Politik | 10.08.2023, 16:01 Uhr

Josef Oster, Bundestagsabgeordneter, äußert sich zur Verhaftung eines Bundeswehr-Hauptmanns, der für Russland spioniert haben soll

Spionagefall in Koblenz

Spionagefall in Koblenz
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Koblenz. Josef Ost, Bundestagsabgeordneter, äußert sich zum Spionagefall in Koblenz:

„Die Sicherheitsbehörden haben gute Arbeit geleistet. Dank ihres Einsatzes konnte der Hauptmann, der im Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) in Koblenz wegen geheimdienstlicher Agententätigkeit unter Verdacht steht, rasch identifiziert und am Mittwoch verhaftet werden. Die Mitarbeiter der Bundesbehörde haben Zugang zu sensiblen Informationen über Rüstungsprojekte – eine gründliche Spionageabwehr ist von allergrößter Bedeutung. Trotz des brisanten Vorfalls: Die überwiegende Mehrheit der Mitarbeiter handelt integer und verantwortungsbewusst. Nun muss zügig geklärt werden, ob es sich tatsächlich nur um einen Einzeltäter handelt oder ob es eventuell Mittäter oder Mitwisser gibt.

Es ist von zentraler Bedeutung, aus den sichergestellten Beweismitteln weitere Informationen zu gewinnen. Dass Russland, besonders seit Beginn des Angriffs auf die Ukraine, ein gesteigertes Interesse an westlicher Militärtechnologie haben würde, war absehbar. Wir müssen daher aus diesem Vorfall lernen und unsere Spionageabwehr daraufhin überprüfen, ob sie den neuen Herausforderungen und gesteigerten Sicherheitsbedrohungen gewachsen ist.“

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