Politik | 24.06.2025, 13:44 Uhr

Landtagsabgeordneter im Austausch mit Kreisgruppenvorsitzendem Petersen

Wefelscheid kritisiert neues Landesjagdgesetz

V.li. Wolfgang Petersen, Horst Gaß (Wildbeauftragter der Stadt Booppard, Schweißhundeführer), Stephan Wefelscheid mit den Jagdhunden Motte und Tammy.  Foto: : Claas Osterloh
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Koblenz. Das neue Landesjagdgesetz führt bei Jägerinnen und Jägern in ganz Rheinland-Pfalz zu Sorgen und Unruhe. Insbesondere, dass künftig verbindliche Abschussquoten seitens des Landes und der Forstämter vorgegeben werden sollen, bei deren Nichterfüllung schlimmstenfalls der Verlust der Jagdberechtigung Folge sein kann, ist für Jäger wie Wolfgang Petersen, Vorsitzender der Kreisgruppe Rhein-Hunsrück im Landesjagdverband, ein Unding: „Wir Jäger sind Naturschützer. Wir wollen den Lebensraum der Tiere erhalten und gleichzeitig die Bestandsgrößen so regulieren, dass es zu möglichst wenigen Schäden kommt. Unser Ansatz ist die waidmännische Jagd, die Hege und Pflege von Tier und Natur, auch wenn in der Öffentlichkeit gerne ein anderes Bild von uns gezeichnet wird. Uns jetzt nach Belieben der Forstämter, die schon aus wirtschaftlichem Interesse möglichst wenig Wild im Wald haben möchten, um Verbisse zu vermeiden, Abschussquoten auferlegen zu wollen, schadet diesem Ansatz. Gute, naturbewusste Jäger werden sich zurückziehen und die schwarzen Schafe, denen es nur um Abschüsse und Trophäen geht, werden noch gefördert und übernehmen die Reviere.“

Doch auch etliche weitere Punkte werden seitens der Jägerschaft kritisiert. So sei mit einer Ausweitung der Wildschadenshaftung und Einschränkungen bei gängigen Jagdmethoden zu rechnen. Funktionierende Verwaltungsstrukturen werden infrage gestellt und die Rotwildhegegemeinschaften ihrer Entscheidungshoheit beraubt. Und auch beim Wolf werde die Jägerschaft außen vor gelassen, obwohl sie hier Verantwortung tragen sollen.

Auch Stephan Wefelscheid, Landtagsabgeordneter und Vorsitzender der Stadtratsfraktion Freie Wähler in Koblenz, sieht die Novellierung des Landesjagdgesetz kritisch: „Der immense Widerstand der Jäger zeigt doch, dass dieses Gesetz nicht in die richtige Richtung geht. Dabei erfüllen die Jäger so viele wichtige Aufgaben, die sich anders kaum kompensieren lassen. Sie holen verunfalltes Wild von den Straßen, kontrollieren und regulieren die Bestände, aber betreiben auch Rehkitzrettung und aktiven Seuchenschutz etwa gegen die Schweinepest. Das können weder Land noch Kommunen einfach auffangen. Unseren Jägern derart die Pistole auf die Brust zu setzen, ist daher nicht nur unfair, sondern auch unklug. Daher bitte ich Umweltministerin Eder um Einsicht. Hören Sie auf die Jägerinnen und Jäger, lassen Sie Ihren Gesetzentwurf in der Schublade verschwinden oder besser noch, stecken Sie diesen gleich in den Reißwolf. Wir haben ein funktionierendes Landesjagdgesetz, es braucht keine derartige Novellierung.“

Pressemitteilung des

Büro von Stephan Wefelscheid

V.li. Wolfgang Petersen, Horst Gaß (Wildbeauftragter der Stadt Booppard, Schweißhundeführer), Stephan Wefelscheid mit den Jagdhunden Motte und Tammy. Foto: : Claas Osterloh

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