Politik | 15.05.2019

Ein Sinziger Bürger fordert einen Bänderbaum und einen Weihnachtswunsch für sozial benachteiligte Familien

Traditionen mit Alleinstellungsmerkmal

Es kann so leicht sein, etwas Besonderes zu bewirken – Jeder muss es nur tun

Liebe Sinziger Mitbürger, wenn ich mir heute öffentlich über die Zeitung Gehör verschaffen möchte, dann deshalb, weil dies bekanntermaßen der beste Weg ist, damit gute Ideen in Sinzig auch umgesetzt werden. Eine Möglichkeit, seine Stadt für liebenswert zu halten, ist die Achtung der städtischen Traditionen. Und wenn es noch keine spezielle Tradition gibt, dann wird es Zeit, neue Traditionen mit Alleinstellungsmerkmal zu schaffen. Hierzu möchte ich zwei konkrete Vorschläge machen, die Sinzig noch ein bisschen liebenswerter machen und so hoffentlich auch beschlossen werden. Wenn nicht, liebe Sinziger, machen sie sich bitte auch stark dafür.

Erster Vorschlag: der Sinziger Bänderbaum. Bestimmt haben auch sie schon von der Kölner Brücke gehört, an der Tausende von Schlössern angebracht wurden, mit denen Pärchen ihre Liebe bekunden. Mein Sinziger Vorschlag ist ein Baum, an dem jeder Bürger ein buntes und beschriftetes Band für etwas Besonderes in seinem Leben anbringen kann. Für die Liebe, Freundschaften oder einen Menschen, der besonders geehrt werden soll. Hierzu empfehle ich den einzeln stehenden Baum auf der Sinziger Schlossparkwiese. Warum? Er ist ehrwürdig, wird jeden Tag von Touristen oder Spaziergängern besucht und zeigt zukünftig somit nicht nur den Sinzigern, dass Sinzig eine ganz besondere Stadt ist. Zeitgleich wird damit auch der Bekanntheitsgrad des Sinziger Schlossparks und des Schlosses aufgewertet.

Also liebe Sinziger: schnappt euch ein Stoffband und eine Reißzwecke, schreibt die Namen der euch Liebsten darauf und befestigt die Bänder tausendfach in allen Farben an diesem Baum – dem Sinziger Bänderbaum, den sonst niemand im ganzen Rheinland hat. Los geht’s.

Zweiter Vorschlag: der Sinziger Weihnachtswunsch. Ich weiß, wir hatten gerade erst Weihnachten – und zu dieser Zeit schlug ich dem Sinziger Rathaus bereits meine Idee vor.

Seitens des Bürgermeisters fand ich auch sofort Unterstützung, nur wusste leider kaum ein Sinziger davon. Deshalb möchte ich jetzt schon beginnen, meine Idee eher zu verbreiten.

Die Weihnachtszeit ist immer etwas Besonderes – nur leider nicht für die Kinder, deren Elternteil oder Eltern nicht das Geld haben, dem Kind einen größeren Weihnachtswunsch zu erfüllen. Auch in Sinzig gibt es genügend sozial benachteiligte Familien, bei denen dies der Fall ist. Es wird Zeit, dies zu ändern.

Ab einer von der Stadt zu veröffentlichen Anfangszeit bekommen alle sozial benachteiligten Familien oder Einzelpersonen die Möglichkeit, eine kleine Wunschkarte mit einem bestimmten Kinderwunsch und der Adresse im Rathaus zu hinterlegen. Dieser Karte wird eine Nummer zugewiesen.

Und nun zu uns übersättigten, besser verdienenden Mitbürgern. Es wird Zeit, das Besondere der Weihnachtszeit nicht nur mit zu erleben, sondern ebenso mitzugestalten.

Jeder Bürger, der einem sozial benachteiligten Kind auch ein besonderes Weihnachten gönnt, kann dann ins Rathaus gehen und kann sich einen Wunsch mit der dazugehörigen Nummer raussuchen, erfüllen und unter Angabe der Nummer beim Rathaus dann abgeben.

So bleiben die Namen und Adressen der Wunschfamilien datenrechtlich geschützt. Im Rathaus werden dann die Geschenke an die jeweils zu den Nummern gehörigen Personen ausgeteilt. Es kann so leicht sein, etwas Besonderes zu bewirken. Jeder muss es nur tun.

In diesem Sinn bitte ich alle Sinziger Bürger um die Verwirklichung und tatkräftige Unterstützung dieser beider Vorhaben.

Thomas Jödicke von Roit, Sinzig

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