Allgemeine Berichte | 29.10.2014

Brauchtumspflege im BLICK

Das Haus am Hochgericht - Altes mit Modernem verbunden

Altes mit Modernem verbunden. Links das renovierte Haus am Hochgericht, rechts die Museumsscheune mit der Kirche im Hintergrund.

Urbach. Der Ort Urbach liegt idyllisch im Naturpark Rhein-Westerwald. Urbach besteht aus den beiden Ortsteilen Urbach-Kirchdorf und Urbach-Überdorf. Bis zur Bildung der Gemeinde Urbach am 7. Juni 1969 waren diese Ortsteile eigenständige Gemeinden. Das Wappen von Urbach zeigt: „Im geteilten Schild oben auf blauem Grund ein silbernes Schwert, schräg gekreuzt mit einer silbernen Waage, unten im silbernen Feld ein grüner liegender Forsthaken.“ Die Waage versinnbildlicht, dass seit 1323 beurkundete gräflich-wiedische Hochgericht in Urbach für die „Obere Grafschaft“ und das mit dem Gericht verbundene Marktrecht. Der Forsthaken ist das Symbol für den Märkerwald, gemeinsamer Besitz der fünf Gemeinden des Kirchspiels Urbach. Das Wappen ist rechtsgültig seit dem 16. April 1974. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes Urbach datiert aus dem Jahre 1204. Damals beschloss das Generalkapitel des Prämonstratenserordens das Urbach der Abtei Rommersdorf zugeordnet wird. Seinen Namen verdankt Urbach dem Bach, der im Westen der Gemeinde entspringt.

Hochgericht errichtet

Als Hochgericht wird Urbach erstmals im Jahr 1323 urkundlich erwähnt. Nach dieser Urkunde wurde durch die Grafen von Wied das Hochgericht „Hohe Veste Urbach“ errichtet. An den Gerichtstagen kamen immer viele Menschen zusammen und so entwickelte sich hier auch ein Markt. Eine erste Schule in Urbach gab es bereits um das Jahr 1600. Das erste Schulhaus wurde um das Jahr 1700 errichtet und stand neben der Kirche am nördlichen Eingang zum Kirchhof. Das Haus am Hochgericht wurde in den letzten Jahren renoviert und mit einem modernen Anbau mit der danebenliegenden Scheune verbunden. Die Scheune beherbergt heute ein kleines, aber feines Museum, in dem alte landwirtschaftliche Geräte und Haushaltsgegenstände ausgestellt sind. Das Museum wird viel von Schulen und Kindergärten genutzt. Feste Öffnungszeiten gibt es nicht. Nach Absprache mit der Ortsbürgermeisterin Hasenbring ist es jederzeit zu besichtigen.

Alte Traditionen werden gepflegt

Das Haus am Hochgericht wird heute als Sitz der Bürgermeisterin und als Gemeindehaus genutzt. So finden dort zum Beispiel regelmäßig Treffen der Senioren statt, die sich immer größerer Beliebtheit und Zuspruch erfreuen. Die Jugend hat ihren eigenen Raum zum Verabreden und Spielen. Nebenan gibt es einen Bauergarten, der von den Urbacher Gartenfreuen das ganze Jahr gepflegt und bestellt wird. Die Produkte werden jedes Jahr auf dem stattfindenden Urbacher Markt, der auf die uralten Marktrechte zurückgeht, verkauft. Auf diesem Markt wird am Stand der Gartenfrauen auch Brot verkauft, das im alten Backes, der sich ebenfalls im Dorfzentrum befindet und renoviert wurde, nachts nach alten Rezepten gebacken wird. In Urbach werden alte Traditionen bewusst und nachhaltig gepflegt. Derzeit läuft im Haus am Hochgericht eine Fotoausstellung, die alte Bilder aus dem Dorf zeigt. Teils wurden aktuelle Aufnahmen gegenübergestellt. Eine Auswahl der Bilder wurde zu einem Bildband zusammengefasst, der bei der Gemeinde erhältlich ist.

Altes mit Modernem verbunden. Links das renovierte Haus am Hochgericht, rechts die Museumsscheune mit der Kirche im Hintergrund.
Das Haus am Hochgericht - Altes mit Modernem verbunden

Kühe wurden früher zum Arbeiten auf dem Feld eingesetzt. Das erforderliche Zubehör ist im Museum zu sehen.

Altes mit Modernem verbunden. Links das renovierte Haus am Hochgericht, rechts die Museumsscheune mit der Kirche im Hintergrund.

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