Politik | 10.01.2023

Landtagsabgeordnete Susanne Müller (SPD)

„Seelengärten“ – Flutbewältigung und Raum für Begegnung

Susanne Müller (SPD) die Künstlerinnen Almuth Leib und Margarete Gebauer. Quelle: Büro von Susanne Müller

Remagen.Jüngst besuchte die Landtagsabgeordnete Susanne Müller (SPD) die Künstlerinnen Almuth Leib und Margarete Gebauer in Remagen, die ihr das Projekt „Seelengärten“ näherbrachten. Dahinter verbirgt sich eine Idee der Künstlerin Margarete Gebauer unterstützt durch Almuth Leib, die Raum für Begegnung und zugleich Trauerbewältigung eröffnet. Die Künstlerinnen berichteten von ihrer Idee, für die Opfer der Flutkatastrophe künstlerisch gestaltete Orte in der Natur zu schaffen – mit eigens dafür gestalteten Bänken sowie einen Baum zu pflanzen, für jedes der verstorbenen Flutopfer. Die Gedenkstätten sollen luftig, offen und einladend gestaltet sein und könnten dezentral an verschiedenen Orten im Kreis und im Flutgebiet sein.

Es ist die Idee der Künstlerinnen, damit Plätze zur Begegnung zu schaffen - die abseits von einem Friedhof, einladen zu reden, zu entspannen, zu bewältigen, die eigene Seele baumeln zu lassen und vielleicht auch die Gedanken in die Zukunft lenken. „Gemeinsam lässt sich manches Schicksal besser überstehen“, so Almut Leib und Margarete Gebauer. Sie wünschten sich, dass die Bäume, die drumherum gepflanzt werden würden, blütenreich und laubschön sein könnten und zum Nachdenken und der Besinnung einladen.

Die Künstlerinnen suchen nun Grundstücke und Plätze, an denen diese Orte der Begegnung entstehen, sowie Investoren und Patenschaften, die das Projekt mit übernehmen würden. Die Landtagsabgeordnete unterstützt die beiden Künstlerinnen gern, da neben dem Wiederaufbau und den psychosozialen Netzwerken, die es gibt, Trauerbewältigung für die Region wichtig und elementar ist:

„Viele Menschen sind bei traurigen oder gar traumatischen Erlebnissen lange nicht bereit dazu, über das Erlebte zu kommunizieren oder sich darüber auszutauschen. Das vorliegende Projekt könnte Orte der Erinnerung schaffen und Menschen in der Region helfen, mit und durch die Kunst der Trauer Raum zu geben und gleichzeitig Raum für Austausch und Begegnung zu schaffen“, so die Landtagsabgeordnete.

Die Bänke sollen von betroffenen KünstlerInnen der Region gestaltet werden. Dazu findet eine Ausschreibung statt, die einen Wettbewerb von KünstlerInnen des Berufsverbandes Bildender KünstlerInnen einleitet. Eine Jury wird die schönsten Projekte auswählen und die Plätze könnten so jeweils individuelle Konzepte und Gestaltungsideen selbst finden und entwickeln. So entstehen entlang der Ahr wunderschöne, lebendige Begegnungsstätten, die helfen das gemeinsame Schicksal zu tragen. Die Künstlerinnen und die Landtagsabgeordnete rufen also dazu auf: Wer ist in der Region bereit, Grundstücke/öffentliche Plätze und Orte gemeinsam mit den Künstlerinnen zu gestalten und diese Idee mitzutragen und zu fördern? Interessierte werden gebeten, sich direkt bei der Landtagsabgeordneten zu melden, die dann gern den Kontakt zu den Künstlerinnen vermittelt. Beide Künstlerinnen hatten schon zahlreiche Ideengeber und prominente Menschen angeschrieben, die diese Idee bereits unterstützen. Nun werden noch dringend die dafür notwendigen Orte und Plätze gesucht. Alle drei Frauen sind sich einig: „Gemeinsam möchten wir diese Idee im Kreis Ahrweiler verwirklichen und damit auch einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass neben dem Wiederaufbau auch die Seele und die Psyche gesunden. In der Natur entstehen gemeinsame Orte der Begegnung und des Gedenkens die künstlerisch gestaltet werden und damit zu ganz besonderen Orte der Auseinandersetzung mit der Trauer und dem was neu entstehen kann werden“.

