SV Rot Weiß Queckenberg
Auswärtsniederlage trotz tollem Kampf
Quckenberg. „Dran! Druck! Drauf!“ - Wie gewohnt heizte der Trainer seinen Madbach-Buben auch am Tag der Arbeit von der Seitenlinie über 90 Minuten gehörig ein. Leider setzten die Queckies diese Marschroute erst zur 2. Halbzeit bei dem Tabellendritten VfL Rheinbach II um. Doch da stand es schon 2:0 (26./38.) für die Landesliga-Reserve. Mit diesem Ergebnis waren die Queckies sogar noch recht gut bedient. Viel zu passiv stellte man sich dem Kampf gegen den Favoriten. Eine aktive, aggressive Gegenwehr wurde schmerzlich vermisst. Torgefahr war an jenem Sonntagmorgen gar ein vollkommenes Fremdwort für die Gäste. Vielmehr erstarrte man in Ehrfurcht, lieferte sich seinem Schicksal aus.
Im zweiten Durchgang hatte der stille Beobachter dann von Beginn an das Gefühl, als wäre in der Pause der Notarzt vorgefahren und hätte den Voreiflern eine doppelte Dosis der 3 D’s des Uwe Lohaus eingeimpft!
In der sich nun entwickelnden Schlammschlacht, die jedoch zu keinem Zeitpunkt unfair geführt wurde, verlagerte der RWQ den Kampf weit in die VfL-Hälfte. Allerdings erspielten sich die Rot-Weißen lediglich eine Torchance durch Geimer und ließen durch ein sattes Heinrichs-Geschoss aus 25 Metern kurz vor dem Abpfiff nochmals aufhorchen. Leider schlug bis zu diesem Zeitpunkt der Gastgeber noch weitere zweimal zu (86./87.) und durfte sich bereits als der klare und auch hoch verdiente Sieger sehen.
Als Fazit bleibt ernüchternd zu konstatieren, dass in den zweiten 45 Minuten alle Queckenberger einen bedingungslosen und aufopferungsvollen Fußballfight geliefert haben, ohne dabei auch nur einmal den VfL-Keeper in größere Verlegenheit zu bringen. Will man in dieser Saison noch einmal den süßen Duft des Sieges schnuppern, muss über den Kampf auch endlich wieder ins Spiel gefunden und dadurch klarere Einschussmöglichkeiten kreiert werden. Viel Zeit dazu bleibt nicht, so gastiert bereits am 08.05. mit der 3. Mannschaft von TuRa Oberdrees der besser platzierte Tabellennachbar auf dem Mount Queck. Anstoß zum vorletzten Heimspiel ist wie immer um 15:00 Uhr.
Aufstellung: P. Watty – von Sturm, Declair, Heinrichs, Becker – Rau, Arlt, Kaya, Klemm, Keshikashvili – Geimer.
Verstärkung: Leifer Eiserne Reserve: Braun, Steinberger.
