Politik | 15.02.2021

CDU Kaltenengers mit neuem Vorschlag zur Ortskern-Entlastung

Neuer Vorschlag zur Ortskern-Entlastung

Karte aus OpenStreetMaps / Lizenz: ODbL Quelle: CDU Kaltenengers

Kaltenengers. Leider mussten die öffentlichen Sitzungen zur Vorstellung der Planungen der Ortsumgehung L126 in Kaltenengers aufgrund der Corona-Situation abgesagt bzw. verschoben werden. Dadurch konnten die Kaltenengerser Bürgerinnen und Bürger bisher nur im geringen Maß über die Planungen bzw. den Sinn und Zweck der Umgehungsstraße informiert werden. Da nun aber die FWG mit einem eigenen Vorschlag an die Öffentlichkeit gegangen ist, der unserer Ansicht nach leider nicht den Zweck einer Ortsumgehung erfüllt, möchte die CDU-Kaltenengers auch Ihren Vorschlag zur Änderung der Trassenführung vorstellen. Diese Trasse berücksichtigt nicht nur die Nachteile und Befürchtungen zur erhöhten Verkehrsbelastung - insbesondere durch den Schwerlastverkehr - der bisherigen Planung. Eine Verlagerung des Verkehrs von der B9 wird durch diesen neuen Vorschlag nahezu ausgeschlossen.

Keine Entlastung im Ortskern durch FWG-Vorschlag

Einziges Ziel der Ortsumgehung sei laut Aussage des LBM die Reduzierung des Verkehrs in den Ortskernen Kaltenengers und St. Sebastian. Dieses Ziel kann jedoch mit der vorgeschlagenen Trassenführung der FWG nicht erreicht werden, da der Anschluss an Kaltenengers ca. 1,8 km vom Ort entfernt liegt. Welcher Bürger nimmt diesen Umweg in Kauf, um in Richtung Kesselheim oder Weißenthurm zu gelangen? Wie die bisherigen Gutachten und Verkehrszählungen eindeutig gezeigt haben, ist das Problem in den Ortskernen nicht der Durchgangsverkehr, sondern der hausgemachte Quell- und Zielverkehr, also der Verkehr, der in den Ortsgemeinden selbst entsteht. Mit der vorgeschlagenen Trassenführung kann dieser Verkehr aber in keinster Weise aufgenommen werden.

Nach Ansicht der CDU wird durch diese, zur B9 und A48 parallel verlaufenden Trassenführung tatsächlich eine Alternative für den Verkehr der Bundesstraße 9 = „B9 Entlastungsstraße“ geschaffen. Wie die FWG bereits ausgeführt hat, wird dadurch eine direkte Verbindung der Industriegebiete Weißenthurm (ehem. AKW-Gelände) und Koblenz-Kesselheim geschaffen. Dies verleitet den LKW-Verkehr natürlich dazu, gar nicht erst auf die B9 zu fahren, sondern diese parallele Streckenführung zu wählen. Dadurch wird nicht nur der Schwerlastverkehr am Anschluss in St. Sebastian zum Problem. Auch im Bereich der Keltenstraße in Urmitz sowie dem dort geplanten Neubaugebiet wird sich der Schwerlastverkehr voraussichtlich stark erhöhen.

Aber was bedeutet das für Kaltenengers? Keine Änderung der bisherigen Verkehrsbelastung im Ortskern auf der Haupt- und Rübenacher Straße! Anders bei dem neuen Vorschlag der CDU-Kaltenengers.

Zweck einer Ortsumgehung muss erhalten bleiben

Wie der Grafik zu entnehmen ist, bleibt die bisherige Trassenführung nahezu unverändert und der Charakter einer Umgehungsstraße bleibt erhalten. Lediglich der Anschluss an die bisher realisierte Urmitzer Ortsumgehung L126 wird an die alte L126 hinter der Bahnunterführung zwischen Urmitz und Kaltenengers verlegt. Diese Unterführung hat ebenfalls nur eine Durchfahrtshöhe von 3,70m und der Anschluss ist wesentlich weiter von der B9 entfernt als in den Vorschlägen der FWG sowie des LBM. Dadurch und durch die weiterhin beschränkte Durchfahrtshöhe wird sowohl der Schwerlastverkehr als auch der Fernverkehr von der neuen Trassenführung ferngehalten. Es entsteht also keine Mehrbelastung für die Bürgerinnen und Bürger von Kaltenengers. Lediglich der hausgemachte Verkehr wird zukünftig statt direkt durch die Gemeinde und unmittelbar an den Haustüren der Anwohner vorbei, mindestens 60 – 220 m an der Wohnbebauung entlanggeführt. Durch Geschwindigkeitsbeschränkungen kann die Emissionsbelastung auf ein Minimum reduziert werden. Die Bereiche zwischen der Wohnbebauung und der Trasse können auch als Grünfläche aufgeforstet werden, wodurch ein natürlicher Lärm- und Sichtschutz sowie ein ortsnahes Naherholungsgebiet entstehen würden (siehe „Örmser Ring“).

Bedenken bezüglich einer Verschärfung der Hochwassersituation sowie der Verlauf durch die Wasserschutzzonen wurden von der SGD-Nord bereits bei der bisher geplanten Trassenführung geprüft. Durch den niveaugleichen Verlauf und einer entsprechenden Bauweise wurden diese Bedenken bereits entkräftet.

Keine komplette Neuplanung durch den LBM erforderlich

Auch ist mit diesem neuen Vorschlag keine komplette zeit- und kostenintensive Neuplanung der Strecke durch den LBM erforderlich. Dies erhöht auch die Akzeptanz bei den Behörden, die letztlich über die Umsetzung einer Variante entscheiden werden. Der teure Neubau einer Bahnunterführung im Bereich des Anschlusses Urmitz würde ebenfalls entfallen.

Zudem bietet der Anschluss hinter der Bahnlinie neue Möglichkeiten für die Nutzung des Bahnhaltepunktes Urmitz. Auch könnte parallel zur neuen Trassenführung ein Radschnellweg zwischen dem Urmitzer Rheinradweg bzw. von Neuwied über die Brücke kommend bis zum Koblenzer Industriegebiet geschaffen werden.

Der wesentliche Vorteil für Kaltenengers ist: mit dieser ortsnahen Trassenführung wird eine tatsächliche Entlastung des Verkehrs im Ortskern erreicht! Der Charakter einer Ortsumgehung bleibt erhalten. Weiterhin wird mit dem Anschluss am neuen Feuerwehrgerätehaus zwischen den Ortsgrenzen Kaltenengers und St. Sebastian eine direkte Verbindung für beide Ortschaften an die L126 und in die Industriegebiete Koblenz und Mülheim-Kärlich geschaffen. Auch die Einkaufsmärkte in Kaltenengers und St. Sebastian könnten zukünftig über diese Trasse auf kurzem Weg angefahren werden, statt sich durch die jeweiligen Hauptstraßen der Ortskerne zur drängen.

Weitere Informationen unter www.cdu-kaltenengers.de.

Pressemitteilung der

CDU Kaltenengers

Karte aus OpenStreetMaps / Lizenz: ODbL Quelle: CDU Kaltenengers

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