Pressemitteilung des

Büro von Susanne Müller

Susanne Müller (SPD) die Künstlerinnen Almuth Leib und Margarete Gebauer. Quelle: Büro von Susanne Müller

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare

WiderSPRUCH: Das neue Kleid von Sankt Laurentius

  • Andreas Ludwig-Koch: Sehr geehrte Frau Schmitz, Ihre Ausführungen haben weniger mit Religionswissenschaft u. neutraler Historiographie zu tun, als mit protestantischer Hermeneutik. Die frühchristliche Eucharistie war zwar...
  • Dietmar Muenster: Alles in allem bin ich sehr enttäuscht,was ist aus der schönen Kirche bloß geworden?
  • Anna-Maria Smits : Sehr geehrter Herr Pacyna-Heinen , Was ist der Sinn dieser verspäteten Kritik? Wissen Sie wieviel Arbeit es ist, eine Kirche zu restaurieren? Unsere Martin-Luther-Kirche ist von der Wiedereröffnung noch weit entfernt.
  • Vali: Woher willst du denn wissen, wie alt der oder die Täter war(en)? Weißt du mehr als die Polizei?
  • Bea: Es wird immer schlimmer, die Täter immer jünger. Was für eine Erziehung hatten die Jugendlichen?

Ausflug zum Albertinum nach Mendig

  • Herbert und Hannelore Theiler!: Wir hatten alle einen schönen Tag im Albertinum geselliges beisammen sein! Das Museum war sehr interessant mit der Vielfalt an Steinen Sammlungen! Das Essen und die Getränke waren genug vorhanden! Auch der Kaffee und Kuchen haben allen geschmeckt!
Ausbildung zur/zum Kauffrau-/mann für Büromanagement (m/W/D)
Maifeld
Lossprechungsfeier der KFZ Innung Ahrweiler
Karneval in Oberbreisig
Remagen feiert Karneval
Karneval in der Grafschaft
Karneval in der Grafschaft
Karneval in Walporzheim
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel

Andernach. Am Freitag, 30. Januar 2026, wurde die bisherige stellvertretende Schulleiterin des Kurfürst-Salentin-Gymnasiums, Frau Beate Falterbaum, offiziell zur Schulleiterin ernannt. Das entsprechende Schreiben überreichte die zuständige Referentin der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD), Frau Backmann, im Anschluss an die Ausgabe der Halbjahreszeugnisse im Beisein einiger Kolleginnen und Kollegen.

Weiterlesen

Fairtrade-Town Andernach setzt im Februar ein Zeichen für fairen Handel

Andernach beteiligt sich an internationaler Fairbruary-Kampagne

Andernach. Der Februar steht im Zeichen des fairen Handels. Mit der Kampagne „Fairbruary“ macht Fairtrade Deutschland e.V. im Jahr 2025 erneut auf die Bedeutung eines bewussten und gerechten Konsums aufmerksam. Als Fairtrade-Town beteiligt sich Andernach an der Aktion, unterstützt von der städtischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft andernach.net. An der digitalen Tafel an der Tourist-Info am Hügelchen werden Plakate gezeigt, die für fairen Handel werben.

Weiterlesen

Allgemeine Berichte

Winterwanderung rund um Kell

Kell .Am 1. Februar 2026 veranstaltete der Verkehrs- und Verschönerungsverein Kell seinen 50. Winterwandertag! Der Eifelverein Andernach nahm mit einer Gruppe Wanderern an der Veranstaltung teil. Gestartet wurde die ca. 15 km lange Rundwanderung am Bürgerhaus in Kell. Die Strecke war gut ausgeschildert worden und führte über die Wiesen und Felder und durch die Wälder rund um Kell. Unterwegs kam man...

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Rund um´s Haus
Rund ums Haus
Kreishandwerkerschaft
Essen auf Rädern
Dauerauftrag 2026
Physiotherapeut/in (m/w/d)
Dauerauftrag 2026
Messe GO meets BBS Andernach -  Bestellung Nr.: 0033082659
Stellenanzeige
Titelanzeige
Stellenanzeige Kundendiensttechniker
Bestellung Nr. 4300003040 - W100 - 606  // AZ Commodity Rheinschiene KW 5
Karneval in der Grafschaft
Heimersheimer Karnevalsumzug, 14.02.26Heimersheimer Weihnachtsmärktchen, 29. – 30.11.25
Karneval im Brohltal