Frauennetzwerktreffen des Landkreises Mayen-Koblenz
Starke Frauen im Dialog
Andrea Nahles (SPD) diskutierte über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf
Andernach. „Frauen müssen sich noch besser vernetzen und unterstützen!“ Das war ein Fazit der spannenden Diskussion im Schloss Namedy in Andernach. Auf Einladung der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Mayen-Koblenz, Lea Bales, diskutierten erfolgreiche Frauen über den Spagat zwischen Beruf und Familie. Auch Andrea Nahles (SPD) und Mechthild Heil (CDU) waren als Politikerinnen geladen. Andrea Nahles: „Alle Frauen haben ihre persönlichen Erfahrungen geschildert, was es heißt, mit Kindern oder Pflegeverantwortung einen Betrieb aufzubauen. Sie sind vor allem froh und stolz, diesen Weg gegangen zu sein. Und das zu Recht!“ Heide von Hohenzollern, Schlossherrin auf Burg Namedy, schilderte, dass es nur mit guten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern möglich sei, erfolgreich zu sein. Sehr offen berichtete sie, wie sie nach dem Tod ihres Mannes ins „kalte Wasser springen“ musste und nun ihren Namen zum Wohl der Burg Namedy einsetze. Petra Weinand, Inhaberin eines gutgehenden Friseursalons in Bendorf-Sayn, hat die Spannung zwischen Beruf und Familie direkt in ein Konzept umgewandelt – in ihrem Laden legt sie großen Wert auf eine flexible Arbeitszeit und weitere fortschrittliche Schritte, die den Frauen das Leben etwas erleichtern. „Dafür wurde Frau Weinand völlig zu Recht vom Familienministerium als generationenfreundlicher Betrieb ausgezeichnet“, unterstreicht Andrea Nahles. Monika Esch führt nicht nur den Hofladen ihres landwirtschaftlichen Betriebs in Moselsürsch, sie ist auch Ehefrau und Mutter und Kreisvorsitzende der Landfrauen in Mayen-Koblenz. Zuvor hatte sie jahrelang pflegebedürftige Angehörige betreut und schilderte das Hin-und-Hergerissensein zwischen den vielen Verpflichtungen sehr anschaulich. Andrea Nahles: „Ich habe über meinen Spagat gesprochen, meinen Beruf auszuüben und gleichzeitig Mutter zu sein. Viel Disziplin sowie technische Möglichkeiten wie Telekonferenzen sind notwendig, damit es funktionieren kann. Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter profitierten auch davon, da ich selbst ein Beispiel für Homeoffice bin. Klar ist aber auch: Es muss ein Umdenken auf vielen Ebenen stattfinden, damit Frauen in Zukunft nicht vor die Wahl gestellt werden ‚Kind oder Karriere‘ und sich auch nicht weiter aufreiben, wenn sie beides wollen!“ Pressemitteilung des
MdB Andrea Nahles (SPD)
