Politik | 01.03.2024

SPD-Kreistagsfraktion Mayen-Koblenz

Mumm: „Aussagen des Landrates zur KITA-Beförderung sind falsch“

Kreis MYK. Die SPD-Kreistagsfraktion hat zur Verbesserung des ÖPNV in den letzten Monaten insgesamt sieben Anträge gestellt u.a. zur Beförderung der KITA-Kinder, die im normalen Linienverkehr befördert werden. In der letzten Sitzung des Umwelt- und Verkehrsausschusses führte die zuständige Abteilungsleiterin zum Antrag der SPD dazu aus, dass die KITA-Kinder separat befördert werden. Auf erstaunte Nachfrage durch Ausschussmitglied und Antragsteller Maximilian Mumm sagte sie, dass die KITA-Kinder durch den Unternehmer gesondert befördert werden und wenn dies nicht funktioniere, dann liege dies in der Verantwortung des Unternehmers. Diese Aussage ist aus Sicht von Mumm nicht nachvollziehbar und entspricht nicht der Realität. Für die Kreisausschusssitzung am Montag, 26. Februar, stellte Mumm daher kurzfristig den Antrag auf Erläuterung und Richtigstellung der genannten Äußerungen. Aber auch diese Erläuterungen in dieser Sitzung ließen Mumm erstaunt zurück.

„Zunächst einmal muss man sich ernsthaft fragen, wo der Landrat und seine Abteilungsleiterin ihre Erkenntnisse herhaben. Es würde ja bedeuten, dass man unseren Antrag letztes Jahr Anfang August schon hätte beantworten können, wenn denn die Kinder gesondert befördert werden. Dies ist aber nicht so. Auch die jüngsten Aussagen des Landrates in der Kreisausschusssitzung aufgrund meines Antrages stimmen nicht. Die KITA-Kinder werden ganz regulär im normalen Linienverkehr transportiert, ohne Aufsicht, ohne Sicherung. Nicht umsonst nutzen z.B. im Maifeld viele Eltern den Bus nicht mehr und fahren ihre Kinder selbst in die KITA - einfach, weil sie kein Vertrauen in die Beförderung haben.

Wenn der Landrat immer betont, wie wichtig die Sicherheit der Kinder ist, dann fragt man sich, warum er sich hier so herausredet und angebliche Tatsachen verbreitet, die sich nicht halten lassen. U.a. die Linien 360, 361 und 364 befördern im Rahmen des normalen Linienverkehrs auch KITA-Kinder. Wie jeder andere Fahrgast auch, steigen die 3-6jährigen an den entsprechenden Haltstellen ein und fahren dann mit. Der Busfahrer hat keine Zeit zu schauen, ob diese Kinder richtig sitzen, gesichert sind etc. Auch kann er keine Aufsicht führen, da er auf den Verkehr achten muss,“ so Mumm.

Auch der beauftragte Unternehmer kann nur das wiedergeben, was in seinen Verträgen steht. Dort ist festgehalten, dass an den Linienverkehr Einrichtungen angebunden sind und dabei handelt es sich um Schulen und KITA`s. Eine gesonderte oder besondere Beförderung der KITA-Kinder ist nicht vorgesehen, es gebe lediglich einige für das Fahrpersonal zu beachtende Besonderheiten.

„Wenn man sich als Kreistagsmitglied und langjähriger Bürgermeister solche falschen Aussagen anhören muss, fühlt man sich schon veralbert und es konterkariert unsere Bemühungen, unseren Teil zur Verbesserung des ÖPNV beizutragen, was aber offenkundig nicht gewollt ist. Es ist tendenziell schade, dass man die Kreispolitik für parteipolitische Eigeninteressen nutzt. Anders kann ich mir z.B. nicht erklären, mit welcher Sorgfalt die genannte Abteilungsleiterin mit dem Antrag der Koalition umgeht, der an vielen Stellen in die Umsetzung gehen soll, während z.B. unser Antrag zu den „On-Demand-Verkehren“ noch nicht mal eine Prüfung durch die Verwaltung wert ist. Aber damit man mir nicht Einseitigkeit vorwerfen kann, zitiere ich zum Schluss Friedrich Merz, der ähnliche Probleme mit der Koalition in Berlin hat:

„Die Qualität einer Demokratie zeigt sich nicht darin, ob die Mehrheit jederzeit ihre Rechte durchsetzt, die Qualität einer Demokratie zeigt sich, ob die Mehrheit Respekt und Achtung vor den Rechten einer Minderheit im Parlament hat.“

Pressemitteilung

SPD-Kreistagsfraktion MYK

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Essen auf Rädern
Fahrer gesucht (m/w/d)
Koblenz blüht 2026
Anzeige KW 14
Ostergrußanzeige
Stellenanzeige Personalsachbearbeiter/in
Empfohlene Artikel
Petra Schneider. Foto: privat
21

Kreis Ahrweiler. Am 23. April 2026 ist es wieder so weit: Der bundesweite Girls‘ Day/Boys‘ Day bietet jungen Menschen die Gelegenheit, spannende Einblicke in verschiedene Berufsfelder zu erhalten. Auch die CDU-Landtagsfraktion beteiligt sich erneut an diesem Aktionstag und lädt Schülerinnen und Schüler ein, einen Blick hinter die Kulissen der Landespolitik zu werfen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2283

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
133

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Dauerauftrag
Rund ums Haus
Kreishandwerkerschaft
Dauerauftrag Imageanzeige
Alles rund ums Haus
Innovatives rund um Andernach
Maschinenbediener, Staplerfahrer
Rund ums Hause Mayen/Mendig
Vortrag: Arthrose des Hüft- und Kniegelenk
Tag der offenen Tür
Innovatives rund um Andernach
Stellenanzeige
Angebotsanzeige (April)
PR-Anzeige
Dauerauftrag 2026
Feierabendmarkt Bad Neuenahr / o.B. Sponsoring
Osteraktion
Stellenanzeige