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Planungs- und Auftragsangelegenheiten im Mittelpunkt der Ratssitzung in Waldorf

Planungen für eine Photovoltaik-Freiflächenanlage

Planungen für eine
Photovoltaik-Freiflächenanlage

Im Erdgeschoss des Kindergartens in Waldorf wird in den Sommerferien der Fußboden erneuert.Foto: WER

02.05.2017 - 12:15

Waldorf. Bereits bei der Neuaufstellung des regionalen Raumnutzungsplanes Mittelrhein-Westerwald hat sich die Ortsgemeinde Waldorf für die Erschließung alternativer Energiequellen ausgesprochen. Damit sollte ein Beitrag zur Energiewende und zum Klimaschutz geleistet werden. Bereits damals liebäugelte man damit, auf der derzeitigen Kiesabbaufläche „Auf Staudig“ eine großflächige Photovoltaik-Freiflächenanlage zu errichten, die der Gemeinde Pachterträge bringen sollte. Von der Lage her bietet sich diese Fläche geradezu an: Südlage, weitab von einer Bebauung, schnelle Einspeisung ins bestehende Stromnetz (Umspannanlage des RWE in der Nähe). Wie Ortsbürgermeister Hans Dieter Felten bei der Gemeinderatssitzung am 26. April 2017 erklärte, habe ein Interessent schon großes Interesse gezeigt, worauf auch bereits ein „runder Tisch“ bei der Kreisverwaltung Ahrweiler stattgefunden habe.

Dabei seien die erforderlichen Planungen und Untersuchungen be¬sprochen worden, die hierzu erforderlich seien. Nach dem RROP Mittelrhein-Westerwald kann auf ehemaligen Rohstoffabbauflächen im Rahmen der Nachfolgenutzung eine solche Planung in Betracht kommen, wenn die Belange des Natur- und Artenschutzes und Auf¬lagen der Rekultivierung bzw. Renaturierung dabei beachtet werden. In jedem Fall müssen der Flächennutzungsplan angepasst und ein Bebauungsplan aufgestellt werden. So ist eine anlagenbezogene Vorprüfung (Raumbedeutsamkeit/Umweltverträglichkeit) im Rahmen der Fachplanung vorzunehmen und eine landesplanerische Stellungnahme bei der Kreisverwaltung Ahrweiler zu beantragen. Da hierzu auch eine artenschutzrechtliche Bewertung mit Landschaftsbildbetrachtung vorgenommen werden muss (alle vier Jahreszeiten müssen hinsichtlich Flora und Fauna bewertet werden), möchte die Ortsgemeinde Waldorf keine Zeit verlieren und beauftragte die Verwaltung, Angebote für einen Planungsauftrag einzuholen.

Einen weiteren zentralen Punkt bildete die Sanierung der Vinxtbachmauern im Bereich der Straßen Am Buhr/Am Weiher. Das mit der generellen Überprüfung der Ufermauer und der erforderlichen Sanierungen beauftragte Ing.-Büro hatte mitgeteilt, dass hierzu auch eine hydraulische Berechnung der Leistungsfähigkeit des Vinxtbaches erforderlich sei und hatte diese Leistung angeboten, wonach Kosten in Höhe von 9.186,80 Euro (für die Ortsgemeinde die Hälfte = 4.593,40 Euro) entstehen. Der Rat vertagte hierzu die Entscheidung, da hier im Vorfeld noch Fragen der Anrechenbarkeit dieser Kosten bei der Aufstellung des Hochwasserschutzkonzeptes der Verbandsgemeinde Bad Breisig geklärt werden sollen.

Auch das Parken im Bereich der Broosstraße war wiederholt Gegenstand der Beratungen des Gemeinderates. Da hier Gespräche nicht zum gewünschten Ergebnis führten, soll jetzt nach dem Willen des Rates für drei Monate ein eingeschränktes Halteverbot angeordnet. Dieses Halteverbot erstreckt sich vom Vinxtbach bis in Höhe der Anwesen Broosstraße 5/6. Dabei sollen fünf Parkbuchten mit Farbspray zunächst nur an den Ecken markiert werden.

