Mich treibt der Wunsch an, Politik wieder näher an die Menschen zu bringen – offen, ehrlich und auf Augenhöhe! Engagement: Ich engagiere mich in mehreren Vereinen – nicht, weil es auf einem Lebenslauf gut aussieht, sondern weil ich davon überzeugt bin, dass Ehrenamt unsere Region trägt. Wenn ich sehe, wie viel Zeit und Herzblut Menschen investieren, dann weiß ich: Diese Arbeit verdient Unterstützung, nicht zusätzliche Hürden. Auch politisch versuche ich, genau diesen Stil zu leben – offen, respektvoll, parteiübergreifend. Die Zusammenarbeit mit Alfred Schomisch war für mich sehr lehrreich. Ich habe erlebt, wie wichtig Transparenz und Einbindung sind. Diese Kultur möchte ich fortführen – aber mit meiner eigenen Handschrift: noch näher, noch direkter, noch zugänglicher.

Wissenswertes: Meine Familie ist mein Rückhalt. Wir pflegen kleine Rituale wie den gemeinsamen Kaffee am Samstagnachmittag – das erdet mich. Ich genieße Begegnungen auf dem Tennisplatz, bei Sportveranstaltungen oder bei Dorffesten. Und zweimal im Jahr tanke ich im sonnigen Süden Kraft. Ich habe keine spektakulären Hobbys. Meine Entspannung ist es, Dinge anzupacken und zu sehen, dass sie funktionieren. Verantwortung zu übernehmen, gibt mir Motivation und Energie.

Kandidatencheck Timo Kanzinger

Name: Timo Kanzinger

Wohnort: Kehrig

Beruf: Offizier

Alter: 44

Partei: CDU

Ziele: Mein Ziel ist es, in der Vordereifel insgesamt gute Rahmenbedingungen zu schaffen. Nicht nur für die jungen Familien, sondern auch für die Senioren, weil eine starke Verbandsgemeinde alle Generationen im Blick hat. Ich möchte weiterhin das Ehrenamt und den Tourismus stärken, als auch unsere Feuerwehren modern und adäquat ausrüsten.

Motivation: Meine Heimat ist die Vordereifel; hier bin ich groß geworden und aufgewachsen. Diese Verbundenheit prägt mein Verständnis von Verantwortung und Engagement. Ich bringe gerne meine erlernten Fähigkeiten und Erfahrungen zum Wohle dieser Region ein. Ich übernehme Verantwortung gerne und aus Überzeugung.

Engagement: Ich bin nicht ausschließlich parteipolitisch unterwegs (Vorsitzender CDU OV Kehrig seit 2019, Mitglied Orts- und Verbandsgemeinderat seit 2019, Vorsitzender Rechnungsprüfungsausschuss der VG 2019-2024, Fraktionsvorsitzender der CDU im Verbandsgemeinderat seit 2024), sondern bringe mich wo immer geht in das Gemeinwohl ein. Ich war Gründer und Vorsitzender des Fördervereins Kindergarten Regenbogen e.V. (bis Dez 25), habe die Kleinsten im Kinderturnen im TuS Kehrig trainiert und tanze im Ochseballett Kehrig mit.

Wissenswertes: Auch wenn ich den Dialekt nicht mehr spreche, so bin ich doch „Ur-Kehriger“ und hier aufgewachsen. In meinem Studium an der Universität der Bundeswehr in München, habe ich im Schwerpunkt Öffentliches Recht und Verwaltung vertieft. Ich stürze mich gelegentlich aus intakten Flugzeugen, um meiner Leidenschaft als Skydiver (Fallschirmspringer) nachzukommen.

