Politik | 01.10.2019

BUND fordert mehr Einsatz der kommunalen und kreisweiten Politik

Radweg Fuchshofen-Schuld als Stiefkind im Kreis Ahrweiler?

Klimaneutrale Mobilität hat Vorrang - BUND will sich verstärkt für die schnellere Planung und den Lückenschluss im Radwegenetz einsetzen

Teilnehmer der BUND-Klima-Radtour mit Erstem Beigeordneten Udo Seifen in der Mitte.Fotos: Winfried Sander

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Warum geht es beim Lückenschluss des Radwegenetzes zwischen Fuchshofen und Schuld so schleppend voran? Zu dieser Frage führte die BUND-Sternfahrt mit dem Rad die gut 25 Teilnehmer aus dem gesamten Ahrkreis zunächst zum Bahnhof in Ahrbrück. Andreas Owald und Winfried Sander vom BUND konnten dort die Klima-Radler im Rahmen des Stadtradelns Bad Neuenahr am kühlen Morgen begrüßen. Auf der Strecke erwartete die engagierte Gruppe allerdings ein angenehmer Spätsommertag. Über die noch ziemlich neue Radbrücke in Ahrbrück ging es auf die 15 km lange Strecke nach Schuld – an mehreren Haltepunkten immer die Umwelt im Blick. Erläuterungen zu den Grünstreifen an vielen Teilen des Radweges als Querungshilfen für Kleinlebewesen; Hinweise zu Maßnahmen von Rückhaltefläche für das Ahrhochwasser in Liers; ehemalige Planungen zu einem Feriendorf in Hönningen: gute Idee, aber schlechter Ort wegen des Kaltluftabflusses im Ahrtal; Dümpelfeld als ehemals bedeutsames militärstrategisches Gleisdreieck in der Bahngeschichte; dann die Eingänge zu Bergbaustollen am Radweg in Insul als Hinweis auf den ehemaligen Erzbau in der Eifel und schließlich das Treffen mit Udo Seifen, Erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde Adenau, am Abzweig des Radweges nach Bad Münstereifel und zugleich Ende des ausgebauten Teils des Ahr-Radweges!

Seifen stellte die inzwischen historischen Planungen für den Bau des fehlenden Teilstückes mit Worten im Lärm des Verkehrs und später in der Daubiansmühle in Ruhe auf einer Planungskarte die Trassenvarianten des zuständigen Landesbetriebes Mobilität (LBM) dar. Gründe für die zeitlichen Verzögerungen sind laut Seifen die komplizierten örtlichen Verhältnisse im Relief des Tales, die zu berücksichtigen ebenso komplizierten Besitzverhältnisse an den benötigten Flächen und nicht zuletzt die rechtlich abgesicherten Ansprüche des Naturschutzes in einem wertvollen Raum – nicht zu vergessen die unzureichende personelle Ausstattung beim LBM in Cochem, um schneller die Planungen voranzutreiben.

5 Millionen Euro für 5 Kilometer Radweg

Aus der Gruppe der Radfahrer, darunter auch eine Reihe von Bürgern aus Schuld, wurde die Argumentation ergänzt durch Kritik, an der für sie nicht hinreichenden Unterstützung aus Ahrweiler für den am Rand liegenden Bereich des Kreises. Auch die zu geringe Unterstützung aus der Verwaltung der Verbandsgemeinde Adenau wurde beklagt. Die Kosten für die Planungen und den Bau des fünf Kilometer langen Radweges zu Preisen von 2016 hat Seifen mit fünf Millionen Euro beziffert, die Fertigstellung der Strecke bis nahe an 2025 angedeutet … und das nur, wenn die Finanzierung zum Landkauf und der Bauarbeiten aus Bundes- und Landesmitteln gesichert ist.

Für Owald und Sander vom BUND gilt mit den Bürgern, dass die klimaneutrale Mobilität Vorrang haben muss und daher auch die Prioritäten bei den dazugehörigen Infrastrukturmaßnahmen im Land neu zu setzen sind: „Der Radwegebau darf im Kreis Ahrweiler nicht Stiefkind in der ländlichen Eifel sein.“ Der BUND wird sich verstärkt mit anderen Gruppen für die schnellere Planung und den Lückenschluss im Radwegenetz zwischen Fuchshofen und Schuld einsetzen.

Pressemitteilung

BUND-Kreisgruppe Ahrweiler

Udo Seifen erklärt die mögliche Trassenführung des Radweges.

Udo Seifen erklärt die mögliche Trassenführung des Radweges.

Teilnehmer der BUND-Klima-Radtour mit Erstem Beigeordneten Udo Seifen in der Mitte.Fotos: Winfried Sander

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  • Kiefer: Wenn ich sehe wie viele von Landershofen runter nach Ahrweiler ohne Beleuchtung fahren dann wird es mir schlecht. Jeden Morgen dasselbe Spiel

Sternsinger bringen Segen

  • Ulrich Manns : Sehr beeindruckend das Engagement! Eine schöne Kultur, die man unbedingt unterstützen sollte. Danke an alle Beteiligten ???
  • Anne: Wie gut, das jetzt keine Dorfkirmes ist am 19. Januar. Da gäbe es dann eher ein traditionelles Hahneköppen in ausgelassener Stimmung unmittelbar neben dem Tatort anstatt einer Mahnwache…
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