SIGler bestehen Härtetest beim Kellerwald Bike Marathon

Siegerehrung traditionell mit Brot und Worscht

Siegerehrung
traditionell mit Brot und Worscht

Klaus-Jörg Marzina bei der Siegerehrung. Foto: privat

02.05.2024 - 08:27

Koblenz. Als einer der ältesten Bike Marathons in Deutschland eröffnete der Kellerwald Bike Marathon im nordhessischen Gilserberg die deutsche Saison der Mountainbike-Marathonis. Für den Renntag waren Temperaturen -/+ 2 Grad angekündigt mit Schneeschauern und starken Windböen, somit eine harte Prüfung, so früh in der Saison. Keine gute Prognose, einige Teilnehmer reisten erst gar nicht an. Als wäre das nicht schon genug, durften sich die Starter auf eine sehr matschige und rutschige Strecke freuen. Vorausahnend, dass durch diese widrigen Bedingungen in der Königsklasse drei Runden kaum zu schaffen sein werden, verkündete der Veranstalter salomonisch, dass eine Wertung bereits nach zwei Runden auf der Distanz von 86 km erfolgen kann.

Nachwuchssportler Julian präsentierte sich in Topform und lieferte ein beeindruckendes Rennen ab. Direkt nach dem Start setzte er sich in der Spitzengruppe fest und ließ sich auch nicht mehr abschütteln. Mit viel Geschick und guter Technik im schwierigen matschigen Gelände kämpfte er sich durch das harte Rennen und holte sich verdient den zweiten Platz in seiner Altersklasse und den sechsten Platz im Gesamt im starken Feld von 160 Teilnehmern.

Auch Katja stellte sich der Schlammschlacht und schlitterte durch die Trails. Ab und an probierte sie zu laufen, was sich aber auch als nicht besser erwies, da ihre Füße dann knöcheltief im Schlamm versanken. Gegen Ende ließ ihre Motivation dann immer mehr nach. Freudig überrascht wurde sie dann dennoch mit der Bronzemedaille in ihrer Altersklasse.

Der erste Start erfolgte pünktlich um 9.15 Uhr. Bei sportlichen Temperaturen um den Gefrierpunkt, startete der 86 km und 127 km Blog in die neutrale Runde. Bereits am ersten Berg fielen ein paar Schneeflocken und in den Abfahrten rutschten die Teilnehmer mehr durch den Schlamm, als ihnen lieb war. Jetzt hieß es die Geschwindigkeit stabilisieren, also Bremse auf und auf Ausrutschzonen hoffen. Nach der ersten Runde waren die Fahrer, geschweige denn die Startnummer, nicht mehr zu erkennen und an den Rädern hing kiloweise der Schlamm, den die Fahrer verzweifelt immer wieder versuchten mit der Hand am Unterrohr entlang zu entfernen. Da geriet bei der Flussüberquerung beinahe der ein oder andere in Versuchung sein Rad dort einzutauchen, um den überflüssigen Schlamm loszuwerden. Dieses Mal gab es für Annika und Carlo keine Wertung auf der 127 km Distanz. Beide mussten ihr Rennen nach der zweiten Runde abbrechen. Dennoch konnte sich Annika in der Wertung der 86 km Strecke die Goldmedaille in ihrer Altersklasse und den zweiten Platz im Gesamt sichern. Und Carlo, der sein Rennen auf drei Runden ausgelegt hatte, musste sich mit dem achten Platz in seiner Altersklasse zufrieden geben.

Auch Klaus-Jörg durfte aufs Siegerehrungspodest und sich für den dritten Platz einen Laib Brot und die Rennwurst abholen. Wer diese Prüfung bestanden hat, für den kann die Saison 2024 kommen!

Weitere Infos zur SIG Koblenz Radsport findet man auf der Webseite: https://sig-koblenz.de.

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