Lokalsport | 30.12.2016, 16:07 Uhr

Rückblick: Hinrunde der Volleyball Spielgemeinschaft Sinzig II

In der Rückrunde gegen den Abstieg ankämpfen

Sinzig. Die zweite Mannschaft der VSG startete in der Bezirksliga Ahr/Westerwald und hatte die gesamte Hinrunde einen schweren Stand. Zusammengewürfelt aus Spielerinnen, denen es im letzten Jahr trotz phasenweise starken Leistungen nicht gelungen war, den Abstieg aus der Verbandsliga zu verhindern, Spielerinnen, die im Jahr zuvor noch in der Kreisliga ihre ersten Erfahrungen auf dem Großfeld und im Ligabetrieb gesammelt hatten und aus einigen Jugendspielern, ergab sich eine bunte Truppe, die leider vor und während der Hinrunde noch einige schmerzhafte Abgänge zu verzeichnen hatte. „Da sind insgesamt drei Mittelblocker noch abgesprungen, was natürlich im Sport immer mal vorkommt, aber die Situation für uns deutlich erschwert hat“, so VSG-Trainer Merlin Hinsche Mitte September nach dem ersten Saisonspiel, bei dem die Sinzigerinnen nach ihrer längsten Auswärtsfahrt in Herdorf mit fünf gelernten Stellerinnen und einer Außen-Annahme Spielerin antraten und nur im dritten Satz dem Gegner wirklich Paroli bieten konnten. Es folgte ein Heimspiel, bei dem bereits drei Jugendspieler hinzustießen, um die Mannschaft zu unterstützen.

„Eigentlich hatten wir geplant pro Spieltag maximal eine Spielerin aus der Jugend mitzunehmen und sie so langsam an das Großfeld heranführen zu können, aber aufgrund der verfahrenen Personalsituation und vielen kurzfristigen Absagen waren wir gezwungen gleich drei Mädels aus der U14 mehr oder minder in die Stammmannschaft aufzunehmen“, zeigte sich der VSG Trainer zerknirscht über die vielen Personalsorgen während der ersten Saisonspiele. Positiv beeindruckt war er jedoch von den Jüngsten an diesem Tag. „Vor allem Alexandra und Henriette haben ihre Sache großartig gemacht, aber auch Nora hat sich gut geschlagen“. So wurden die beiden erstgenannten bereits beim nächsten Spiel in Dernbach in die Startaufstellung berufen und machten Ihre Sache erneut gut. Den gebrauchten Tag der gesamten Mannschaft konnten aber auch die zwei nicht verbessern. „Wenn man nur durch Eigenfehler den Gegner stark macht und dieser nichts zu tun braucht als den Ball im Spiel zu halten, dann ist eine deutliche Niederlage leider die einzig logische Konsequenz“, so das zerknirschte Fazit der an diesem Tag in der Mitte überfordert wirkenden Denise Nalca. Auch beim Auswärtsspiel in Burgbrohl zwei Wochen später war für die VSG nichts zu holen. Burgbrohl agierte extrem stark im Aufschlag und ließ die Gäste nicht ins Spiel kommen, die ihrerseits wieder einmal eine zu hohe Eigenfehlerqoute fabrizierten.

Potenzial wurde an einigen Stellen angedeutet

Es folgte ein Auswärtsspiel in Neuwied, bei dem zum ersten Mal in der laufenden Saison, die bis dato anderthalb Jahre an einer Knieverletzung laborierende, Rilana Schnelzauer die Mannschaft unterstützen konnte. Dadurch war es dem Trainer erlaubt Annalena Dinkelbach, die sich im Training mit guten Leistungen in Annahme und Abwehr empfohlen hatte, auf die Liberoposition zu stellen und der Start ins Spiel gelang furios. Mit 25:14 gewannen die VSG Damen, getragen von einer Aufschlagserie von Rebecca Küpper, den ersten Satz der Saison fast zu deutlich. „Mir wäre ein 25:22 oder Ähnliches deutlich lieber gewesen“, so VSG Trainer Merlin Hinsche, der zu ahnen schien, dass die junge Mannschaft Probleme haben würde, die Konzentration oben zu halten. Und tatsächlich: Bereits im zweiten Satz war die Fehlerquote der Gäste deutlich höher. „Neuwied musste kaum besser spielen. Sie haben uns die Fehler machen lassen und wir haben bis in die Mitte des vierten Satzes gewartet und es erst dann geschafft, den Hebel wieder umzulegen“, so Chiara Thelen, die im vierten Satz, gemeinsam mit Viviane Welsch, das Ruder übernahm und die Basis für den 25:17 Satzgewinn mit druckvollen Aufschlägen legte. Damit war der erste Punktgewinn der Saison geschafft. Im entscheidenden fünften Satz versagten der jungen Mannschaft dann leider allerdings erneut die Nerven. Neben mehreren Aufschlagfehlern war es vor allem die Annahme, die in dieser spielentscheidenden Phase nicht mehr funktionierte. „Das ist ärgerlich, aber wir haben unseren ersten Punkt erzielen können und wollen uns nun darauf aufbauend weiter verbessern, um in der Rückrunde gegen den Abstieg zu kämpfen“, so Libera Annalena Dinkelbach. Den Abschluss der Hinrunde bildete das Heimspiel gegen den Tabellen dritten TV Vallendar und den bis dato ungeschlagenen Ligaprimus TV Bad Ems. Im ersten Spiel des Tages gegen die TV Vallendar präsentierte sich die Heimmannschaft solide, kam aber nicht zu einem Satzgewinn. Vor allem die Aufschläge der Gäste stellten die VSG-Damen immer wieder vor große Probleme. Gegen den TV Bad Ems sollte sich dann in den ersten beiden Sätzen ein offener Schlagabtausch entwickeln. Verlordie junge Mannschaft am Ende von Satz eins, in dem man bis 19:18 in Führung gelegen hatte, noch den Faden, so konnte sie sich im zweiten Satz durch Aufschlagserien von Rebecca Küpper und Rilana Schnelzauer bereits früh eine deutliche Führung erspielen, die in dem überraschenden Satzgewinn mündete. Danach jedoch zeigten die Gäste, warum sie bislang ungeschlagen geblieben waren. Sie minimierten ihre Fehlerquote und schraubten gleichzeitig ihr Aufschlagsniveau deutlich nach oben, sodass die Sinzigerinnen in den folgenden beiden Sätzen das Nachsehen hatten. „Dieser Spieltag, vor allem natürlich der super zweite Satz gegen Bad Ems, sollten allen klar gemacht haben, dass wir, trotz der Tabellensituation, noch im Rennen um die Nichtabstiegsplätze sind. Die Aufschlagsqualität war deutlich verbessert und nun gilt es in der Rückrunde in den entscheidenden Spielen die dringend benötigten Punkte einzufahren“, so die kämpferische Ansage von VSG-Kapitän Viviane Welsch.

Für die VSG II spielten in der Hinrunde der Saison 2016/17:

Ann-Kathrin Bauer, Yvonne Besong, Annalena Dinkelbach, Henriette Deurer, Marion Fast, Celine Klein, Rebecca Küpper, Nora Kindel, Jana Leßing, Denise Nalca, Sarah Pütz, Rilana Schnelzauer, Alexandra Schäfer, Lena Schäfer, Chiara Thelen, Viviane Welsch.

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