Politik | 15.06.2018

CDU Kreisverband Ahrweiler

Weniger Landesförderung für Kreisstraßen im Kreis Ahrweiler

Kreis Ahrweiler. Mit einem gemeinsamen Antrag hatten sich CDU und FWG in der Haushaltssitzung für den Haushalt 2018 des Kreistages Ahrweiler beteiligt, in dem sie einen Zuschlag von zehn Prozent für Kreisstraßen forderten, die wegen ihres schlechten Zustandes nach den neuen Bewertungskriterien für die Zustandserfassung einen Gesamtwert von 4,5 erreichen.

Einen solchen Zuschlag hatte es bis Ende 2014 schon einmal gegeben.

Außerdem hatten die beiden Fraktionen angeregt, dass Maßnahmen zur Instandsetzung von Kreisstraßen ebenfalls vom Land als förderfähige Maßnahmen anerkannt werden sollten.

Der Landrat sollte über den Landkreistag auf die Anpassung der erforderlichen Mittel hinwirken. Dieser Antrag wurde einstimmig, also von allen Fraktionen im Kreistag, angenommen.

Dr. Jürgen Pföhler ist dem Antrag auch gefolgt und hat in einem Schreiben an Wirtschafts- und Verkehrsminister Dr. Wissing und an den Landkreistag das Anliegen vorgetragen. Der Landkreistag unterstützte den Antrag.

In seiner Antwort erteilt Minister Dr. Wissing allerdings der Bitte einen ablehnenden Bescheid.

Er wies darauf hin, dass der Zuschlag zur Förderhöhe, der bis Ende 2014 gewährt wurde, nicht mehr erfolgen könne, da die Mittel hierfür ausgelaufen seien. Ebenso sei eine Förderung von Sanierungsmaßnahmen nur aus der allgemeinen Straßenzuweisung nach § 14 Landesfinanzausgleichsgesetz möglich und eine reine Deckschichtsanierung sei, da unwirtschaftlich, nicht förderungsfähig.

Besonders problematisch erweist sich allerdings für den Kreis Ahrweiler, dass er und der Westerwaldkreis inzwischen nur 60 Prozent der Förderung erhalten. Als Begründung wurde angeführt, dass diese beiden Kreise keine Liquiditätskredite hätten und sie nicht am kommunalen Entschuldungsfonds teilnehmen müssen. Auch die positiven Finanzierungssalden der Jahre 2014 bis 2016 würden gegen eine höhere Förderung sprechen.

Diese Antwort hatten auch die beiden Wahlkreisabgeordneten Guido Ernst und Horst Gies auf eine kleine Anfrage erhalten, in der sie nach der in diesem Jahr geänderten Förderstaffel für Landezuschüsse zum Kreisstraßenbau gefragt hatten.

19 von 24 Landkreisen erhalten weiter eine Grundförderung von 65 Prozent, vier Landkreise nur 60 Prozent und der Landkreis Mainz-Bingen 50 Prozent.

Zusätzlich würden Landkreise mit überdurchschnittlichen Kreisstraßenlängen im Verhältnis zur Einwohnerzahl eine Erhöhung des Grundfördersatzes um 5 Prozent erhalten. Das trifft auch auf zwei Kreise zu, die sonst nur 60 Prozent erhalten hätten.

Nur 60 Prozent Förderung und damit weniger als bisher erhalten somit allein der Landkreis Ahrweiler und der Westerwaldkreis.

Horst Gies und Guido Ernst weisen darauf hin, dass es sich hier wieder einmal bestätigt, dass der, der sparsam wirtschaftet, bei der Förderung dafür bestraft wird. Der Landkreis Ahrweiler hatte sich ständig um eine sparsame Haushaltsführung bemüht.

Auch die Fraktionsvorsitzenden im Kreistag Karl-Heinz Sundheimer (CDU) und Jochen Seifert (FWG) sind sehr enttäuscht, dass auch ein von allen Fraktionen im Kreistag und vom Landkreistag unterstützter Antrag hier nicht zu einer Erhöhung der Mittel geführt hat, sondern dass der Kreis durch stärkere Berücksichtigung seiner durch sparsame Wirtschaftsführung besseren finanziellen Lage in der neuen Förderstaffel noch weniger Landesmittel für die Kreisstraßen erhält.

Pressemitteilung

Guido Ernst MdL

Horst Gies MdL

Karl-Heinz Sundheimer

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Zukunft trifft Tradition KW 26
Verkaufsstart KuK
Gläser
Innovatives aus Weißenthurm
Anzeige 12 Stunden Nürburgring
Kirmes in Brohl
Empfohlene Artikel
Die Straße „Am Gartenschwimmbad“ wird für 2,1 Millionen Euro fit für den Verkehr zum Are-Gymnasium und zum neuen Hallen- und Freizeitbad gemacht.  Foto: GS
254

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Der Rat der Kreisstadt hat die Vorplanung zur flutbedingten Wiederherstellung der Straße „Am Gartenschwimmbad“ freigegeben und die Aufbau- und Entwicklungsgesellschaft (AuEG) mit der weiteren Umsetzung beauftragt. Bestandteil der Maßnahme ist die Wiederherstellung der Verkehrsanlagen einschließlich einzelner Entwässerungseinrichtungen.

Weiterlesen

: Blick auf den trockengelegten Mühlenteich mit dem Mühlrad am Herderweg.  Foto: GS
69

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Kein Stadtrat in Bad Neuenahr-Ahrweiler ohne das Thema Wiederaufbau. So wurde in der jüngsten Sitzung am Montagabend erneut die Aufbau- und Entwicklungsgesellschaft (AuEG) einstimmig mit entsprechenden Maßnahmen beauftragt. Ein Blick in die Details.

Weiterlesen

Noch ist der Ahrradweg in Sinzig ein Provisorium – temporär eben.  Foto:GS
201

Sinzig. Eigentlich ist beim Ahrradweg in Sinzig noch alles in der Schwebe. Der Weg erstreckt sich im Bereich der Barbarossastadt von der Ahrmündungsbrücke bis hin nach Bad Bodendorf zur Ehlinger Ley. Derzeit wurde der Ahrradweg im Bereich Eisenbahnbrücke bis Spessartsteg und vom Ehrenfriedhof in Bad Bodendorf bis zur Ehlinger Ley temporär hergestellt. Temporär deshalb, da zum Zeitpunkt der Planung noch nicht festlag, wo die endgültige Trasse verlaufen soll.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild. Foto: pixabay.com
8047

Am heutigen Vormittag war es zu Stromausfällen in den Stadtteilen Kesselheim, Neuendorf und Wallersheim gekommen

27.06.: Nach Stromausfall in Koblenz: Energieversorgung in allen betroffenen Stadtteilen wiederhergestellt

Koblenz. Nachdem am heutigen Vormittag der Strom in den Koblenzer Stadtteilen Kesselheim, Neuendorf und Wallersheim ausgefallen war, konnte die Energieversorgung nach Angaben der Feuerwehr Koblenz zwischenzeitlich in allen Gebieten durch den zuständigen Energieversorger wiederhergestellt werden. Eine Ursache für den Stromausfall ist bislang nicht bekannt. BA

Weiterlesen