Politik | 11.11.2022, 15:21 Uhr

Antrag von SPD und Grünen einstimmig angenommen

Mehr Power für die Kinder- und Jugendarbeit im Brohltal

VG Brohltal. Auf Antrag der Fraktionen von Bündnis90/Die Grünen und SPD im Verbandsgemeinderat hat sich der Ausschuss für Jugend, Sport und Soziales einstimmig für die Bereitstellung von finanziellen Mitteln zur Schaffung einer zusätzlichen vollen Stelle für die Kinder- und Jugendarbeit in der VG Brohltal ausgesprochen. Da es sich satzungsgemäß zunächst um eine Empfehlung für den Verbandsgemeinderat handelt, muss dieser in seiner nächsten Sitzung noch final zustimmen.

Sollte der Verbandsgemeinderat der Empfehlung des Ausschusses folgen, werden sich die personellen Ressourcen für Kinder- und Jugendarbeit im Brohltal schlagartig verdoppeln. „Der Bedarf hierfür ist eindeutig gegeben, zum einen durch die Folgen von Corona und der Flutkatastrophe, zum anderen durch die grundsätzlichen gesellschaftlichen Veränderungen und Herausforderungen“, so Ausschussmitglied Andreas Schmitt (SPD), der den Antrag für die beiden Fraktionen im Ausschuss begründete. Auch Jugendpflegerin Ane Masen untermauerte mit ihrer Berichterstattung den generellen Bedarf an mehr Personal für diesen Fachbereich, sodass hier insgesamt schnell Einigkeit im Ausschuss bestand. Neu und somit auch intensiv diskutiert im Ausschuss, wurde der Vorschlag beider Fraktionen, die Anstellung des neuen Personals über einen freien Träger der Jugendhilfe zu organisieren. „Wir versprechen uns hiervon eine bessere Vernetzung, den Zugriff auf mehr Ressourcen und Synergieeffekte zum Wohle der Kinder und Jugendlichen im Brohltal. Zudem ist der Vorrang von freien gegenüber öffentlichen Trägern im Bereich der Jugendhilfe im Sozialgesetzbuch (SGB VIII) verankert. Die Ansiedlung der Stelle bei einem freien Träger eröffnet darüber hinaus viele Möglichkeiten der finanziellen Förderungen, was letztlich die Jugendarbeit stärkt“, so Jutta Dietz, Fraktionssprecherin der Grünen.

Die Verwaltung um Bürgermeister Johannes Bell präferierte eine Anstellung innerhalb der Verbandsgemeindeverwaltung, mehrheitlich votierten die Ausschussmitglieder jedoch für den Weg über einen freien Träger. Die Stelle soll befristet auf drei Jahre geschaffen werden und im dritten Jahr gemeinsam evaluiert werden.

Neue Strukturen und frische Ideen begrüßt auch Frank Klapperich, Fraktionssprecher der SPD, der den gemeinsamen Antrag grundlegend mit vorbereitet hat. „Wir haben uns im Vorfeld intensiv mit vielen wichtigen Akteuren der Kinder- und Jugendarbeit im Kreis Ahrweiler und darüber hinaus ausgetauscht. Der Antrag ist demnach gut durchdacht und steht auf einer guten fachlichen Basis. Ich freue mich, dass die Mehrheit des Ausschusses unserem Vorschlag gefolgt ist und wir hier das Fundament für ein künftig breiter aufgestelltes Angebot in der Verbandsgemeinde Brohltal gelegt haben.“ Auch bei der Zielsetzung für die neu zu schaffende Stelle folgte der Ausschuss den Formulierungen von Grünen und SPD einstimmig. Diese sind:

- ein qualitativ hochwertiges, permanentes, außerschulisches Angebot für junge Menschen schaffen,

- inklusive Angebote entwickeln,

- ehrenamtliche HelferInnen vernetzen und anleiten und

- mehr Mittel für Jugendarbeit in der VG Brohltal zur Verfügung stellen.

