Lokalsport | 09.01.2017

Urmitzer Judoka gingen beim 26. Weckmannturnier in Bad Kreuznach an den Start

Drei Medaillen gingen nach Urmitz

(V.l.:) Nico Schnapp, Jannik Theisen (3. Platz), Isabelle Heier (2. Platz), Tamara Strempel (1. Platz), es fehlt Simon Patze.

Bad Kreuznach. Bereits zum 26. Mal hatte der VfL Bad Kreuznach zum traditionellen Weckmannturnier eingeladen. Gerne fahren die Urmitzer Judoka zu diesem attraktiven Turnier, nicht zuletzt deswegen, weil neben der Aussicht auf Erfolg jeder Teilnehmer einen großen Weckmann mit nach Hause bekommt. In diesem Jahr waren es fünf Wettkämpfer des SV Urmitz, die auf Medaillenjagd gingen.

Nach dem Wiegen ging es mit den Jungs los. Simon Patzke musste in der Gewichtsklasse bis 55 kg im ersten Kampf gegen Denis Pfeifer aus Worms antreten. Leider wurde er nach kurzer Zeit mit Soto-Maki-Komi, der sogenannten „Schweinerolle“, geworfen. Aus dem anschließenden Haltegriff konnte er sich nicht mehr befreien. Im zweiten Kampf versuchte Simon zweimal, seinen Gegner nach hinten zu werfen, verlor aber beide Male die Kontrolle und landete selbst auf dem Rücken. Auch hier unterlag er nach einem Wurfversuch durch Haltegriff. Damit war das Turnier für Simon vorzeitig beendet. Als zweiter Urmitzer betrat Jannik Theisen die Tatami. In seiner Gewichtsklasse, bis 50 kg, hatte er vier Gegner, das bedeutete Jeder gegen Jeden. Die Aussichten waren nicht besonders groß angesichts der starken Konkurrenz, die zum Teil für die Landesauswahl kämpfen. So wurden auch die ersten drei Kämpfe relativ schnell gegen Moritz Darmstädter (Babenhausen), Alex Galinger (Vulkaneifel) und Simon Arthur (Worms) verloren. Der vierte und letzte Kampf verlief überwiegend ausgeglichen. Janniks Gegner Ferenc Renér erhielt jedoch im Laufe des Kampfes zwei kleine Bestrafungen (Shidos), die am Ende zugunsten von Jannik den Kampf entschieden. Damit hatte Jannik noch den dritten Platz erreicht. Als dritter männlicher Vertreter des SV Urmitz versuchte Nico Schnapp in der Gewichtsklasse bis 60 kg sein Glück. Auch er musste in einer sehr starken Gruppe antreten. Entsprechend groß war der Respekt schon in der ersten Auseinandersetzung. Bereits nach kurzer Zeit unterlag er Jonas Klein vom ESV Siershahn mit einem Armhebel. Der zweite Kampf, nun in der Trostrunde, verlief besser. Lange ausgeglichen, brachte Nico seinen Gegner mit Ko-Uchi-Gari (Kleine Innensichel) zu Fall und setzte sofort zu einem Haltegriff nach, den er bis zum Ende durchbrachte. Als Nächstes wartete Jan Shorkov, einer der „Angstgegner“ vom JV Vulkaneifel, auf Nico. Leider hatte er auch dieses Mal das Nachsehen und verlor seinen zweiten Kampf. Damit war auch er aus dem Turnier ausgeschieden. Die einzigen Amazonen des SV Urmitz an diesem Wettkampftag, Isabelle Heier und Tamara Strampel, traten beide in der Gewichtsklasse über 63 kg an. Als erfahrene Kämpferin hatte Tamara den eigenen Anspruch zumindest in den Endkampf zu gelangen. Ihren ersten Kampf beendete Tamara furios mit einer Kontertechnik nach hinten, bei der ihre Gegnerin voll auf den Rücken katapultiert wurde. Im nächsten Kampf war Tamara stark überlegen und kontrollierte ihre Kontrahentin, bis sie nach einer Minute die Begegnung mit O-Soto-Gari (Große Außensichel) für sich entschied. In der folgenden Begegnung wirkte die Urmitzerin etwas nervös. Sie versuchte überhastet verschiedene Techniken durchzusetzen, was ihr aber nicht gelang. Schließlich zwang Tamara ihre Gegnerin in den Bodenkampf, wo sie schnell eine ihrer Spezialtechniken, den Juji-Gatame (Leistenstreckhebel) ansetzte, der ihre Gegnerin zur Aufgabe zwang. Damit war das Minimalziel Endkampf schon mal erreicht.

Isabelle Heier startete ebenfalls toll ins Turnier. Körperlich sehr stark, bezwang sie ihre erste Gegnerin mit einem Ko-Soto-Gari (Kleine Außensichel).

Auch den zweiten Kampf entschied Isabelle nach der Hälfte der Zeit für sich. Einen beherzten Ansatz ihrer Gegnerin konterte sie mit einem Gegendreher und ging sofort in einen Haltegriff über, mit dem sie den Kampf für sich entschied. Die dritte Kontrahentin hatte nach einem Angriffsversuch das Nachsehen, weil Isabelle sie mit einem O-Soto-Gari konterte. Dafür erhielt sie die Wertung Waza-Ari. Auch hier ging sie sofort in einen Haltegriff über und hielt diesen bis zum Gong fest. Damit standen die beiden Urmitzer Judoka als Finalistinnen fest. Im Endkampf hatte dann Tamara zunächst einige Mühe mit der sich heftig verteidigenden Isabelle. Aber am Ende siegte Tamara im Boden wieder einmal mit einem Armhebel. Damit gingen Gold und Silber nach Urmitz. Mit der Ausbeute von drei Medaillen, kann der SV Urmitz sehr zufrieden sein. Bei guter Vorbereitung ist beim nächsten Mal vielleicht sogar mehr drin.

Weitere Bilder sind in der Bildergalerie unter www.svurmitz-judo.de zu finden.

(V.l.:) Nico Schnapp, Jannik Theisen (3. Platz), Isabelle Heier (2. Platz), Tamara Strempel (1. Platz), es fehlt Simon Patze.

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