Politik | 11.02.2022

Bundestagsabgeordneter Dr. Thorsten Rudolph (SPD)

Schausteller sprechen mit Rudolph über Corona-Förderrichtlinien

V.li. Steuerberater Holger Wilmes, Patrick Arens (Vizepräsident des BSM), MdB Thorsten Rudolph, Achim Müller (Vorsitzender des Markt-, Reise- und Schaustellerverbandes Rheinland-Pfalz) und Werner Hammerschmidt (Hauptgeschäftsführer des BSM). Quelle: Wahlkreisbüro Dr. Thorsten Rudolph

Koblenz. Die Corona-Pandemie hat viele Unternehmen hart getroffen. Das gilt auch für die Schausteller in Koblenz und der umliegenden Region. Denn in den vergangenen beiden Jahren sind viele Volksfeste und Märkte abgesagt worden. Zwar haben die staatlichen Hilfen vielen Schaustellern in dieser Lage sehr geholfen, dennoch stellten und stellen die Förderrichtlinien einige Familien vor Probleme. Um diese zu erörtern, trafen sich jetzt Repräsentanten von Schaustellerverbänden mit dem SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Thorsten Rudolph.

Konkret ging es Achim Müller, dem Vorsitzenden des Markt-, Reise- und Schaustellerverbandes Rheinland-Pfalz, Patrick Arens, dem Vizepräsidenten des Bundesverbandes Deutscher Schausteller und Marktkaufleute (BSM), sowie BSM-Hauptgeschäftsführer Werner Hammerschmidt um Schaustellerfamilien. Oft hätten die einzelnen Mitglieder dieser Familien jeweils ein eigenes, rechtlich selbständiges Unternehmen. So würde etwa ein Familienmitglied ein Fahrgeschäft betreiben, ein anderes ein Essgeschäft, ein drittes einen Schießstand. Wenn nun bestimmte Merkmale erfüllt seien, wie beispielsweise eine gemeinsame Adresse, dann würden diese Unternehmen als „verbundene Unternehmen“ gelten und dürften nur einen einzigen Antrag stellen. Wie das Geld dann aufgeteilt wird, müssten die Familien intern klären. Und hier liege das Problem: Diese Regelung gelte auch für den Fall, dass die Familienmitglieder geschäftlich ihre eigenen Wege gehen oder untereinander zerstritten sind. Es gebe im Rahmen des Förderprogramms zurzeit keine Möglichkeit, die Vermutung, dass es sich hier um ein verbundenes Unternehmen handelt, zu widerlegen. Müller sieht hier diverse Möglichkeiten, wie der Gegenbeweis geführt und die unabhängige unternehmerische Tätigkeit belegt werden könne.

Thorsten Rudolph hat sich die Schilderung des Problems sehr genau angehört. „Die staatlichen Corona-Hilfen haben vielen Schaustellern sehr geholfen. Die Förderrichtlinien sind aber, wie bei allen anderen Förderprogrammen auch, so formuliert, dass sie einerseits bei einer großen Menge an Anträgen ein zügiges und einfaches Antragsverfahren gewährleisten, andererseits aber auch einen Missbrauch ausschließen sollen. Dass es dabei zu Härtefällen kommen kann, ist verständlich. Diese Fälle muss man sich genau ansehen“, so Rudolph, der froh war, dass die Schausteller ihm ihre Probleme schilderten.

Thorsten Rudolph hat den Schaustellern daher zugesagt, sich mit ihrem Anliegen an das Bundeswirtschaftsministerium zu wenden, um rauszufinden, ob eine entsprechende Anpassung der Richtlinien in der Praxis möglich ist. „Gerade vor dem Hintergrund, dass die Schausteller wegen der Pandemie noch immer keine Planungssicherheit haben, wäre es natürlich wünschenswert, dass die Beantragung und Auszahlung von Fördermitteln für sie möglichst einfach und praktikabel ist. Gleichzeitig ist es aber auch wichtig, dass solche Regelungen rechtssicher sind und Betrug wirksam verhindern. Es wäre schön, wenn man hier eine gute Lösung finden könnte.“

Pressemitteilung des

Wahlkreisbüro von

Dr. Thorsten Rudolph

V.li. Steuerberater Holger Wilmes, Patrick Arens (Vizepräsident des BSM), MdB Thorsten Rudolph, Achim Müller (Vorsitzender des Markt-, Reise- und Schaustellerverbandes Rheinland-Pfalz) und Werner Hammerschmidt (Hauptgeschäftsführer des BSM). Quelle: Wahlkreisbüro Dr. Thorsten Rudolph

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
12.02.202210:30 Uhr
Gabriele Friedrich

Genau ! Es wird alles auf Corona geschoben. Kaum noch gibt es Traditionen, die gehalten wurden. Da hat doch dann auch keiner mehr Lust auf die Kirmes zu gehen. Viele Schausteller sind ja nun auch schon älter und müssen sich überlegen, wie es weitergeht, ob ein Nachwuchs da ist, etc.
Nichts ist mehr wie es war- und genau das vermissen die Menschen, sind Politikverdroßen und frustriert ob der fehlgeleiteten Städteplanungen und schwachsinnigen Entscheidungen derer, die sich überall klug äußern und fein posiert fotogrfieren lassen. Hauptsache, sie werden erwähnt.