Insgesamt lässt sich festhalten, dass durch den gemeinsamen Antrag von SPD und Grünen sowie durch die einstimmige Empfehlung des Ausschusses, ein erster wichtiger Schritt für den Bereich Kinder- und Jugendarbeit im Brohltal gegangen wurde. Abschließend behandelt wird das Thema dann bei der nächsten Sitzung des Verbandsgemeinderats am 15. Dezember.

Pressemitteilung

SPD-Fraktion und Fraktion

von Bündnis90/Die Grünen

im Rat der VG Brohltal

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Empfohlene Artikel
Die Ahrtal-Werke legten dem Stadtrat von Bad Neuenahr-Ahrweiler für 2025 eine Jahresbilanz von 85,4 Millionen Euro vor.  Foto: GS
130

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Ahrtal-Werke um die Geschäftsführung mit Dominik Neswadba und Thomas Hoppenz sind weiter auf gutem Kurs. Daher folgte der Stadtrat von Bad Neuenahr-Ahrweiler am Montagabend dem Aufsichtsrat des kommunalen Energieversorgers und stimmte dem vorgelegten Jahresabschluss 2025 einstimmig zu. Das Gremium beauftragte Bürgermeister Pascal Rowald, in der Gesellschafterversammlung dem Jahresabschluss der Ahrtal-Werke für das 2025 zuzustimmen und den Aufsichtsrat zu entlasten.

Weiterlesen

Die Einrichtung einer IGS an der Regionalen Schule Brohltal wurde bereits im März vom Kreistag abgelehnt. Jetzt scheiterte auch ein FWG-Antrag auf eine neue neutrale Untersuchung der Schülerzahlen im Kreis Ahrweiler.  Foto: GS
133

Kreis Ahrweiler. Im März hat der Kreistag von Ahrweiler den Antrag der Freien Wähler auf Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule (IGS) an der Regionalen Schule Brohltal in Niederzissen abgelehnt. Dies unter anderem mit der Begründung des beratenden „biRegio“-Planungsbüros in schulpolitischen Entscheidungen, dass „eine „IGS Niederzissen die IGS Remagen empfindlich tangieren würde“.

Weiterlesen

Bildergalerien
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Monatliche Anzeige
Steampunk-Abendmarkt "Zeitreise im Lichterglanz“
Steampunk-Abendmarkt "Zeitreise im Lichterglanz
Kleiderstube
Sessionseröffnung der KG Ringener Wendböggele, 14.11.26
Titelanzeige
Anzeige Jubiläumsaktionen
Weitere Artikel
Links: Straßenschild Rheinstraße, Mitte: Nostalgisches Bild der Rheinstraße/Vater Rhein (vom Stadtmuseum Andernach), Rechts: Frau Grafen heute
665

Andernach. Wenn Christina Grafen von ihrer Zeit in der Andernacher Rheinstraße erzählt, klingt es fast so, als würde man für einen Moment die Musik von damals wieder hören. Tanzflächen voller Menschen, mehrere Theken, an denen die Getränke ausgeschenkt wurden, ausgelassene Stimmung und mittendrin sie – meistens hinter dem Tresen, wo es selten ruhig zuging.

Von Dilara Köksal aus Andernach

Weiterlesen

v.l.n.r.: Daniel Phiesel, Christel Engeland, Stefan Raetz, Marcel Richter, Martin Warkentin
225

Rheinbach. Die Bürgerstiftung „Wir für Rheinbach“ hat auch für 2027 wieder einen Rheinbach-Kalender herausgebracht. Die Vorstände Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel und Marcel Richter: „Der Bildkalender erfreut sich auch in der 13. Auflage großer Beliebtheit und zeigt wieder interessante Rheinbacher Motive.“ Mit Martin Warkentin hat die Bürgerstiftung erneut einen jungen Fotografen aus Rheinbach gefunden, der mit einem eigenen Blick auf die Rheinbacher Motive schaut.

Von Stefan Raetz aus Rheinbach

Weiterlesen