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37. Meisterehrung des Tennisverbands Rheinland fand in Ochtendung statt

Die Rede des Präsidenten blieb diesmal aus

10.12.2018 - 11:19

Ochtendung. Einen „anderen Modus“ kündigte Ulrich Klaus an, als er die 37. Meisterehrung des Tennisverbands Rheinland (TVR) in der Ochtendunger Kulturhalle eröffnete. Und dann las der DTB- und TVR-Präsident den Anwesenden die Leviten.

Das Verbandspräsidium, so Klaus, habe beschlossen, diesmal auf die traditionelle Begrüßungsrede des Präsidenten zu verzichten. „Lärmpegel und Unaufmerksamkeit“ im Publikum hätten in der Vergangenheit dazu geführt, dass „nicht mehr richtig zugehört“ wurde, stellte der ehemalige Gymnasiallehrer fest und sorgte damit für gespannte Ruhe in der gut besetzten Halle. Und dann wurde es doch eine Ansprache, wenn auch kürzer als gewohnt. „Ich habe mich dazu hinreißen lassen“, so „Sepp“ Klaus später. Von einem ereignisreichen Jahr berichtete er, mit „viel Engagement“, obwohl die Zahl der Aktiven „leider rückläufig“ sei. „Die Wirkung des LK-Systems hat nachgelassen, aber es wird renoviert“, kündigte Klaus an. Der Ranglisten-Ausschuss wird sich mit dem „dicken Bauch“ des Bereichs LK 18 bis 23 befassen, ebenso mit der Anerkennung der Doppelspiele und der Einbeziehungen der U10. Als Präsident des Deutschen Tennis Bunds (DTB) hob Klaus die Highlights Wimbledon (Angelique Kerber) sowie ATP-Finale (Alexander Zverev) hervor, warf einen Blick auf die Davis-Cup-Begegnung mit Ungarn am 1./2. Februar in Frankfurt und auf das neue Davis-Cup-Reglement: „Wie das funktionieren soll, wissen wir noch nicht.“

Dann gab der Verbandspräsident „Feuer frei“ für die Ehrung, die zahlreiche Tennisfreunde angelockt hatte und die von Anneliese Schönberg in bewährter charmanter wie bestimmter Manier dirigiert wurde. 79 Namen tauchten auf der Meisterliste auf, insgesamt wurden 36 Vereinsmeister und 43 Einzelsieger geehrt, die der Reihe nach auf die Bühne gebeten wurden.

Unter anderem wurden die Herren-55-Mannschaft des TV Kleeblatt im TuS Mayen als Oberligameister sowie zwei Mannschaften des TC Mülheim-Kärlich ausgezeichnet: Die Damen-Mannschaft wurde Verbandsligameister, die Mädchen 15 des TCMK freuten sich über die Ehrung, die sie sich für die gewonnene Rheinland-Meisterschaft verdient hatten.

In einer Pause zur Hälfte der knapp zweistündigen Veranstaltung lockerte das Akrobatik-Duo Lizzard mit einer viel bestaunten Vorführung die Stimmung auf. Zum nächsten Höhepunkt bat Organisatorin Schönberg eine Handvoll rüstiger älterer Herren auf die Bühne. „Es ist ganz besonders erfreulich, dass uns das Jahr 2018 einen veritablen deutschen Meister beschert hat“, rief Schönberg unter großem Beifall ins Publikum. Dann betraten die Spieler der Herren-75-Mannschaft des TC Siershahn das Podest. Erstmals sei ein nationaler Mannschafts-Titelkampf in dieser Altersklasse ausgetragen worden, berichtete Teamkapitän Dieter Roth, deutscher Doppel-Vizemeister in der Halle. Im Finale bezwangen die Westerwälder, in deren Reihen neben Roth auch der zweimalige deutsche Vizemeister und Weltranglisten-Sechste Heinz Wagner stand, Gastgeber TV Espelkamp mit 3:3 (7:6). „Es war ganz knapp, der Erfolg stand nach dem glatten Sieg des ersten Doppels fest“, erläuterte Roth. Den entscheidenden Satz hatte Gordon Waygood bei seiner 1:2-Niederlage geholt, „danach war es ein Rechenexempel“, ergänzte Mannschafts-Manager Horst Bitschkus.

