Fußball-Rheinlandliga, 26. Spieltag
Ein Debakel kommt selten allein
SG Eintracht Mendig/Bell kam gegen den FC Bitburg mit 0:6 (0:3) unter die Räder
Kottenheim. Exakt eine Woche nach dem desaströsen 1:9 (1:7) beim Ahrweiler BC gab es für die SG Eintracht Mendig/Bell das nächste Debakel: Am 26. Spieltag der Fußball-Rheinlandliga kam die Mannschaft des weiterhin verletzten Spielertrainers Kodai Stalph vor 110 Zuschauern auf dem Kunstrasenplatz im Kottenheimer Waldstadion gegen den FC Bitburg mit sage und schreibe 0:6 (0:3) unter die Räder. Stalph fehlten in der Partie am Sonntagabend mit Milan Rawert, Pascal Zimmer, Philipp Pohl, Brice Braquin und Angelo Heid fünf weitere potenzielle Stammspieler. Fakt ist: Mit diesem (viel zu dünnen) Kader kommt die Eintracht keinesfalls konkurrenzfähig daher. Personelle Besserung ist vor dem wichtigen Nachholspiel am Mittwoch, 13. April, gegen die SG Neitersen/Altenkirchen aber nicht zu erwarten, das Lazarett lichtet sich (vorerst) nicht. Diese Begegnung wird ebenfalls in Kottenheim ausgetragen, Anstoß ist um 19.30 Uhr.
Die Gäste aus Bitburg konnten sich sogar den Luxus erlauben, ihrem angeschlagenen Torjäger Joshua Bierbrauer, der schon 18 Treffer in dieser Saison erzielt hatte, eine Pause zu gönnen. Es war dennoch eine Augenweide, wie sich Kapitän Arthur Schütz, der filigrane Linksfuß Simon Floß, Pascal Alff und Fabian Fisch durch die Eintracht-Defensive kombinierten und ihr immer neue Aufgaben stellten, für die die überforderten Akteure der Gastgeber keine Lösungen mehr fanden.
Vielleicht hätte die Begegnung einen (leicht) anderen Verlauf nehmen können, wenn Tim Montermann bei einer Doppelchance nicht zweimal innerhalb von wenigen Sekunden an FC-Torhüter Celestino Gombo gescheitert wäre (14.). So nahm das Unheil ab der 27. Minute seinen Lauf. Nach einem Eckball herrschte bei der Eintracht zum wiederholten Mal das blanke Chaos, Nico Fuchs musste aus kurzer Distanz nur noch abstauben. 60 Sekunden später nahm er einen weiten Ball von Alff, den Mats Weiler unterschätzt hatte, mit der Brust an und schoss ihn an SG-Schlussmann Robin Rohr vorbei zum 0:2 in die Maschen. Mit einem gefühlvollen Schlenzer in den linken oberen Winkel machte Alff in der zweiten Minute der Nachspielzeit der ersten Hälfte praktisch schon den Deckel drauf.
Im zweiten Abschnitt ging es dem Gastgeber nur noch um Schadensbegrenzung. Dennoch schraubten Kevin Fuchs (60.), Floß (62.) und Schütz (66.) das Resultat weiter in die Höhe. Erst danach schalteten die Bitburger einige Gänge zurück. Wie schon beim Ahrweiler BC verhinderte Torhüter Rohr eine durchaus mögliche zweistellige Niederlage, zudem konnte André Marx zweimal in letzter Sekunde klären. „Die Situation ist derzeit bescheiden“, brachte es Stalph auf den Punkt. „Wir gehen nicht mehr nur auf dem Zahnfleisch, sondern vielmehr schon auf dem Knochen.“
SG Eintracht Mendig/Bell: Robin Rohr, Florian Birnstock, Florian Schlich (59. Sören Born), André Marx, Mats Weiler, Ali Mirzaie (46. Jan Bohlen), Manuel Oster, Lars Assenmacher (46. Johannes Fries), Tim Montermann, Niklas Heinemann (46. Simon Schmitz), Alexander Court.
FC Bitburg: Celestino Gombo, Simon Floß (65. Narottam Morbach), Fabian Fisch, Nico Fuchs, Leander Schwedler, Arthur Schütz (70.Sebastian Wolf), Kevin Fuchs, Jannik Nosbisch, Pascal Alff, Maximilian Koch (58. Andrew Salter), Jannik Grün.
Schiedsrichter: Matthias Vogel (Malberg).
Zuschauer: 110.
Tore: 0:1, 0:2 Nico Fuchs (27., 28.), 0:3 Pascal Alf (45. + 2), 0:4 Kevin Fuchs (60.), 0:5 Simon Floß (62.), 0:6 Arthur Schütz (66.).
Nächste Aufgaben für die SG Eintracht Mendig/Bell: am Mittwoch, 13. April, um 19.30 Uhr gegen die SG Neitersen/Altenkirchen und am Ostersonntag, 17. April, um 15 Uhr bei der FV Morbach.
Nächste Aufgaben für den FC Bitburg: am Mittwoch, 13. April, um 19.30 Uhr gegen die SG Schneifel Auw und am Karsamstag, 16. April, um 18 Uhr gegen die SG Malberg.