Kandidatencheck Christian Müller

Name: Christian Müller

Wohnort: 56729 Langenfeld

Beruf: Finanzberater

Alter: 57 Jahre

Partei: parteilos

Ziele: Man darf die Ziele nicht mit Wahlversprechen verwechseln, es gibt Themen, da hat der Verbandsbürgermeister mit dem Verbandsgemeinderat die Kompetenz und die Verantwortung Sachverhalte zu verändern, hier werde ich direkt Einfluss nehmen können, d.h. in Zusammenarbeit mit anderen Verbandsgemeinden Verbesserungspotentiale finden und dadurch Prozesse verschlanken. Es gibt immer Jemanden, der etwas besser kann, so möchte ich von anderen Verwaltungen lernen. Bei der Ausweisung von Neubaugebieten sowohl für Familien als auch für Gewerbeansiedlungen, möchte ich vereinfachte Verfahren nutzen und vorausschauend planen. Bei der Infrastruktur z.B. den teilweise sehr desolaten Straßenzuständen, werde ich immer wieder den zuständigen Behörden auf die Nerven gehen. Gute Straßen sind auch für den Tourismus wichtig, sonst werden diese Regionen gemieden. Aus diesem Grund ist die Aussicht für uns sehr gut, das künftig die Verbandsgemeinde Vordereifel mit Nicolas Cordes im Landtag vertreten sein wird. Er weiß welche Straßen hier gemeint sind. Das Thema Ärzteversorgung im ländlichen Raum ist sehr schwierig, es gibt gewisse Förderprogramme hier sind wir jedoch auch auf Ärzte angewiesen, die zumindest Tageweise in der Vordereifel Sprechstunden anbieten, dafür werde ich werben und unterstützen.

Motivation: Die Motivation Verbandsbürgermeister zu werden kam zwar etwas überraschend, je länger die Phase bis zum Wahltag andauert, desto sicherer bin ich, dass der Entschluss mich zu bewerben der richtige war. Seit Jahren wird vielen Amtsinhabern vorgeworfen von vielen Dingen keine Ahnung zu haben, jeder kann gewählt werden ohne vernünftige Kenntnisse. Jeder Privatmann muss gerade in diesen Zeiten bei hohen Energiekosten, hohen Lebensmittelpreisen, kaum mehr bezahlbaren Immobilienpreisen und Mieten etc. sparsam mit jedem Euro umgehen. Warum sollte eine Verwaltung da außen vor genommen sein, schon als Ortsbürgermeister war meine Devise „Ich gehe mit dem Geld der Gemeinde so um, als wäre es mein eigenes:“ Ein anderes Verhalten ist aus meiner Sicht den Steuerzahlern auch nicht mehr zu zumuten. In meinem gesamten Berufsleben muss ich täglich Entscheidungen treffen, diese Verpflichtung übernehme ich gerne und werde sie als Verbandsbürgermeister ebenso wahrnehmen. Es ist wichtig die Attraktivität unserer Region zu steigern, damit sich Menschen wohl fühlen und gerne hier arbeiten . Für Arbeitgeber ist das umso wichtiger, da gutes Personal nicht leicht zu finden ist. Das geht alles nur unter der Voraussetzung gemeinsam mit den Verbandsgemeindemitarbeitern, den Ratsmitgliedern und den Bürgern und Bürgerinnen passable Lösungsansätze zu finden und um zu setzen.

Engagement: 2003 trat ich als aktives Mitglied in die freiwillige Feuerwehr ein, wo ich seit 2005 bis heute im Vorstand als Kassierer tätig bin. Meine Liebe zur Natur ließ mich 2004 zum Vorstandsmitglied des Waldbauvereins Mayen-Koblenz e.V. werden, bei dem ich seit 2015 die Geschäftsführung, und 2024 gleichzeitig den Vorsitz übernahm. Ehrenamt und Kameradschaft sind zwei wichtige und prägende Faktoren. Die beste Förderung für das Ehrenamt ist, wenn man mit gutem Beispiel es vorlebt. Von 2017 bis 2021 war ich Ortsbürgermeister von Langenfeld und von 2019 bis 2024 gehörte ich dem Verbandsgemeinderat als Mitglied des Haupt- und Finanzausschusses an. Die Abläufe in der Verwaltung sowie die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind mir bekannt. Ich übernehme gerne die Verantwortung, jetzt fehlt nur noch das Wählervotum. Für die Bürgerinnen und Bürger werde ich das Angebot der Sprechstunde auf die Fläche ausweiten und nach Bedarf in den Ortsgemeinden anbieten.

Wissenswertes: Ich bin seit 29 Jahren verheiratet und das mit derselben Frau, habe eine 25 jährige Tochter und halte mich in der Freizeit am liebsten in der Natur auf. Sei es bei Spaziergängen mit den Hunden, der Versorgung der Pferde, dem Brennholz machen oder zur Jagd. Neben der Natur gehört auch der Motorsport zu meinem Hobby, falls es die Zeit erlaubt fahre ich Motorrad, habe eine Vorliebe für alte Motorräder und Autos. Einmal die Woche geht‘s nach Rieden zu meinen Eltern, denen ich alles was ich bisher erreicht habe verdanke. Am Wochenende treffe ich mich gerne mit Gleichgesinnten zum Fußball gucken, fahre mit meiner Frau in der Region essen, oder treffe mich mit Freunden. GS

Symbolbild
Timo Kanzinger

Timo Kanzinger Foto: privat

Christian Müller

Christian Müller Foto: privat

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