MdB Rudolph informiert sich über das Landeshauptarchiv Koblenz
Koblenz. Auf Einladung von Leiterin Dr. Elsbeth Andre besuchte der Koblenzer SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Thorsten Rudolph vor kurzem das Landeshauptarchiv in Koblenz. Dort informierte er sich bei Andre und dem Abteilungsleiter für staatliches Schriftgut, Dr. Jörg Pawelletz, ausführlich über die Landesarchivverwaltung mit Niederlassungen in Koblenz und Speyer. Zudem war im Gespräch auch ein mögliches Dokumentationszentrum zur Wiedergutmachung nationalsozialistischen Unrechts in Saarburg Thema.
Aufgabe der Landesarchive ist die Übernahme und Sicherung von Unterlagen und Akten der rheinland-pfälzischen Ministerien und oberster Landesbehörden. Aber auch nichtamtliche Unterlagen, zum Beispiel von Vereinen, Verbänden und Interessenvereinigungen, werden teilweise dort verwahrt. „Mit insgesamt etwa 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Speyer und Koblenz erfüllt die rheinland-pfälzische Landesarchivverwaltung eine ganz wichtige Aufgabe für das kulturelle Gedächtnis unseres Bundeslandes“, so Rudolph.
Andre erläuterte, dass der Fachkräftemangel auch bei ihnen immer spürbarer werde. „Die Bewerbungszahlen gehen zurück und wichtige Aufgaben wie etwa die Umsetzung der E-Akte müssen ohne personellen Aufwuchs gestemmt werden“, erklärte sie. Dennoch sei das Landeshauptarchiv bei der Digitalisierung auf einem guten Weg. Im virtuellen Lesesaal können Interessierte in insgesamt 1,6 Millionen Archivalien recherchieren, etwa 130.000 sind sogar bereits in digitaler Form vollständig abrufbar. Doch trotz der zunehmenden digitalen Erfassung des Archivgutes braucht auch das Landeshauptarchiv weiteren Platz. Aktuell beherbergt es etwa 70 Regalkilometer an Akten, davon 45 in Koblenz. „Derzeit müssen wir Lagerräumlichkeiten hinzumieten. Ein neuer Magazinbau ist daher nötig und wir hoffen, dass sich hier bald etwas tut“, so Andre.
Ein anderes wichtiges Thema, für das sich Rudolph in Berlin einsetzt, ist ein Forschungs- und Dokumentationszentrum zur Wiedergutmachung nationalsozialistischen Unrechts in Saarburg. Dort lagern die derzeit noch vom Amt für Wiedergutmachung verwalteten Akten über Entschädigungen an Opfer des nationalsozialistischen Regimes, die in Rheinland-Pfalz und im außereuropäischen Ausland lebten und leben. Hier könnte der Landesarchivverwaltung eine wichtige Rolle zukommen, sofern ein solches Zentrum realisiert werden kann. „Ich hoffe, dass wir im Herbst mehr Klarheit haben, wie es in Saarburg weitergeht“, so Rudolph. Die Archivleiterin und der Abgeordnete haben verabredet, bezüglich der erörterten Themen weiter im Austausch bleiben zu wollen.
Pressemitteilung des
Büro von Dr. Thorsten Rudolph
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