Politik | 23.07.2020, 14:18 Uhr

Deutscher Tierschutzbund verkündet Erfolg für den Tierschutz in NRW

NRW verbietet Lebendtiertransporte in Drittstaaten

Rind auf einem Tiertransport. Copyright: M. Karremann / Deutscher Tierschutzbund e.V.
215

Bonn. Der Deutsche Tierschutzbund und sein Landestierschutzverband NRW begrüßen die Entscheidung des nordrhein-westfälischen Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz (MULNV NRW), Rindertransporte in Drittstaaten nicht mehr zu genehmigen.

„Während Bundesministerin Klöckner untätig bleibt und in Deutschland bislang noch nicht für eine einheitliche und rechtssichere Regelung gesorgt hat, handelt NRW und verbietet die tierquälerischen Langstreckentransporte in Drittländer“, kommentiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Damit folgt NRW den Ländern Bayern, Hessen und Schleswig-Holstein, die diese Exporte bereits im vergangenen Jahr verboten hatten. „Bis jetzt hatte NRW weiter fleißig abgefertigt. Wir sind froh, dass man nun zur Einsicht gelangt ist und die tierschutz- und gesetzeswidrigen Transporte stoppt“, sagt Peer Fiesel, Präsident des Landestierschutzverbands NRW. „Andere Bundesländer müssen jetzt folgen.“

In seiner gestrigen Meldung bestätigte das MULNV NRW, was Tierschützer schon lange anmahnen: „Ergebnisse amtlicher Tiertransportkontrollen, fehlende valide Informationen über Versorgungsstationen in Drittstaaten, wiederholte Überschreitungen maximaler Transportzeiten und fehlende Tränkemöglichkeiten für Kälber auf Fahrzeugen belegen, dass einige Transporte nicht bis zum Bestimmungsort – noch nicht einmal in der EU und erst Recht nicht in Drittstaaten tierschutzkonform durchgeführt werden.“ Gemäß einem Urteil des Europäischen Gerichtshofes von 2015 müssen bei Tiertransporten die Vorgaben der EU-Transportverordnung bis zum Zielort eingehalten werden. Da dies schlicht nicht der Fall ist, dürfen die Transporte folglich auch nicht genehmigt und durchgeführt werden. Erst Anfang dieser Woche hatte erneut eine Reportage in der ARD die an Grausamkeit kaum zu überbietenden Zustände rund um die Langestreckentransporte in Drittstaaten dokumentiert. Auch der Transport von gerade einmal zwei Wochen alten Kälbern quer durch Europa muss aufhören. Anstelle lebender Tiere sollte Fleisch oder genetisches Material transportiert werden.

Pressemitteilung

Deutscher Tierschutzbund e.V.

Rind auf einem Tiertransport. Copyright: M. Karremann / Deutscher Tierschutzbund e.V.

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Empfohlene Artikel
Bildergalerien
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Holz Loth-Entsorgung
Proklamation Kinderprinzenpaar
Proklamation Kinderprinzenpaar
First Friday Anzeige für November
125-jähriges Jubiläum - Aktionsanzeige
Martinsmarkt Löhndorf
Weitere Artikel
monte mare Geschäftsführer Patrick Doll nahm die höchste Auszeichnung der Oskar-Patzelt-Stiftung mit Stolz entgegen.
621

Das Andernacher Unternehmen monte mare wurde Ende Oktober erneut von der Oskar-Patzelt-Stiftung ausgezeichnet – und das gleich doppelt. Bei der Bundesgala des „Großen Preises des Mittelstands“ am 24. Oktober in Düsseldorf nahm Unternehmensnachfolger Patrick Doll die Premier-Ehrenplakette entgegen. Mehr dazu im RegioMAGAZIN.

Weiterlesen

Auf dem Skywalk Rabenlay
522

Sinzig. Die Wanderfreunde des Eifelvereins Sinzig erkundeten am Wochenende den Nücker Felsenweg im Siebengebirge. Unter der Leitung von Konrad Waßmann führte die Wanderung bei sonnigem Herbstwetter durch die abwechslungsreiche Landschaft des Ennerts, die mit markanten Felsformationen, bewaldeten Pfaden und spannenden Einblicken in die Erdgeschichte begeistert.

Von Konrad Waßmann

Weiterlesen