Politik | 25.07.2025

Ministerin Schall informiert sich über digitalen Fortschritt in Cochem-Zell

V. l. n. r. Michael Kaspers (Kreisverwaltung Cochem-Zell), Birgit Weiss (Kreisverwaltung Cochem-Zell), Landrätin Anke Beilstein (Kreisverwaltung Cochem-Zell), Staatsministerin Dörte Schall (Ministerin für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung), Peter Simons (Verbandsgemeindeverwaltung Kaisersesch), Safeer Ahmad (Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung.  Foto: Marie Junglas

Kreis Cochem-Zell. Im Rahmen ihrer Sommerreise besuchte Dörte Schall, Ministerin für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung Rheinland-Pfalz, den Landkreis Cochem-Zell. Vor Ort informierte sie sich bei Landrätin Anke Beilstein über wegweisende Projekte der digitalen Verwaltung.

In dem gemeinsamen Austausch informierte sich Ministerin Schall insbesondere über die Erfahrungen im Rahmen der Modellkommune E-Government. Hier hat der Landkreis Cochem-Zell gemeinsam mit der Verbandsgemeinde Kaisersesch früh digitale Maßstäbe gesetzt. So wurde unter anderem ein ebenenübergreifendes Bürgerportal etabliert, das den Anforderungen des Onlinezugangsgesetzes entspricht. Darüber hinaus erfolgte eine interkommunale Prozessentwicklung sowie die Einführung einer modernen Antrags- und Prozessplattform. Seither profitiert man von einem durchgängig digitalen Zugang ohne Verwaltungsgrenzen zwischen Kreis und Verbandsgemeinde.

„Prozessdesigner-Modell“

Besonders interessierte sich die Ministerin für das gemeinsam entwickelte „Prozessdesigner-Modell“, mit dem die Verwaltungen eigene Prozesse effizient digital gestalten und anpassen können. Auch die enge, strukturell verankerte Zusammenarbeit der Verbandsgemeinden wurde als zukunftsweisend hervorgehoben.

„Ich freue mich, dass mich meine Sommerreise auch zu Ihnen in den Landkreis Cochem-Zell führt. Der Landkreis verfügt über ein etabliertes und belastbares Netzwerk im Bereich der Verwaltungsdigitalisierung und ist ein Vorreiter bei der Entwicklung kommunaler Dienste über die Antrags- und Prozessplattform (APP). Engagierte kommunale Gebietskörperschaften wie Cochem-Zell sind Garant und zugleich essentiell für eine erfolgreiche Verwaltungsdigitalisierung“, sagte Digitalisierungsministerin Dörte Schall.

Auch weitere Pilotvorhaben wurden ausführlich thematisiert. So beteiligt sich der Landkreis Cochem-Zell sowohl an bundesweiten als auch an landesweiten Digitalisierungsprojekten – etwa beim Online-Jagdscheinantrag, der digitalen Sprengerlaubnis oder beim elektronischen Führerschein- und Bauantrag. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen dabei auch Herausforderungen wie die Nutzerakzeptanz digitaler Angebote sowie die langfristige Verstetigung und Pflege der technischen Plattformen.

Neben den erreichten Fortschritten berichteten die Vertreter von Landkreis und Verbandsgemeinde aber auch über kritische Herausforderungen: Die Nutzungszahlen vieler Online-Dienste stehen bislang oft noch in keinem Verhältnis zum hohen Entwicklungs- und Umsetzungsaufwand. Landrätin Beilstein nutzte die Gelegenheit zudem, um auf konkrete Hürden hinzuweisen, mit denen die Kommunalverwaltungen im Alltag konfrontiert sind – etwa starre gesetzliche Rahmenbedingungen, nicht geklärte Zuständigkeiten oder fehlende Schnittstellen zu Landes- und Bundeslösungen. Auch für die Bürgerinnen und Bürger stellt der Zugang zu den Verwaltungsleistungen oftmals eine Herausforderung dar – etwa durch komplexe Registrierungsverfahren wie über die BundID. Diese Erfahrungen und offenen Punkte gab sie der Ministerin als wichtige Impulse mit auf den Weg.

