Frisches Wasser an heißen Tagen für alle
Trinkbrunnen für Koblenz
Koblenz. Die aktuellen Hitzewellen machen deutlich, wie wichtig eine öffentliche Trinkwasserversorgung im urbanen Raum ist. Während in Städten wie Augsburg und Rom öffentliche Trinkbrunnen selbstverständlich zum Stadtbild gehören, ist die Zahl dieser Einrichtungen in Koblenz aktuell alarmierend gering:
Derzeit steht der Bevölkerung nur noch ein einziger Trinkbrunnen in der Jesuitengasse zur Verfügung. Bis zur Umgestaltung des Altlöhrtores versorgte ein zweiter Brunnen dort die Menschen mit kühlem, frischem Wasser – heute bleibt dieser Platz leider trocken.
Die Ratsmitglieder Christian Altmaier und Stephan Wefelscheid, MdL, haben deshalb unmittelbaren Handlungsbedarf erkannt und sich direkt an Oberbürgermeister David Langner gewandt. Nach dessen Hinweis auf die Zuständigkeit der Wasserwerke sind Altmaier und Wefelscheid mittlerweile in Kontakt mit dem lokalen Wasserversorger und den Stadtwerken und bereiten gemeinsam mit der Ratsfraktion FREIE WÄHLER einen Antrag für den Stadtrat vor.
Gerade die hochsommerlichen Temperaturen dieser Woche verdeutlichen die Notwendigkeit eines einfachen Zugangs zu Trinkwasser für alle – unabhängig vom Geldbeutel, Alter oder Aufenthaltsort in der Stadt. Viele Menschen, darunter Kinder und Senioren sowie Besucher der Stadt, sind auf solche kostenlosen Angebote angewiesen. Die Diskussion um die Klimaanpassung und lebenswerte Innenstädte rückt die Versorgung mit kostenlosem Trinkwasser immer stärker in den Fokus moderner Stadtpolitik.
Vorbild Wasserstadt Augsburg und die „Nasonis“ aus Rom
Die Ratsfraktion FREIE WÄHLER nutzte einen Besuch in Augsburg, um sich vor Ort über das UNESCO-Welterbe „Wasserstadt Augsburg“ und die dort vorbildliche Infrastruktur mit zahlreichen Trinkbrunnen zu informieren. Über die Alt- und Innenstadt hinweg finden sich flächendeckend öffentliche Wasserspender – ein Angebot, das Alltag und Lebensgefühl in der Stadt bereichert. In Rom sind die kleinen „Nasonis“, wie die charakteristischen Trinkwassersäulen genannt werden, praktisch an jeder Ecke zu finden und eine Institution für Urlauber und Einheimische gleichermaßen.
Altmaier und Wefelscheid wollen dieses erfolgreiche Modell auf Koblenz übertragen. Im Rats-Antrag wird die Installation weiterer öffentlicher Trinkbrunnen im gesamten Stadtgebiet gefordert – insbesondere an stark frequentierten Plätzen, Spiel- und Sportstätten sowie in Parks. Die Gespräche mit den Koblenzer Wasserversorgern und der Betriebsführern evm verlaufen konstruktiv und auch Oberbürgermeister David Langner (SPD) steht der Idee positiv gegenüber.
„Unser Ziel ist eine Stadt, die in Sachen Grundversorgung und Lebensqualität Maßstäbe setzt – und zwar für alle Menschen, die in Koblenz leben und zu Gast sind“, erklärt Stephan Wefelscheid, MdL. „Ein Netzwerk aus Trinkbrunnen ist dafür ein kleiner, aber sehr wirksamer Schritt.“ Christian Altmaier ergänzt: „Die Beispiele aus Deutschland und Europa zeigen, wie einfach und wirkungsvoll öffentliche Trinkwasserspender sein können. Koblenz sollte sich hier ein Beispiel nehmen und den Anschluss nicht verpassen.“
Die Ratsfraktion FREIE WÄHLER will das Thema nun entschlossen im Stadtrat verankern und setzt auf Unterstützung aus Verwaltung, Politik und Bürgerschaft. Damit Koblenz nicht nur an heißen Tagen ein Ort ist, an dem alle Zugang zu frischem Wasser haben – kostenlos, nachhaltig und jederzeit. „So könnte auch das landesweite Förderprogramm angezapft werden, damit man auch Trinkwasser in Koblenz an Brunnen abzapfen kann“, schließen Altmaier und Wefelscheid in einer Presseaussendung. Pressemitteilung Freie Wähler Koblenz
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