Lokalsport | 27.01.2026, 11:14 Uhr

JSG Bachem/Walporzheim

Strategischer Wiederaufbau des Kinder- und Jugendfußballs

Exemplarisch für den Wiederaufbau der Junioren steht die F-Jugend der BaWa. Foto: JSG BaWa

Bachem/Walporzheim. Die Jugendarbeit in Bachem und Walporzheim hat sich nach Corona und der Flutkatastrophe im Ahrtal zu einem neuen, starken Fundament des Stadtteilklubs entwickelt.

Aus einer Situation mit nur einem verbleibendem Kind in der damaligen Jugendspielgemeinschaft entstand in wenigen Jahren eine lebendige Kinderfußball-Landschaft mit rund 180 Kindern von den Bambini bis zur B-Jugend.

Historischer Hintergrund und Bruch nach Flut

Die SG Bachem/Walporzheim besteht als Spielgemeinschaft der Stammvereine aus Bachem und Walporzheim seit 1974 und feierte im November 2024 ihr 50-jähriges Bestehen. In den Jahren vor Corona und Flut hatten sich die Vereine aus Bachem/Walporzheim, Dernau, Mayschoss und Kreuzberg in der Jugend zur JSG Mittelahr zusammengeschlossen, um trotz rückläufiger Kinderzahlen alle Altersklassen besetzen zu können.

Die Corona-Pandemie und die Flutkatastrophe 2021 trafen diese Strukturen ins Mark: Trainings- und Spielbetrieb brachen weg, Sportstätten wurden zerstört oder unbenutzbar, und am Ende war lediglich ein Kind der alten Jugendspielgemeinschaft aktiv in Bachem und Walporzheim. Mit der Zeit verlor die JSG Mittelahr so ihre Grundlage, bis diese Kooperation schließlich im Jahr 2024 formell beendet wurde.

Neuer Aufbau der Jugendarbeit

Auf den Trümmern der alten Strukturen begann in Bachem und Walporzheim ein nahezu kompletter Neustart der Jugendarbeit. Ziel war es, den Stadtteilklub wieder als Anlaufpunkt für Kinder und Familien aus dem gesamten Stadtgebiet Ahrweiler aufzubauen und die Identifikation mit dem eigenen Quartiersverein zu stärken.

Durch systematische Ansprache in Kindergarten, Grundschule und Umfeld, Präsenz bei Stadtteilaktionen ein niederschwelliges Angebot im Kinderfußball sowie der strukturellen Unterstützung durch den Ahrweiler BC und deren damaligen Jugendleiter, Gerd Treffer, wuchs Schritt für Schritt eine neue Jugendabteilung. Bis heute wurden rund 180 Kinder in den Altersklassen Bambini, F-, E-, D- und B-Jugend in eigenständigen Mannschaften der JSG Bachem/Walporzheim (Stadtteilkids/JSG BaWa) integriert.

Bedeutung des neuen Sportplatzes 2024

Ein Meilenstein war die Einweihung der neuen Sportanlage in Bachem im November 2024, die mit der Feier „50 Jahre SG Bachem/Walporzheim“ kombiniert wurde. Der moderne Kunstrasen mit LED-Flutlicht und sicheren Ballfangzäunen, schafft seither hervorragende Bedingungen für Trainings- und Spielbetrieb im Kinder- und Jugendfußball.

Mit der Platzeröffnung entfiel die jahrelange Ausweichsituation auf zahlreiche fremde Plätze im Umland, wodurch feste Trainingszeiten, kurze Wege und ein klarer Treffpunkt im Stadtteil entstanden. Gerade im Kinderfußball führte dies zu einem spürbaren Schub: Turniere mit Bambini und F-Jugend zur Einweihung machten den Stadtteilklub sichtbar und stärkten das Wir-Gefühl im Verein ebenso wie im Stadtgebiet.

Ehrenamt, Trainergewinnung und Ausblick

Die Betreuung von etwa 180 Kindern erfordert eine große Zahl an ehrenamtlichen Trainerinnen, Trainern und Betreuenden, was zu den größten Herausforderungen des Vereins gehört. Um ausreichend Personal zu gewinnen, setzt der Stadtteilklub auf engagierte Eltern, ehemalige Spielerinnen und Spieler, interne Qualifizierung sowie Schulungen im Verbandsgebiet des Fußballverbandes Rheinland.

Ehrenamtliche Arbeit prägt dabei nicht nur das Training, sondern auch Organisation von Spieltagen, Turnieren und außersportlichen Aktionen, wodurch der Verein als sozialer Treffpunkt im Ahrweiler Stadtgebiet weiter an Bedeutung gewinnt. Mit dem neuen Platz, der gewachsenen Kinderzahl und einer stabilen Ehrenamtskultur hat die SG Bachem/Walporzheim die Grundlage gelegt, die Jugendarbeit langfristig weiter auszubauen und Kindern nach den Krisenjahren wieder eine sportliche Heimat zu geben.

Exemplarisch für den Wiederaufbau der Junioren steht die F-Jugend der BaWa. Foto: JSG BaWa

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Dauerauftrag 2026
Wir helfen im Trauerfall
Anzeige Beratertage Schlafexperte
Vorabrechnung, Nr. AF2026.000438.0, August 2026 Teil 2
Imagewerbung
50 Jahre Fahrschule Henneke
Stellenanzeige Elektroniker
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
Symbolbild.
1065

Polizeihubschrauber im Einsatz: Keine Gefahr für Anwohner in Koblenz

01.09.: Polizeieinsatz in Koblenz: 63-Jähriger stirbt nach Sturz in Koblenz-Pfaffendorf

Koblenz. Am Dienstag, dem 1. September, wurde der Polizei in Koblenz gegen 15:40 Uhr ein Notruf gemeldet, der von einer blutenden Person in einem Hinterhof in Koblenz-Pfaffendorf berichtete. Zeugen behaupteten, ein schussähnliches Geräusch gehört zu haben. Aufgrund der unklaren Situation und der mangelhaften Informationslage wurden umgehend zahlreiche Einsatzkräfte in das Gebiet entsandt. Für kurze Zeit war auch ein Polizeihubschrauber in den Einsatz involviert.

Weiterlesen

Flower & Power Festival in Mayen
555

Zum dritten Mal verwandelte sich die Innenstadt in eine bunte Festivalmeile

Flower & Power Festival in Mayen

Beim „Flower & Power Festival“ wird die Mayener Innenstadt zum bunten Treffpunkt für Genuss, Musik und besondere Aktionen. Wir haben die schönsten Impressionen in unserer Fotogoalerie – jetzt im RegioMAGAZIN.

Weiterlesen

Die Ramersbacher Straße in Ahrweiler. Foto: ROB
1803

Verkehrsteilnehmer müssen sich auf Einschränkungen einstellen

Ab 07.09.: Ahrweiler: Ramersbacher Straße wird voll gesperrt

Ahrweiler. Ab Montag, 7. September 2026, muss die Ramersbacher Straße in Ahrweiler ab der Ahrtorbrücke bis zur Einmündung „Eifelstraße“ voll gesperrt werden. Grund hierfür ist Straßen- und Kanalbauarbeiten. Die Sperrung wird voraussichtlich ein Jahr andauern. Die Umleitung erfolgt über die L 85 und L 83 über Schalkenbach sowie Königsfeld und umgekehrt.

Weiterlesen