Einem Antrag der Deutschen Telekom auf Rückbau der öffentlichen Telekommunikationseinrichtung in der Eulengasse (Vinxtbachhalle) lehnte der Rat ab. Er besteht darauf, dass der Standort erhalten bleibt. Die bestehende Spielburg auf dem Kindergartenspielplatz soll erneuert werden. Hierzu bewilligte der Rat einen Zuschuss in Höhe von bis zu 10.000 Euro. Auch der Förderverein des Kindergartens will einen mehrere Tausend Euro umfassenden Betrag hierzu aufbringen und sich um weitere Sponsoren bemühen, wie Ortsbürgermeister Felten mitteilte.

Im gemeindeeigenen Geräteschuppen soll es jetzt weiter gehen. Nach erfolgtem Stromanschluss will jetzt der Seniorenarbeitskreis die Elektroinstallation durchführen und den Vorplatz befestigen. Der Ortsbürgermeister gab einen Überblick über den augenblicklichen Stand der Zaunsanierungsarbeiten auf dem Sportplatzgelände sowie über Einrichtung eines öffentlichen WLAN-Netzes an und in gemeindeeigenen Gebäuden in der Verbandsgemeinde.

Zudem vergab der Rat insgesamt Aufträge zur Erneuerung des Fußbodens im Erdgeschoss des Kindergartens und für Malerarbeiten in Höhe von rund 15.000 Euro. Die Arbeiten sollen in den Sommerferien des Kindergartens durchgeführt werden. Hier müssen aber zuvor noch die Räumlichkeiten ausgeräumt werden, wozu um Mithilfe gebeten wurde.

Ferner gab der Ortsbürgermeister noch einen Sachstandsbericht über die Sanierung des Bolzplatzes und er informierte auch, dass aus Gründen der Verkehrssicherheit am Vinxtbach in Richtung Gönnersdorf etwa 22 Bäume „stark zurückgeschnitten“ und ein Baum gefällt werden muss.

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Kommentare

Vorstand neu gewählt

Gregor Holschbach:
Somit ist der Wahlkampf zur Kommunalwahl 2019 eröffnet. Schön, dass sich hier mal jemand traut Verantwortung zu übernehmen und auch sieht, dass es so mit der Stadt Dierdorf nicht weitergehen kann. Ich hätte mir diesen Schritt schon viel früher gewünscht. Eine Ablösung der Stadtführung statt jahrelanges Warten auf einen Neuanfang. Von daher gilt es, solche engagierten Demokraten wie Herrn Scheyer zu unterstützen, egal welcher Parteifarbe man angehört. Denn auch wenn wir alle wissen, dass vorangegangene "Versprechen" meist "Versprecher" sind oder durch Uneinigkeit, Neid oder Missgunst in gewissen Räten nicht umsetzbar sind, kann es ab 2019 mit einem Wechsel in der Stadtführung doch nur besser werden für Dierdorf! Herr Scheyer, viel Glück!
Uwe Klasen:
Dazu die SPD-Politikerin Karen Taylor: „Heimat bezeichnet bloß die Rückbesinnung auf ein Deutschland, das es so nie gegeben hat“
juergen mueller:
Man muss KEINE großen Umwege machen, um den WERT eines Baumes zu erkennen - das ist mit einer Aufforstung NICHT vergleichbar. Eine 100jährige Buche hat 600 000 Blätter = 1 500 m2 Blattoberfläche - entnimmt jährlich 6 Tonnen giftiges CO2 - 1 Tonne Feinstaub aus der Luft - spendet 4,5 Tonnen Sauerstoff zum Atmen u.das mindestens 150-200 Jahre lang - verdunstet täglich bis zu 400 Liter Wasser u.kühlt ihre/unsere Umgebung um 2-3 Grad ab. Um diese Wirkung zu erzielen,müssen 2000 Jungbäume mit je 1,5 m3 Baumkrone gepflanzt werden. Zur Werterrechnung eines Baumes gehören zusätzlich seiner Sauerstofferzeugung,Klima- u.Wasserregelung u.nicht nur das. Landwirtschaftliche Rekultivierung hört sich immer gut an, dauert Jahre/Jahrzehnte,dient nur einer Beruhigung,die viele von uns als Betroffene positiv NICHT mehr erleben werden,denen Lebensqualität,Erholungswert ganz einfach entzogen wurde,von den Auswirkungen auf NATUR/UMWELT ganz zu schweigen.Fakten werden von der Politik ignoriert - wie immer.
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