Den „größten Erfolg meiner Karriere“ feierte Roman Garzorz vom TC Oberwerth mit der deutschen Freiplatz-Vizemeisterschaft an der Seite seines Vereinskameraden Lars Wellmann im Doppel Herren 40, nachdem er zusammen mit seinem Doppelpartner vorletztes Jahr DM-Dritter geworden war. Wellmann wurde in Bad Neuenahr zudem Einzel-Vizemeister, bei der Rheinland-Pfalz-Meisterschaft holte er sich den Einzeltitel in der Klasse Herren 30. Zwar gibt es das Koblenzer Doppel kommende Saison nicht mehr, weil Garzorz, der dieses Jahr auch Rheinland-Pfalz-Meister Herren 40 (Freiplatz) wurde, nach Bad Ems wechselt. „Aber bei der deutschen Meisterschaft in Bad Neuenahr wollen wir nächstes Jahr endlich den Doppel-Titel gewinnen“, kündigte er an.

Für Margreth Beyer vom Andernacher TC ist eine Meisterehrung schon Routine, auch wenn sie den angestrebten Titel in diesem Jahr verpasste. „Eigentlich wollte ich meinen Titel als deutsche Meisterin bei den Damen 60 erfolgreich verteidigen“, so Beyer, die immerhin in Baden-Baden Europameisterin wurde: „Glück für mich, dass meine französische Halbfinalgegnerin nicht antrat“, stellte Beyer fest. „Das wäre ganz eng geworden.“ 2019 ist ihr letztes Jahr bei den Damen 60, „da will ich in den vier, fünf großen Turnieren immer wenigstens ins Halbfinale kommen“, lautete ihr Wunsch. „Ich freue mich schon darauf, das ist wie ein Wiedersehen in einer großen Familie.“

Nachdem TVR-Präsident Klaus den offiziellen Ehrungsteil beendet und ans Buffet gebeten hatte, ergänzte er in kurzen Worten, was ungesagt blieb, weil er ja keine Eröffnungsrede halten wollte. Zum Beispiel die gute Kaderarbeit, unter anderem mit den beiden Talenten Mika Lipp und Dana Heimen aus Mainz beziehungsweise Ludwigshafen. „Ich hätte aber auch über die finanzielle Lage des TVR gesprochen“, betonte Klaus. „Denn langsam wird es eng für uns.“Thomas Wächtler

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Kommentare
Uwe Klasen:
Zitat Andreas Biebricher:"Die ... Grünen ... maßen sich an, alleine zu definieren, was richtig ist, was man sagen darf und was nicht, kurz: was politisch und moralisch korrekt ist. Andersdenkende werden in die Ecke gestellt und stigmatisiert. Das ist intolerant und undemokratisch." --- Wie Recht Herr Biebricher damit hat! Und meine Anerkennung, den Mut zu haben dies so klar zu formulieren!
juergen mueller:
Dieses Thema geht uns ALLE an und ich stelle einfach mal in den Raum, dass die überwiegende Mehrheit der Ratsmitglieder, u.damit meine ich in erster Linie diejenigen der CDU,Freie Wähler sowie natürlich die AfD, die sich in Sachen Integration ja bereits einen Negativ-Namen gemacht hat u.macht im Aufsuchen einer Badeanstalt eine Minderheit ausmacht.Deshalb wäre eine Bürgerbefragung das Ziel gewesen.Das was hier mal wieder "im kleinen Rahmen" beschlossen wurde nenne ich intolerant u.undemokratisch.Die Aufklärungsarbeit von CDU-Biebricher ist widersprüchlich u.spiegelt seine alleinige Auffassung/Meinung dar,die zumindest mich nicht im geringsten interessiert,da sie kein Maßstab für die der Bürgerschaft darstellt.Politisch wurde sich (auch) mal wieder selbst übertroffen,indem Bade- u.Schulordnung Gegensätze aufzeigen,die inakzeptabel sind.Das was Sie,Herr Biebricher, hier predigen hat mit Offenheit,Respekt,Toleranz u.Aufeinanderzugehen nicht das Geringste zu tun.Das ist pure Polemik.
Uwe Klasen:
Mit den Worten einer (berühmten) Zeitgenossin: "Nun sind sie halt da! - Wir schaffen das!"

„Verschwunden – Letzte Spur Lahnstein“

JAHN, SABIENE :
Danke der Redakteurin für diesen guten Beitrag, der detailverliebt die Stimmung des Abends wiedergibt. Eine schöne Sprache hat sie. Ein kleiner Fehler ist leider unterlaufen. Nicht in Lahnstein fließen Rhein und Mosel zusammen, sondern in Koblenz. Das aber schmälert nicht den ansonsten gut recherchierten Beitrag. Glückwunsch Lahnstein, es war ein schöner Anlass in dieser tollen Stadt zu gastieren. Feiert froh durch das neue Jahr, Euerm Jubiläumsjahr! Beste Grüsse, Sabiene Jahn
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