Politik | 10.01.2020

AfD-Stadtratsfraktion Andernach: Hundesteuerbefreiung für Hunde aus Tierheim

Steuerfreiheit für Tierheim-Hunde

Andernach. Hunde aus illegaler Züchtung, aus nicht tiergerechter Haltung beschlagnahmte Vierbeiner oder auch sogenannte Listenhunde, Tiere, die per Gesetz vorverurteilt werden, die pauschal als gefährlich eingestuft werden, bloß weil sie einer „falschen Rasse“ angehören, fristen oftmals ein tristes Leben im Tierheim. Obwohl es meist keinen triftigen Grund gibt, haben es solche Hunde oftmals schwerer als andere, ein neues und artgerechtes Zuhause zu finden. Bei der Überlegung einen Hund in die Familie aufzunehmen, dürfen auch die anfallenden Kosten wie Hundesteuer, Haftpflichtversicherung, Futter und Tierarztkosten nicht unterschätzt werden. So beträgt die Hundesteuer in Andernach für den ersten Hund 72 Euro , für einen „gefährlichen Hund“ 498 Euro und für einen weiteren „gefährlichen Hund“ bereits 750 Euro. Hunde, die aber für „wissenschaftliche Einrichtungen gehalten werden“, sprich Tiere, die zum Beispiel von Firmen für die Entwicklung kosmetischer Produkte offiziell gequält werden dürfen, sind kurioserweise von der Steuer befreit.

„Es kann doch nicht sein, dass Personen, die sich dazu entschlossen haben, einem Tier ein neues und besseres Zuhause zu geben, dafür auch noch über Gebühr mit einer Steuer belastet werden. Hunde bilden insbesondere für alleinstehende ältere Menschen eine wichtige Schnittstelle zu ihren Mitmenschen und beugen damit der Vereinsamung als auch dem Bewegungsmangel bei“, konstatiert Martin Esser, Vorsitzender der AfD-Fraktion im Andernacher Stadtrat.

Um den Anreiz zu vergrößern, solche Hunde erfolgreich an geeignete Interessenten zu vermitteln, fordert die AfD-Fraktion daher eine Befreiung der Hundesteuer für Halter von Hunden, die nachweislich aus einem Tierheim übernommen wurden. Pressemitteilung

AfD-Stadtratsfraktion

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
24.01.202006:58 Uhr
Martin Esser

Der von der AfD-Fraktion eingereichte Antrag wurde von SPD, CDU, Grünen, FW und FWM3 im Haupt- und Finanzausschuss abgelehnt. Frau Ulla Wiesemann-Käfer von der SPD argumentierte, dass 2018 nur 3 und im Jahr 2019 lediglich 4 Hunde an Andernacher Bürger vermittelt wurden. Zudem würde ein Hund im Jahr rund 1.000 € kosten. Auch können nicht unerhebliche Kosten für den Tierarzt entstehen. Die Hundesteuer, in Andernach beträgt diese zwischen 72,00 € und 750,00 € jährlich, sei daher kein Anreiz dafür, einen Hund aus dem Tierheim zu übernehmen. Ähnlich äußerten sich auch Herr Hauter von der CDU und Herr Schäfer von den Freien Wählern.
In bereits mehr als 140 Kommunen gibt es Modelle, die eine Steuerbefreiung oder- ermäßigung für Tierheimhunde vorsehen. So hat z.B. im Januar die SPD Salzwedel beantragt, das für Hunde, die nachweislich aus dem örtlichen Tierheim oder einer Tierschutzorganisation im Stadtbereich übernommen werden, für die ersten drei Jahre keine Steuer zahlen.

11.01.202006:54 Uhr
Wally Karl

Sehr guter Vorschlag von Herrn Esser, dem kann nur beipflichten.

10.01.202012:28 Uhr
Uwe Klasen

Guter Vorschlag, dem Tierwohl zuliebe!

Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Gunnar Lindner: Kater Foxi kam vor über zehn Jahren zu uns – halb verhungert und verwurmt. Wir haben ihn gefüttert, medizinisch versorgt und ihm warme Rückzugsorte geschaffen. Er durfte frei leben und wurde mit der Zeit...

Jetzt heimatshoppen und gewinnen

  • Margrit schuch: Wann und wo findet die Verlosung statt?
  • Marie-Luise Otten: Super Event,bei dem ich gerne dabei sein würde
Monatliche Anzeige
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Unterstützeranzeige Frank Hastenteufel
Johannes Stein
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0123#
Gegengeschäft
Maifeld
MAYA Azubi Messe
Mayener Ausbildungsmesse
Titel
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel

Zwischenfall in Horhausen: Radfahrer gefährdet Verkehr und droht Autofahrer

04.03.: Notbremsung in Horhausen: Radfahrer attackiert Autofahrer

Horhausen. Am 4. März 2026 ereignete sich in Horhausen im Westerwald ein Zwischenfall, der zu einer ernsthaften Verkehrsgefährdung führte. Gegen 11:15 Uhr stieß ein Radfahrer plötzlich und ohne Vorwarnung vom Bürgersteig auf die Fahrbahn. Ein vorbeifahrender PKW-Fahrer sah sich gezwungen, eine Notbremsung durchzuführen, um einen Zusammenstoß zu vermeiden. Diese brenzlige Situation mündete in eine heftige verbale Auseinandersetzung zwischen den beiden Beteiligten.

Weiterlesen

Turngemeinde Oberlahnstein erfolgreich bei Meisterschaften

22 Goldmedaillen in der Wintersaison

Lahnstein. Die Kunst- und Turmspringer der Turngemeinde Oberlahnstein traten sowohl bei den deutschen Masters-Meisterschaften in Köln als auch bei den Landesmeisterschaften in Trier an.

Weiterlesen

Im Theater Lahnstein startet die Reihe „Nach dem Krieg am Mittelrhein“

Zwischen Trümmern und Träumen

Lahnstein. Wie blickt eine Gesellschaft auf sich selbst, wenn die Waffen schweigen, aber die Wunden noch offen sind?

Weiterlesen

Ralf Schweiss
Dauerauftrag 2026
Dauerauftrag 2026
Kreishandwerkerschaft
Hausmeister, bis auf Widerruf
Dienstleistungen
Stellenanzeige Produktionsmitarbeiter
Küchen Image
Landtagswahl
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0123#
Teamleitung
Stellenanzeige Küchenhilfe
Landtagswahlen 2026 - Guido Orthen
Start in den Frühling
MAYA 2026
MAYA