Politik | 14.06.2022, 11:34 Uhr

MdL Susanne Müller zu Gast beim Johanniter-Pflegedienst in Bad Breisig

Pflegedienste in Not: Fachkräftemangel geht uns alle an

V.li. Pflegedienstleitung Frau Abel, MdL Müller, Stellv. Pflegedienstleitung Frau Evert. Foto: privat
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Bad Breisig. Die Landtagsabgeordnete Susanne Müller (MdL) traf die Pflegedienstleitung Frau Abel und deren Stellvertreterin Frau Evert in der Johanniter-Station in Bad Breisig. Sie sprachen über das Arbeitsspektrum des Johanniter-Pflegediensts das von der Pflege, Behandlungspflege, Wunderversorgung, Hauswirtschaft, Hausnotruf und der 24 h- Notbereitschaft sowie der Palliativversorgung reicht. Das Spektrum ist umfassend, dabei ist es stets wichtig, dass die MitarbeiterInnen aktuelle Schulungen und Zertifizierungen besitzen, um die Klienten gut zu versorgen, aber auch die einzelnen Leistungen abrechnen zu können. Vielfach ist es in der Region schwierig, geeignete Fachkräfte zu finden, die die Herausforderungen des Berufes, aber auch die sich stetig verändernden Rahmenbedingungen akzeptieren. Dabei warten auf die MitarbeiterInnen vor Ort eine gute Teamstruktur und faire Arbeitsbedingungen.

Wenn so beispielsweise keine Fachkräfte ins Haus kommen, kann niemand an dieser Stelle helfen und erkennen, welche Hilfsmittel und Unterstützungsleistungen evtl. noch beantragt werden können/könnten, oder ob evtl. Anträge auf Höherstufung usw. erforderlich sind. Um den Klienten gerecht zu werden, reicht oft eine Hilfe im Haushalt nicht aus. Sie brauchen Fachpersonal, welches eine sehr gute medizinische Ausbildung genossen hat.

Darüber hinaus wünscht man sich vor Ort eine Ausbildung und Qualifizierung in allen Bundesländern gleich, da hier bundesländerspezifisch große Unterschiede bestehen. Das könnte flächendeckende und einheitliche Qualifizierungen der MitarbeiterInnen möglich machen.

Wünschenswert wäre weiterhin, dass z.B. die examinierten Pflegekräfte, die jetzt aus der Ukraine zu uns kommen, schnell und unbürokratisch anerkannt werden können. „Das sind ungenutzte Ressourcen, was für uns nicht gewollt sein kann, ebenso wie für die UkrainerInnen, die gern arbeiten möchten“, so die Pflegedienstleitung. Dies entspricht einer Forderung im Koalitionsvertrag von RLP. Hier ist ein Anerkennungsverfahren in Planung, durch das Präsenzkräfte, die legal mit einer sogenannten A1-Bescheinigung in Deutschland arbeiten, eine Qualifizierung in Anspruch nehmen können“.

Weiterhin möchte man auch das Berichtswesen auf neue Füße stellen. „Es ist wichtig, dass die Menschen im Alter so lange wie möglich und so gut wie möglich in ihrem Umfeld leben können. Dazu gehört es, den Ausbau komplementärer Angebote zu fördern. Das Angebotsspektrum der Johanniter in Bad Breisig unterstützt dies hervorragend, so können ältere Menschen ihren Haushalt aufrechterhalten, Nachbarschaft und Gemeinschaft bewahren und es wird Vereinsamung verhindert.“

Zum Abschluss des Gespräches dankte die Abgeordnete dem Team und deren MitarbeiterInnen ausdrücklich für Ihren Einsatz. Die angesprochenen Punkte gilt es jetzt, politisch anzugehen und auf deren Realisierbarkeit zu prüfen.

Pressemitteilung des

Büro von Susanne Müller

V.li. Pflegedienstleitung Frau Abel, MdL Müller, Stellv. Pflegedienstleitung Frau Evert. Foto: privat

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