Rhein-Gymnasium Sinzig
Dem Studienabbruch vorbeugen
Sinzig. Fast jeder dritte Student bricht sein Studium ab - was für ein Verlust an Lebenszeit, Steuergeld und Talent. Das Rhein-Gymnasium Sinzig (RGS) lieferte einen wertvollen Beitrag, um dem vorzubeugen. Drei Tage lang fiel für die 80 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe zwölf der klassische Schulalltag aus, stattdessen drehte sich von morgens bis abends alles um das Thema „Berufs- und Studienwahl“. Dem Laufbahnberater des RGS, Manfred Sturm, war es gelungen, dafür eine ganze Reihe externer Experten zu gewinnen. Alle Schüler durchliefen vier thematische Module. Im ersten, „Berufs- und Studienwahl“, ging es unter der Leitung des Beraters für akademische Berufe der Arbeitsagentur Mayen, Rolf Müller, um die Gestaltung des Entscheidungsprozesses zur Berufswahl. In Gruppenarbeit entwickelten die Schüler selbstständig einen "Fahrplan" zur Berufswahl. Im zweiten Modul standen die vielfältigen möglichen „Wege nach dem Abitur“ im Focus. Modul drei, „Bewerbertraining“, unterstützte die Volksbank Koblenz Mittelrhein mit einem umfassenden Trainingsprogramm. In konkreten Bewerbungsgesprächen konnten sich die Schüler ausprobieren und dabei von Volksbank-Azubis und auch von ihren Mitschülern ein hilfreiches Feedback geben lassen.
Mehr Durchblick, weniger Angst
Besonderen Anklang fanden bei den Jugendlichen die modernen Assessment-Center-Analysen. Miriam Gast: “Michael Schäfer von der IHK Koblenz verstand es unglaublich gut, mir die Angst vor Auswahlverfahren zu nehmen.“ Viele Schülerinnen und Schüler werteten das Modul „Studienberatung“ als Höhepunkt der sogenannten Trainingstage. Alexander Engelmann bilanzierte für sich: „Jetzt habe ich deutlich mehr Durchblick über das komplizierte Punktesystem bei den Bachelor- und Masterstudiengängen.“ Experten der Universität Bonn, der Hochschule Koblenz, des Rhein-Ahr-Campus Remagen und der Privaten Hochschule für Wirtschaft und Management Vallendar informierten und berieten über die Fachrichtungen Geisteswissenschaften, Naturwissenschaften, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Mathematik und Technik sowie BWL/Management als praxisorientiertes Studium.
Auf, in die Welt!
Groß war auch das Schülerinteresse am Thema „Au pair und work&travel“. Judith Wambach vom „American Institut For Foreign Study“ (AIFS) legte die vielfältigen Möglichkeiten dar, zwischen Abitur und Studium zunächst eine Lebensphase zu legen, in der man mal etwas völlig anderes macht. Zwei junge Damen berichteten von ihren Erlebnissen und Prägungen durch mehrmonatige Aufenthalte in Neuseeland und Kanada. Organisator Manfred Sturm erhielt fast nur positive Rückmeldungen der Schülerinnen und Schüler. Manou van Dijk und Abbas Hammoudi sprachen mit ihrer Äußerung “Uns ist hier unglaublich viel Nützliches und Hilfreiches geboten worden“, für die Allermeisten der Zwölftklässler.
