Prof. Dr. Stefan Sell als Sachverständiger im Bundestag
Verkomplizierung und Verschlechterung
Remagen. Stefan Sell, Professor für Volkswirtschaftslehre, Sozialpolitik und Sozialwissenschaften am RheinAhrCampus der Hochschule Koblenz in Remagen und Direktor des Instituts für Sozialpolitik und Arbeitsmarktforschung (ISAM) war kürzlich als Sachverständiger im Ausschuss für Arbeit und Soziales des Deutschen Bundestags geladen.
Anlass ist die geplante Änderung des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch, die zu einer Rechtsvereinfachung in der Grundsicherung für Arbeitssuchende („Hartz-IV-System“) führen soll.
Sell kritisiert die geplanten Gesetzesänderungen als keine wirkliche Rechtsvereinfachung, sondern als Verkomplizierung und Verschärfung, die zum einen für die Betroffenen teils massive Verschlechterungen ihrer Situation bedeuten und zum anderen, auch daraus resultierend, für die Mitarbeiter in den Jobcentern zusätzlichen Verwaltungsaufwand mit sich bringen. Die schriftliche Stellungnahme von Prof. Dr. Sell ist abrufbar unter: Deutscher Bundestag, Öffentliche Anhörungen, Änderung des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch - Rechtsvereinfachung: https://www.bundestag.de/bundestag/ausschuesse18/a11/anhoerungen/anhoerungen/214614
