Lokalsport | 28.04.2025

Bärenstarke Guardians sichern den Klassenerhalt

Die zweite Halbzeit sollte zu einer einzigen Party für die mitgereisten Fans aus Koblenz werden.  Foto: privat

Koblenz. Für Koblenz sollte das letzte Spiel der laufenden Saison zum finalen Showdown werden, ging es doch um nicht weniger als den Verbleib in der Barmer 2. Basketball Bundesliga ProA. Nach den Statuten der Liga steigen nach der Saison zwei Mannschaften in die BBL auf, die beiden Schlusslichter der Liga gewöhnlich ab. Auf dem Papier waren es am letzten Spieltag der Hauptrunde neben Rasta Vechta II gleich drei Teams, die weiterhin um einen Abstiegsplatz bangen mussten: Koblenz, Quakenbrück und Düsseldorf, allesamt punkgleich. Die Mannen um Headcoach Venelin Berov hatten es selbst in der Hand: Gewinnt man gegen Karlsruhe, würde man sicher in der Liga verbleiben, sollte man verlieren, läge es an dem Abschneiden der direkten Konkurrenten aus Quakenbrück, die aber zur gleichen Spielzeit ausgerechnet mit Rasta Vechta II auf den deutlich leichteren Gegner trafen. Für Koblenz war klar, dass man das eigene Schicksal selbst besiegeln wollte. Und genau so traten die EPG GUARDIANS auf. Von Minute eins war der unbändige Siegeswille im gesamten Team zu spüren. Offensiv war es nach einem Dreipunktewurf von Dominique Johnson zunächst der ehemalige Koblenzer im Trikot der Löwen, Maurice Pluskota, der die Offensivakzente für Karlsruhe setzte und sein Team im Alleingang auf 5:3 in Führung brachte. Der Koblenzer Ty Cockfield reagierte jedoch sofort und versenkte den nächsten erfolgreichen Dreier zu einer Führung, die Koblenz in der gesamten Partie nicht mehr abgeben sollte. Gerade dank weiterer erfolgreicher Distanzwürfe durch William Lee und Michael Bradley, eigentlich die Achillessehne der Koblenzer, konnten sich die GUARDIANS bereits im ersten Viertel schnell absetzen und schickten die Karlsruher mit 16:24 in die Viertelpause. Auch im 2. Viertel waren es nach einem kurzen Aufbäumen der Lions erfolgreiche Dreier von Michael Bradley und Leon Friederici, die Karlsruhe auf Distanz hielten. Den Männern aus der Fächerstadt wollte in dieser Phase der ersten Halbzeit fast nichts mehr gelingen. Koblenz kontrollierte den Rebound nach diversen Fehlwürfen der Löwen, stahl sich die Bälle, konterte und spielte im Angriff besonnenen Team Basketball mit einer klugen Wurfauswahl. Die 3000 Zuschauer in der Europahalle mussten mit ansehen, wie ein hochmotiviertes Team aus Koblenz mit 33:55 bereits Ende der ersten Halbzeit den Sack zumachte.

Die zweite Halbzeit sollte zu einer einzigen Party für die mitgereisten Fans aus Koblenz werden, die ihr Team lauthals anpeitschten und feierten. Karlsruhe versuchte über weite Strecken offensiv mit der Brechstange noch einmal zurück ins Spiel zu kommen, die GUARDIANS spielten aber souverän aus, kommunizierten hervorragend auf dem Court und versenkten ihre Würfe sicher. In einem wahren Freudentaumel der knapp 100 mitgereisten Fans ging der Sieg schließlich mit 73:91 nach Koblenz, einer Stadt, in der man auch in der Saison 25/26 professionellen Basketball in der zweiten Bundesliga ProA sehen wird.

Die zweite Halbzeit sollte zu einer einzigen Party für die mitgereisten Fans aus Koblenz werden. Foto: privat

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