11.02.202217:42 Uhr
juergen mueller

BlaBlaBla. Corona hat das Schaustellergewerbe hart getroffen. Aber nicht nur dadurch. Schon vergessen. Koblenz eine Stadt, in der das Schaustellergewerbe in den letzten Jahren dank einer traditionsvernichtenden Stadtpolitik eine Schlappe nach der anderen hinnehmen muss.. Alten Traditionen, wie Kirmes u. Zirkus, hat man den Garaus gemacht, indem man ihnen ihre jahrzehntelangen Standorte weggenommen, sie von einer Ecke in die andere geschoben hat, bis alles tot war. Das gleiche geschieht mit dem Wochenmarkt, den man, wie in früheren, längst vergangenen Jahren aus der Altstadt verbannt hat, wo er hingehört. Wenn Koblenzer Politiker von Tradition reden, dann meinen sie nur noch den Fasching, ein auf Profit ausgerichtetes Event, wo die sich verlustieren, die ansonsten zum Lachen in den Keller gehen. Ich hoffe nur, dass Herr Rudolph sich alles das genau notiert, was er zusagt, wobei Zusage nichts mit Versprechen zu tun hat. Oder doch? Man kann sich ja auch versprechen bzw. versprochen haben

Neueste Artikel-Kommentare
  • Daniela Jacobs: Auch Fußgänger ????? sollten beachtet werden!Wenn jeder nur ein bisschen, wäre vieles einfacher!
  • K. Schmidt: Die nächste Demo, gerade wenn sie sich an Familien richtet, sollte dann mal unter dem Motto stehen: "Fahrradhelme für alle!"

Kruft: Zwischen Dauerkritik und Tatendrang

  • Rolf Stern : Der Text wirkt weniger wie eine Einordnung, sondern eher wie der Versuch, berechtigte Kritik abzuwürgen. Gerade bei öffentlichen Geldern ist Nachfragen keine Dauerschleife, sondern demokratische Pflicht.
  • Andreas Lung: Liebe Frau Schumacher, Sie haben offensichtlich überhaupt nicht verstanden, worum es geht.
  • Thomas Sebastian Napp: Ich kann der Gemeinde zu dieser Aktion nur gratulieren. Vor allem den Bauhofmitarbeitern muss ich hier ein Lob aussprecheb. Gleichzeitig kann ich es nicht verstehen, dass eine große Naturfläche auf dem...
Dauerauftrag 2025
Dauerauftrag Imageanzeige
Kleinanzeigen
Innovatives rund um Andernach
Koblenz blüht
Anlagenmechaniker
Hasenhoppeln & Heimatshoppen
Kreishandwerkerschaft
Container Anzeige
Osteraktion
Empfohlene Artikel
Petra Schneider. Foto: privat
25

Kreis Ahrweiler. Am 23. April 2026 ist es wieder so weit: Der bundesweite Girls‘ Day/Boys‘ Day bietet jungen Menschen die Gelegenheit, spannende Einblicke in verschiedene Berufsfelder zu erhalten. Auch die CDU-Landtagsfraktion beteiligt sich erneut an diesem Aktionstag und lädt Schülerinnen und Schüler ein, einen Blick hinter die Kulissen der Landespolitik zu werfen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild.
446

Aufgrund von Wartungsarbeiten muss´die Stromversorgung zeitweise eingestellt werden

Kein Strom in Sinzig-Westum und Löhndorf

Sinzig. Am Dienstag, 14. April, führt die Rhein-Ahr-AöR Arbeiten an der Wasserversorgung in Sinzig-Westum durch. Zur Sicherheit der Arbeiter muss dazu ein Mittelspannungskabel der Energienetze Mittelrhein (enm) zeitweise abgeschaltet werden.

Weiterlesen

Pfarrer Dr. Arno-Lutz Henkel.  Foto:privat
15

Allgemeine Berichte

EIN-Spruch: Fest(e) der Befreiung

Vom 01.-09. April wird die jüdische Pessach Woche begangen, die nahezu zeitgleich zusammenfällt mit der von den Christen begangene Kar- und Osterwoche. Durch Jesus bedingt hängen beide Festtraditionen, auch inhaltlich, miteinander zusammen.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: pixabay.com
426

Leserbrief zu „HeimatCheck: Bad Neuenahr: Zu viele unangeleinte Hunde im Stadtgebiet?“

Leserbrief: „Das ist keine Tierliebe, das ist Egoismus!“

Ich bin fast 75 Jahre alt. Seit meinem 17. Lebensjahr habe ich Hunde. Zwei dieser Hunde wurden von unangeleinten Hunden angefallen, und so schwer verletzt, dass sie nur durch hohe tierärztliche Kunst gerettet werden konnten. Beide hatten ihr Leben lang mit den Folgen zu kämpfen.

Weiterlesen

Dauerauftrag
Daueranzeige
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Alles rund ums Haus
Auftrag, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Doppelseite PR/Anzeigen
Maschinenbediener, Staplerfahrer
Rund ums Hause Mayen/Mendig
Vortrag: Arthrose des Hüft- und Kniegelenk
fit für`s Alter?
Kreishandwerkerschaft - Anzeige Pool
Rund ums Haus
Anzeigenauftrag FMP-1P9L0-AD-351131
Koblenz blüht // Frohe Ostern 2026
Anzeige KW 14
Unterstützeranzeige
Imageanzeige - Ostern
Stellenanzeige Personalreferent/in
Stellenanzeige Kita