Lokalsport | 25.04.2016

Niederlage des SC Bad Bodendorf gegen Tabellenzweiten SC Niederzissen

Chancenlos im Verfolgerduell

Heimspiel gegen den SV Oberzissen am Freitag, 29. April

Bad Bodendorf. Mit einer Serie von fünf Siegen im Gepäck reiste der SC Bad Bodendorf zum Tabellenzweiten nach Niederzissen. Tabellarisch gesehen sahen die Zuschauer bei dieser Partie ein Verfolgerduell zwischen dem Zweiten und dem Dritten, jedoch wiesen die Hausherren aus dem Brohltal vor dem Spiel bereits einen Vorsprung von acht Punkten auf die SCB-Akteure auf. Generell handelt es sich bei der ungeschlagenen Mannschaft von Coach Dierk Schlottau um einen klassischen Aufstiegskandidaten, aber ausgerechnet in diesem Jahr zieht der Branchenprimus Ahrweiler BC an der Spitze der Kreisklasse B Ahr relativ unangefochten seine Kreise. Trotzdem hatten die Gastgeber aus dem Brohltal bei nur fünf Punkten Rückstand ihre Chance auf den ersten Platz noch nicht aufgegeben und legten gegen schläfrig wirkende Gäste aus Bad Bodendorf los wie die Feuerwehr. Über David Schmitz, der in Abwesenheit von Rico Reuter die Abwehr organisierte, zogen die Hausherren mit flachen Pässen ein sauberes Aufbauspiel auf, dem die SCB-Akteure zunächst nicht viel entgegenzusetzen hatten. Nach einigen kurzen Pässen versuchte der SCN, in der Anfangsphase mit langen Diagonalpässen Topscorer Tristan Menge auf der linken Außenbahn in Szene zu setzen. In zwei Situationen setzte sich dieser flink gegen seine Bewacher durch, zog nach innen und konnte jeweils in höchster Not robust vom Ball getrennt werden. Nach etwa einer Viertelstunde fanden die Gäste von der Ahr über ein energischeres Zweikampfverhalten und gezielterer Organisation besser in die Partie. Außerdem wurde David Schmitz als aufbauender Innenverteidiger besser zugelaufen, sodass sein Wirkungskreis eingedämmt werden konnte. Weder auf dem Flügel noch im Zentrum bekamen sich die Bad Bodendorfer Spieler gegen ihre Niederzissener Bewacher durchgesetzt und selbst so kostbare Möglichkeiten wie Standardsituationen brachten kaum Gefahr für das Gehäuse von SCN-Keeper Tim Schüller. Für die größte Chance des ersten Spielabschnittes sorgte der Niederzissener Flügelflitzer Tristan Menge nach knapp einer halben Stunde: In Anschluss an einen Angriff über den rechten Flügel der Schlottau-Truppe steckte Yannick Grahl das Leder gekonnt zu Menge durch. Dieser stellte im Strafraum gegen SCB-Abwehrmann Andreas Knechtges so geschickt den Körper rein, dass jeder Kontakt zu einem Elfmeter geführt hätte, traf aus zehn Metern in halbrechter Position jedoch nur das Außennetz.

Weiterhin keine Torchancen

Leider gelang es den Spielern des SC Bad Bodendorf nach dem Seitenwechsel nicht, das Ruder entscheidend herumzureißen. In den ersten Minuten des zweiten Spielabschnittes bot man noch so leidlich Paroli, konnte fortan aber für wirklich fast gar keine Entlastung mehr sorgen.

Die Hausherren bestimmten das Geschehen fast nach Belieben. Während die SCB-Defensive im Spielaufbau weitestgehend in Ruhe gelassen wurde, formierte sich im Mittelfeld eine große Niederzissener Präsenz, die aufgrund der mangelnden Laufbereitschaft aufseiten der Seiler-Truppe für einige Ballverluste sorgte. Trotz des druckvollen Auftretens der Schlottau-Elf verbunden mit einigen sehenswerten Angriffe, war es André Suckow, der für den SC Bad Bodendorf völlig aus dem Nichts die Führung auf dem Fuß hatte. Leider verpasste der beste Torjäger der SCB-Akteure eine Hereingabe von rechts nur um Haaresbreite und Tim Schüller im Tor des SC Niederzissen konnte das Spielgerät unbedrängt aufnehmen. Was dann passierte, war sowohl einfach wie effektiv. Schüller rollte das Spielgerät zu seinem rechten Innenverteidiger David Schmitz ab, der nach kurzem Dribbling einen weiten Diagonalpass auf den gestarteten Tristan Menge schlug. Dieser war mit einem kurzen Antritt seinem Bewacher entwischt, nahm den Ball mustergültig mit und war auch von den herbeigeeilten Defensivspielern des SC Bad Bodendorf nicht mehr auf seinem Weg zum Tor aufzuhalten. Auch im eins gegen eins mit dem herausstürmenden Schöttler behielt Menge die Nerven und markierte überlegt mit dem 1:0 für den SC Niederzissen sein 13. Saisontor (58. Minute).

Die verdiente Führung gab den Hausherren zusätzliches Selbstvertrauen, während die Seiler-Elf in der Folgezeit mut- und kopflos agierte. Auch wenn man einem großen Teil der Bad Bodendorfer Mannschaft die ehrliche Bereitschaft das Beste zu geben keineswegs absprechen konnte, schien fast nichts zu gelingen und der Tabellenzweite war dem 2:0 um Einiges näher, als das Team von der Ahr einem gefährlichen Angriff. Individuelle Fehler wie von Kapitän Andreas Knechtges in der 67. Spielminute wurden von den Gastgebern in den roten Trikots jedoch nicht genutzt, sodass es lediglich deren mangelnder Kaltschnäuzigkeit und einem soliden Nils Schöttler geschuldet war, dass man nicht noch höher ins Hintertreffen geriet. Allerdings war der zweite Treffer nur herausgezögert worden, da Nils Schöttler in der 75. Spielminute nun doch hinter sich greifen musste. Nach einem fahrlässigen Ballverlust im Mittelfeld schalteten die SCN-Akteure blitzschnell um und schufen eine fünf gegen drei Überzahlsituation, deren Nutznießer schließlich Phillip Felden war, der eine flache Hereingabe von rechts aus kurzer Distanz über die Linie drücken durfte. Damit war die Partie nun endgültig entschieden. Zahlenmäßig warf der SC Bad Bodendorf zwar noch einmal alle verfügbaren Kräfte nach vorne und agierte in der Defensive in Gleichzahl, aber an der mangelnden Durchschlagskraft gegen eine souveräne Niederzissener Hintermannschaft änderte dies nichts.

Ausblick

Bereits am kommenden Freitag, 29. April, hat das Team um Spielführer Andreas Knechtges die Möglichkeit sich mit einer guten Leistung zu rehabilitieren. Im heimischen Ahrstadion trifft man dort um 19.30 auf den SV Oberzissen und wird alles daran setzen den dritten Tabellenplatz zu verteidigen und zu sichern. Für den SC Bad Bodendorf im Einsatz waren: Nils Schöttler, Andreas Knechtges, Sascha Schütter, Sven Schütter, Andreas Strohe, Driton Qyqalla (71. Marcel Schneider), Björn Fiege, André Suckow, Paulo Carvalho (77. Marc Füllmann), Johann Reiferscheid, David Langlitz

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