Politik | 28.06.2018, 16:28 Uhr

Andrea Nahles sieht geplante Abbindung kritisch

„Linksrheinische Bahnstrecke steht vor großen Problemen“

Andrea Nahles setzt sich für einen Ausbau des Bahnnetzes ein. privat
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Berlin. Die „Ahrtalbahn“ soll auch in den Nebenverkehrszeiten bis Bonn durchgebunden bleiben. Außerdem plant die Deutsche Bahn kleinere Baumaßnahmen wie z. B. Überholgleise auf dem Streckenabschnitt Köln-Bonn-Remagen, um Verspätungen entgegenzuwirken.

Bis zum Bau weiterer Gleise zwischen Köln, Bonn und Remagen will die DB Netz AG allerdings die Zahl der Züge im Personennahverkehr auf den Stand von 2018 einfrieren. Diese Informationen erhielten jetzt die SPD-Bundestagsabgeordneten Andrea Nahles (Kreis Ahrweiler), Sebastian Hartmann (Rhein-Sieg-Kreis) und Ulrich Kelber (Bonn), die wegen des Verkehrs auf der linksrheinischen Strecke immer wieder nachgehakt hatten, offiziell von der Deutschen Bahn AG.

Kleiner Erfolg für Pendler

„Wir freuen uns über den kleinen Erfolg für die Pendler. Entscheidend ist aber, dass sich unsere Befürchtung bestätigt hat, dass ohne den Bau zweier weiterer Gleise zwischen Köln (Hürth-Kalscheuren) und Bonn Hauptbahnhof sowie eines dritten Gleises zwischen Bonn und Remagen weder die dauernden Ausfälle und Verspätungen in den Griff zu kriegen sind, noch der dringende Ausbau des Personenverkehrs möglich ist, obwohl wir eine Region mit wachsenden Einwohnerzahlen sind. Wir erwarten eine sofortige Einleitung der Planungsverfahren, weil Planung, Genehmigung und Bau ohnehin viele Jahre dauern werden“, fordern Nahles, Kelber und Hartmann.

Vom Bundesverkehrsministerium erwartet die SPD, dass dieses klarstellt, dass es im Nutzungskonflikt zwischen Schienengüterverkehr und Personenverkehr ein Schwerpunkt auf funktionierende Mobilität in der Region gelegt wird. „Der transnationale Güterverkehr hat Ausweichmöglichkeiten, z.B. über nicht ausgenutzte Strecken in Ost-Frankreich. Die Pendlerinnen und Pendler haben keine Alternativen. Wir akzeptieren nicht, dass ein Verkehrskollaps in der Region riskiert wird, nur um noch mehr Güterverkehr fahren zu lassen. Parallel sollte das Verkehrsministerium die Vorplanungen für den Mittelrhein-Tunnel in Auftrag geben, damit langfristig der gesamte Schienengüterverkehr aus dem Rheintal verschwinden kann“, erläutern Nahles, Kelber und Hartmann.

So erfreulich das Einlenken der DB beim Thema „Ahrtalbahn“ ist, eine kleine Einschränkung macht der Konzern bei dem Thema dann doch noch gegenüber den Abgeordneten. Wenn im Rahmen der Bauarbeiten der S13 auf der rechten Rheinseite Verkehr – teils mehrwöchig – auf die linke Rheinseite verlegt wird, kann es für diese Zeiträume auch auf der „Ahrtalbahn“ z.B. zur Abbindung in Remagen kommen. Für „normale Zeiten“ hat die Bahn nach dem Protest aus der Region jetzt allerdings Abstand von dieser Idee einer Abbindung genommen.

Pressemitteilung der SPD,

Andrea Nahles, MdB

Andrea Nahles setzt sich für einen Ausbau des Bahnnetzes ein. Foto: privat

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