Politik | 07.07.2025, 14:37 Uhr

Marion Morassi (Die Linke) zum Disziplinarverfahren gegen Ex-Landrat Pföhler

Konsequenzen für die Ahrtal-Flut

Marion Morassi, Kreistagsmitglied für Die Linke im Landkreis Ahrweiler. Foto: privat

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Marion Morassi, Kreistagsmitglied für Die Linke im Landkreis Ahrweiler, äußert sich zum aktuellen Sachstand im Disziplinarverfahren gegen den ehemaligen Landrat Jürgen Pföhler. Das Innenministerium hat bekannt gegeben, dass Pföhler „gravierend gegen beamtenrechtliche Pflichten verstoßen“ haben soll und die Aberkennung seiner Ruhegehaltsansprüche angestrebt wird. Zudem ist ein vorläufiger Einbehalt eines Drittels seiner Pension vorgesehen.

„Das vorläufige Ergebnis des Disziplinarverfahrens bestätigt, was viele Betroffene im Ahrtal schon lange empfinden: Es gab schwerwiegende Versäumnisse und Fehlverhalten im Kontext der Flutkatastrophe 2021“, so Morassi. „Der Bericht, der Pföhler Verstöße gegen das Rechtmäßigkeitserfordernis, die innerdienstliche Wohlverhaltenspflicht und die Einsatzpflicht vorwirft, ist ein wichtiger Schritt in Richtung Aufarbeitung und Gerechtigkeit.“

Morassi betont die Bedeutung dieser Entwicklung für die Menschen im Ahrtal: „Für die Betroffenen ist es von unschätzbarem Wert, dass die Verantwortlichkeiten klar benannt und Konsequenzen gezogen werden. Die angekündigte Disziplinarklage mit dem Ziel der Aberkennung der Ruhegehaltsbezüge sowie der vorläufige Einbehalt der Pension sind deutliche Signale. Sie zeigen, dass Verfehlungen, die so immense Auswirkungen auf das Leben tausender Menschen hatten, nicht ohne Folgen bleiben.“

Die Kreistagsabgeordnete fordert weiterhin eine lückenlose Aufklärung und die konsequente Umsetzung aller notwendigen Maßnahmen. „Wir dürfen nicht nachlassen in unseren Bemühungen, für Transparenz zu sorgen und sicherzustellen, dass sich solche Katastrophen – auch in Bezug auf die behördliche Reaktion – niemals wiederholen. Die Linke wird diesen Prozess weiterhin eng begleiten und sich für die Interessen der Menschen im Ahrtal starkmachen.“

Marion Morassi hebt hervor, dass es nun darauf ankommt, die Verfahren zügig und transparent abzuschließen, um den Betroffenen endlich die Möglichkeit zu geben, mit der Vergangenheit abzuschließen und sich voll auf den Wiederaufbau zu konzentrieren. „Gerechtigkeit ist ein wesentlicher Bestandteil der Heilung für unsere Region“, schließt Morassi.

Pressemitteilung Die Linke

OV Bad Neuenahr-Ahrweiler

Marion Morassi, Kreistagsmitglied für Die Linke im Landkreis Ahrweiler. Foto: privat

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
2+1 Aktion
Imageanzeige - Sommeraktion 2+1 - 3. Anzeige o.B.
Gesundheitsexperten Bad Neuenahr-Ahrweiler
Gesundheitsexperten Bad Neuenahr-Ahrweiler
Pellenzer Lehrstellenbörse
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
Das St. Nikolaus-Stiftshospital geht mit gestärkter Position aus der neuen Krankenhausplanung des Landes Rheinland-Pfalz hervor.Foto: St. Nikolaus-Stiftshospital/Holger Lindner
1209

Rheinland-Pfalz bestätigt breites medizinisches Leistungsspektrum und stärkt das St. Nikolaus-Stiftshospital als wichtigen Standort

Krankenhaus Andernach geht gestärkt aus neuer Leistungsgruppenzuteilung hervor

Andernach. Das St. Nikolaus-Stiftshospital geht mit gestärkter Position aus der neuen Krankenhausplanung des Landes Rheinland-Pfalz hervor. Durch die zugewiesenen Leistungsgruppen werden rund 99,5 Prozent des bisherigen Leistungsspektrums vollständig abgebildet. Das Krankenhaus sowie der Träger, die Stiftung St. Nikolaus-Stiftshospital Andernach, sehen darin die hohe medizinische Qualität und breite Expertise des Hauses bestätigt.

Weiterlesen

04.09.: Nickenich: Schwerer Verkehrsunfall: Motorradfahrer kollidiert mit Anhänger
1081

Nickenich. Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich auf der L 118 zwischen Andernach und Kruft. Der Fahrer eines Wohnmobils, das mit einem Anhänger unterwegs war, befuhr die Strecke von Nickenich in Richtung Mendig. In der Nähe eines Schotterparkplatzes entschied er sich, das Gespann über die Gegenfahrbahn zu wenden. Genau in diesem Moment kam ein Motorradfahrer entgegen und kollidierte mit dem Anhänger.

Weiterlesen

Symbolbild.
812

Ulmen. Am Freitag, den 4. September 2026, ereignete sich gegen 00:10 Uhr im Einmündungsbereich der B259 und K2 in der Ortslage Ulmen ein schwerer Verkehrsunfall zwischen zwei Personenkraftwagen. Nach bisherigem Erkenntnisstand befuhr ein Autofahrer die B259 von Ulmen in Richtung Auderath. Ein anderer Fahrer befand sich auf der K2 und wollte nach links auf die B259 abbiegen. Im Einmündungsbereich kam es dann aufgrund einer Vorfahrtsmissachtung zum Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge.

Weiterlesen