„Es reicht nicht, allein die technischen und rechtlichen Voraussetzungen für digitale Verwaltungsangebote zu schaffen“, betonte Landrätin Anke Beilstein. „Wir müssen auch die Bürgerinnen und Bürger mitnehmen, sie befähigen und motivieren, diese Angebote zu nutzen. Digitale Teilhabe beginnt bei der Akzeptanz – und die entsteht nur, wenn die Angebote verständlich, zugänglich und erlebbar sind. Vor allem aber müssen sie im Alltag spürbaren Mehrwert bringen – sei es durch Zeitersparnis, einfache Bedienung oder echte Entlastung“, so Landrätin Anke Beilstein. Pressemitteilung

Kreisverwaltung Cochem-Zell

V. l. n. r. Michael Kaspers (Kreisverwaltung Cochem-Zell), Birgit Weiss (Kreisverwaltung Cochem-Zell), Landrätin Anke Beilstein (Kreisverwaltung Cochem-Zell), Staatsministerin Dörte Schall (Ministerin für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung), Peter Simons (Verbandsgemeindeverwaltung Kaisersesch), Safeer Ahmad (Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung. Foto: Marie Junglas

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Peter Heinrichs : Ein sehr ausführlicher Bericht über eine so wunderbare Sache. Ich bin sehr stolz auf meine Tochter Anna Fraser.
  • K. Schmidt: Wer diese Örtlichkeiten kennt, weiß, dass sich die Verkehrssicherheit nicht durch andere Geschwindigkeitsregelungen verbessern würde, sondern praktisch einzig durch anderes Verhalten der "Elterntaxis"....
  • Boomerang : Wenn man sich so intensiv um verarmte Kinder oder alte Menschen kümmern würde....
Rund ums Haus
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Dauerauftrag 2025
Aushilfe gesucht
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0020#
Innovatives aus der VG Weißenthurm
Titelanzeige (Januar)
Integrationskraft
Empfohlene Artikel

Kreis Ahrweiler. „Danke“ steht in fünf großen blauen Buchstaben auf gelbem Karton geschrieben. Danke für 50 Jahren Treue zur FDP im Kreis Ahrweiler. „Annemarie Müller-Feldmann ist Liberale durch und durch: still mit klarem Kompass, unaufgeregt und zielstrebig bringt sie sich in die Gemeinschaft ein“, so der FDP-Vorsitzende im Kreis Ahrweiler, Ulrich van Bebber. Gemeinsam mit seiner Vertreterin, der...

Weiterlesen

Neuwied. 146.125,56 Euro fließen in dieses Jahr in den Kreis Neuwied zur Unterstützung der Geburtshilfeabteilung des Marienhaus Klinikums Bendorf-Neuwied-Waldbreitbach für das St. Elisabeth Krankenhaus in Neuwied

Weiterlesen

Weitere Artikel

Heimat- und Verschönerungsverein Oberbieber e.V.

Schneller Abbau dank engagierter Helfer

Oberbieber. Der Heimat- und Verschönerungsverein Oberbieber e.V. (HVO) trägt seit über 130 Jahren dazu bei, das Leben in dem früheren Dorf und heutigen Stadtteil zu verbessern.

Weiterlesen

Sonderseite Gesundheitsexperten Bad Neuenahr-Ahrweiler
Image
Dauerauftrag 2026
Hausmeister, bis auf Widerruf
Image Anzeige
Image Anzeige
Stellenausschreibung "Sachbearbeiterin" - Auftraggeber Regina Elsting
Innovatives aus der VG Weißenthurm
Stellenanzeige SB Straßenreinigung
Handwerker für Hausmeistertätigkeiten
Start Frühjahrssemester
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0020#
Sozialarbeiter/innen, Sozialpädagogen/innen
Stellenanzeige ZFA
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, Januar 2026
Karneval in Ettringen 2026
Daueranzeige (Januar 26)