Allgemeine Berichte | 02.02.2015, 13:58 Uhr

Zweite Westumer Auflage von "Schlag die Möhre"

Team aus Sinzig schlug das Wurzelgemüse

Wanderpokal und 500 Euro Prämie für einen guten Zweck

Team aus Sinzig schlug das Wurzelgemüse
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Westum.Diesmal wurde die Möhre geschlagen: Bei der zweiten Auflage des neuen Karnevalsformats „Schlag die Möhre“ setzte sich Team Sinzig durch. Die Sinziger punkteten vor allem bei den dicken Hausnummern in der Punktewertung. Kamen auf 52 Zähler (500 Euro) und standen damit schon vor dem abschließendem Spiel als Sieger fest. Auf Platz zwei kamen die Spieler aus Bad Bodendorf mit 36 Zählern (300 Euro) und den dritten Platz sicherten sich im allerletzten Spiel, bei dem es darum ging Tischtennisbälle mit dem Strohhalm anzusaugen, die Löhndorfer Junggesellen (200 Euro). „Im letzten Jahr haben wir die Möhren ja nur gestreichelt, jetzt haben wir zugeschlagen und kommen im nächsten Jahr wieder“, so Sinzigs Teamchefin Silvia Müht.

Scheck für die Jugendarbeit

Die wusste auch schon zu berichten, dass der Siegerscheck in die Jugendarbeit des SC Rhein-Ahr Sinzig fließen wird. Im bestens gefüllten Murrepalast ging dabei eine Abwandlung von Spiel ohne Grenzen im Zelt mit der Punktewertung von „Schlag den Raab“ über die Bühne. Mit viel Stimmung und Spaß für Zuschauer, wie für Akteure. Westums KG-Chef Rudi Fuchs erläuterte noch einmal den Hintergrund für das neue Karnevalsformat. „Wir wollen im Karneval neue Wege finden und dann gibt es ja die stetigen Frotzeleien zwischen den Sinziger Ortsteilen. Die können bei Schlag die Möhre mit vielen Spielen ausgetragen werden“. Und gefrotzelt wurde reichlich schon vor Spielbeginn. „Tragt ihr schon Trauer“, heiß es zu den Schwarzen T-Shirts mit dem stilisierten Barbarossakopf von Team Sinzig. Dass kannte man ja schon vom Vorjahr. Westum gab sich bei der T-Shirt-Gestaltung siegessicher. „Veni, vidi vici“ also „Ich kam, sah und siegte“ war da zu lesen.

Die Vorbereitungen

Unterschiedlich die Herangehensweise in der Vorbereitung. Während das Koisdorfer Team bei seiner Premiere testete, ob auch das Kölsch in Westum schmeckt (Löhndorfs Junggesellen zogen da natürlich sofort nach) gab es in Sinzig eine Runde Wasser und Taktikbesprechung. Doch es ging nicht um Sprüche, sondern Geschick, manchmal etwas Kraft, Wissen, Memory-Qualitäten oder Einschätzungsvermögen. Die Westumer KG hatte die Spiele mit viel Liebe zum Detail ausgeheckt. Bernd Fuchs moderierte die spannenden Spiele. Die Teams agierten unterschiedlich erfolgreich. Die Heimmannschaft aus dem Murreland entpuppte sich erneut als Kenner Kölscher Karnevalshits, auch wenn diese extrem langsam abgespielt wurden.

Heftige Schwierigkeitsgrade

Die gestellten Aufgaben hatten teilweise einen recht heftigen Schwierigkeitsgrad. Und hier und da gab es bei den Teams und auch im Publikum völlig ratlose Gesichter. Über den Spaß an der Freude wachte im Wettkampf übrigens ein hochkarätiger Oberschiedsrichter. Notar Stefan Schuck schaute sich die Sache genau an.

Aufgelockert wurde der Wettbewerb durch die Auftritte der Tanzgruppen der KG Rot-Weiß Westum, wobei vor allem die Mini-Möhren besonders starken Beifall bekamen. Die Spielleitung hatte in Westum Simone Gasper. „Mir hört man heute besser genau zu“, hatte die bereits vor Spielbeginn erklärt. Und ihr fiel auch stets die ungeteilte Aufmerksamkeit der Teams zu. Es mag wohl der Taktikbesprechung geschuldet sein. Silvia Mühl dirigierte ihr Team meist nur mit Blicken und traf in der entschiedenen Phase genau die richtig Entscheidungen für den Einsatz der Spielerinnen und Spieler. Und nach dem Rollbrettfahren in Spiel 14 stand die Kernstadt als Sieger fest. „Schlag die Möhre“, wird übrigens weitergehen. „Bis zum nächsten Jahr“, hieß es bei allen Beteiligten nach der Siegerehrung.

Die Ergebnisse

Bleibt noch das Endergebnis: Sinzig 52 Punkte, Bad Bodendorf 36 Punkte, Löhndorf 17 Punkte, Koisdorf acht Punkte und Westum sieben Punkte. Die titelverteidigende Möhre wurde in diesem Jahr also heftig verprügelt. Enorm übrigens der organisatorische und technische Aufwand. In Sachen Technik zauberte Jörg Pumpa in seinem Leitstand aus Laptops. Der wurde für seinen Einsatz ja einen Tag später auf der Prunksitzung mit der Edelmöhre der KG geehrt.

Klebebandabwickeln hieß hier die Aufgabe.

Team aus Sinzig schlug das Wurzelgemüse
Das Publikum war zahlreich erschienen - es wurde mit Spiel und Spannung bestens unterhalten.
Team aus Sinzig schlug das Wurzelgemüse

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