Bürgerversammlung im Sinziger Rathaus
Sinzig macht sich auf den langen Weg in die Barrierefreiheit
Sinzig. „Barrierefreiheit ist ein langwieriger Prozess“, dies war die Kernaussage von Peter Neumann bei der Einwohnerversammlung im Sitzungssaal des Sinziger Rathauses. Und die Stadt Sinzig will sich auf den langen Weg in eben diese Barrierefreiheit machen. Die allerersten Schritte wurden bereits gemacht und dazu zählte auch die Einwohnerversammlung im Rathaus, die unter dem Motto „Sinzig für alle - Konzepte für ein barrierefreies Sinzig stand.“ Sinzigs Bürgermeister Wolfgang Kroeger hatte in seiner engagierten Begrüßungsrede noch einmal dargelegt, dass man in der Stadtspitze gemeinsam mit den Sinzigern mit vielen kleinen Schritten den Weg in die Barrierefreiheit anstreben will.
Besonderer Stadtrundgang
Fachliche Hilfe hat man sich mit dem Planungsbüro Neumannconsult mit Peter Neumann geholt. Das Büro aus Münster hat sich auf das weit gefasste Thema Barrierefreiheit spezialisiert. Und ist in Sinzig mit einer durchaus cleveren Maßnahme gestartet. Bereits im August gab es Stadtrundgänge in Sinzig und Bad Bodendorf an denen Menschen mit verschiedenen Behinderungen, mit Rollatoren, Rollstühlen und Kinderwagen teilnahmen. „Diese Menschen kennen die Problemzonen am besten“, so Neumann zu einer Ortsbegehung ohne „Schlipsträger“ sprich ohne Vertreter der Verwaltung und ohne Vertreter der Politik. Die ersten Auswertungen dieser Rundgänge und die ersten Ergebnisse der Arbeit des Büros präsentierte Neumann. Um Missverständnissen vorzubeugen: Es handelte sich um einen ersten Zwischenbericht. In den endgültigen Bericht werden dann auch die Ergebnisse der Einwohnerversammlung einfließen und die städtischen Gremien werden sich bis zum Ende des Jahres damit beschäftigen. Die Schlüsselzahl für die Zukunft kommt aus der Demografie: Im Jahr 2030 werden mehr als ein Drittel der Sinziger über 65 Jahre alt sein. „Wir sind alle betroffen“, so Neumann. Und Neumann lieferte noch einen anderen Ansatz: „Für zehn Prozent der Bevölkerung sind Maßnahmen zu Barrierefreiheit unentbehrlich, für fast 40 Prozent notwendig und für alle sind sie überaus komfortabel“.
Kleine und große Maßnahmen
An ganz konkreten Beispielen, wie etwa fehlenden Handläufen oder schlechter farblicher Kennzeichnung und an Treppenstufen rund um Kirche und Rathaus, machte Neumann auch klar, dass Maßnahmen zur Barrierefreiheit nicht unbedingt sehr teuer sein müssen. Sie können dies aber schnell werden, wie an zwei weiteren Beispielen angedacht wurde. Eine barrierefreie öffentliche Toilette in der Kernstadt, die bei den Rundgängen mehrfach angemahnt wurde, wird schon richtig Geld kosten. Eine Feststellung von Neumann: Es gibt keine wirklich barrierefreie Verbindung vom Sinziger Bahnhof zum Rathaus und zu Sinzigs Wahrzeichen Sankt Peter. Lösung des Problems: ein Aufzug parallel zur Treppenanlage im Schießberg. Erste Grundfinanzierungen sind sichergestellt. Im Haushalt der Stadt stehen in diesem Jahr 20.000 Euro zur Verfügung und im Jahr 2015 sollen noch einmal 30.000 Euro hinzukommen.
Neumann lobte zwar die überdurchschnittlich große Anzahl von Behindertenparkplätzen im direkten Stadtgebiet, sah aber auch weitere Schwachstellen. So etwa die schwere Begehbarkeit des Pflasters auf dem Kirchplatz und dem Marktplatz oder aber einfach die Tatsache, dass die Touristeninfo und die Senioreninfo in der Bachovenstraße nur über Treppenstufen zu erreichen sind. Barrierefreiheit muss zum Stadtgespräch werden und mit einem „Kümmerer“ auch fest in der Verwaltung und den Köpfen der Menschen etabliert werden, darin waren sich Peter Neumann und Wolfgang Kroeger einig. Wohl wissend, dass es ein ganz langer Weg mit vielen Hürden werden wird.
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