Schule im Wandel: Gespräch zu Ganztag und Schulentwicklung in Remagen -Susanne Müller im Gespräch
Remagen. Wie sieht Schule heute aus – und was braucht sie, um allen Kindern gerecht zu werden?
Diese Fragen standen im Mittelpunkt eines Besuchs der Landtagsabgeordneten Susanne Müller (SPD) an der St.-Martin-Grundschule Remagen.
Im Austausch mit Schulleiterin Cathrin Neukirchen ging es um aktuelle Herausforderungen im Schulalltag.
Ein Schwerpunkt des Besuchs lag auf dem Thema Schulentwicklung sowie auf den Rahmenbedingungen von Bildung und Erziehung in der Grundschule. Auch Fragen der Gestaltung des Ganztagsunterrichts – etwa der Einsatz von Honorarkräften, der Verwaltungsaufwand oder die Personalgewinnung – wurden im gemeinsamen Gespräch thematisiert. Schulrechtliche und strukturelle Vorgaben stellen Schulen dabei vor organisatorische Herausforderungen, wie Cathrin Neukirchen erläuterte. Gleichzeitig wurde im Gespräch deutlich, dass die Weiterentwicklung der Ganztagsschule eine wichtige Rolle spielt, um der zunehmenden Heterogenität der Schülerschaft gerecht zu werden und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu unterstützen.
Zugleich machte Neukirchen deutlich, wie sehr ihr die Weiterentwicklung von Schule und Unterricht am Herzen liegt. Ihr Ziel ist eine Ganztagsschule, die einen Beitrag zu Bildungsgerechtigkeit leistet und alle Kinder individuell fördert. „Ganztagsschule ist für mich ein zentraler Schlüssel zu mehr Bildungsgerechtigkeit. Sie kann Kindern unabhängig von ihrem familiären Hintergrund mehr Zeit, Unterstützung und individuelle Förderung ermöglichen“, betonte die Schulleiterin. Auch wenn viele gute Ansätze im Alltag an zeitliche und strukturelle Grenzen stoßen, nehmen sie und ihr Kollegium sich dennoch bewusst Zeit, um Schule weiterzudenken und konkrete Projekte voranzubringen.
Ein weiterer Punkt des Gesprächs war der Wunsch nach einem stärkeren Zusammenwirken multiprofessioneller Teams. Neben Lehrkräften mit sonderpädagogischem Fachwissen brauche es mehr Sozialarbeiterinnen, Schulpsychologinnen und weitere Fachkräfte, um allen Kindern gerecht werden zu können, die zusätzliche Unterstützung benötigen.
„Gespräche wie dieses machen deutlich, mit welchen organisatorischen und pädagogischen Herausforderungen Schulen im Alltag umgehen. Diese Einblicke sind eine wichtige Grundlage für weitere fachliche Überlegungen und sollen einfließen in Überlegungen, Schule weiter zu entwickeln, inklusive Strukturen zu stärken dabei aber auch die Arbeitsbelastungen und die Rahmenbedingungen von schulischem Lernen bei den Lehrer*innen und Erzieher*innen im Auge zu haben. Das gilt auch für die Rahmenbedingungen von schulischem Lernen der Lernenden“, fasst Susanne Müller das Gespräch zusammen.
Pressemitteilung Büro Susanne Müller
