Lehmer Razejunge
Lehmen wird 1150 Jahre alt
Razejungen richten besondere Weinprobe am 27. Juni aus
Lehmen.Im Jahre 865 n. Chr. wird Lehmen zum ersten Mal urkundlich unter der Bezeichnung „Liomena“ erwähnt.
In dieser Urkunde schenkt Ludwig II. der Abtei Prüm auf Bitten eines Edelmannes namens Otbert hin die Kapellen St. Justina und St. Maria zu Bachheim mit allem Zubehör, und u.a. auch Grundstücke in sowie Grundstückserträge aus Lehmen.
Die betreffende Textstelle lautet in Übersetzung: „... im Mayen-Gau in der Siedlung Lehmen einen Manus (karolingisches Flächenmaß), und von den (Erträgen der) Weinberge, die zwischen Lehmen, Gondorf und Winningen liegen, bis zu drei Wagenladungen ...“
So zu lesen in der Festschrift von 1981 zur 250-Jahr-Feier des Kirchenchores Caecilia Lehmen. Die Lehmer Razejunge, die sich dem traditionellen Weinbau der Terrassenmosel verpflichtet fühlen, werden dem nicht alltäglichen Geburtstag ihres Heimatorts Lehmen gerecht. Sie werden am 27. Juni eine besondere Weinprobe zur Eröffnung des Lehmener Weinfestes ausrichten.
Die Weinprobe findet unter dem Motto „Sanus per vinum - Gesund durch Wein“ statt.
Der Kommentator dieser außergewöhnlichen Weinprobe wird Dr. Karl Graf zu Eltz sein. Der Vorstand der Razejungen freut sich, dass die Zusage des Grafen noch vor den Festtagen erfolgte. Das Haus derer von Eltz und der Ort Lehmen hatten zahlreiche interessante Berührungspunkte im Laufe der Geschichte.
Mit Dr. Karl Graf zu Eltz konnten die Razejungen einen ausgezeichneten Weinkenner als Kommentator für ihre Weinprobe gewinnen.
In einem solch besonderen Jahr der Ortsgeschichte wollen die Razejungen ihren Gästen ein anspruchsvolles und interessantes Weinprobenthema bieten.
Mit „Sanus per vinum“ wird ein Spannungsbogen vom Altertum bis in die Neuzeit geschlagen, in dem der Wein ein stetiger Begleiter ist.
Exzellente Weine werden zur Verkostung ausgewählt. In puncto Qualität werden die Besucher bei der Weinprobe am 27. Juni auf ihre Kosten kommen.
Auch die anderen Treffen und Veranstaltungen der Razejungen in 2015 werden eine „geschichtsträchtige“ Handschrift tragen.
