Lokalsport | 07.02.2017

Fußball-Regionalliga Südwest: TuS Koblenz verlor Testspiel in Essen mit 1:3 (1:0)

Trainer Petrik Sander zeigte sich zufrieden

Einen starken Auftritt zeigte Dimitrios Popovits (rechts).TH

Koblenz.Eine bewegte Woche liegt hinter der TuS Koblenz. Mit dem gesundheitlich begründeten Rücktritt von Präsident Dr. Werner Hecker hatte der Verein einen schweren Schlag zu verkraften. Dazu kam dann noch die Hektik im Vorfeld der Begegnung gegen Rot-Weiß Essen. Das Spiel, das ursprünglich in Nörtershausen angesetzt war, wurde zunächst am Donnerstag kurzfristig abgesetzt. Da aber die Vereine unbedingt spielen wollten, arbeiteten beide Seiten an einer Alternative - und wurden am Ende auf einem Nebenplatz in Essen fündig.

Vor allem für die TuS enorm wichtig, weil schon das Spiel am kommenden Wochenende, hier sollte der Wuppertaler SV als Gegner zu Besuch kommen, bereits frühzeitig vom Vorbereitungsplan genommen wurde. Bei einem Spielausfall hätten der TuS drei Wochen ohne Spielpraxis gedroht.

So aber fand das Spiel auf dem Willi-Lippens-Platz in Essen statt. Und hier erlebten die rund 200 Zuschauer ein engagiert auftretendes Schängelteam, das rund eine Stunde lang ein ebenbürtiger Gegner war und aufzeigte, dass die Mannschaft auf einem guten Weg ist, um zur Auftaktbegegnung gegen Eintracht Trier am Karnevalssamstag auf den Punkt fit zu sein.

In Essen fand die TuS zunächst besser ins Spiel als die Gastgeber. Die Schängel waren auf dem tiefen und schwer bespielbaren Boden das einsatz- und lauffreudigere Team, das klar mehr Ballbesitz vorzuweisen hatte. Die Angriffsversuche der Gastgeber endeten meist im Mittelfeld. So dauerte es gut zehn Minuten, bis die Hausherren zu ihrem ersten Eckball kamen, der aber für keine Gefahr sorgen konnte.

Über die Außenpositionen

Koblenz dagegen agierte meist über die Außenpositionen. Vor allem die linke Seite, wo Neuzugang Dimitrios Popovits und Kevin Lahn sehr gut die Positionen tauschten, wusste zu gefallen. So war es nicht verwunderlich, dass der TuS der Führungstreffer, dieser fiel unmittelbar vor dem Pausenpfiff von Schiedsrichter Martin Ulankiewicz (Oberhausen), noch in Halbzeit eins gelingen sollte. Der Unparteiische hatte eine Aktion von Philipp Zeiger gegen Lahn als Foulspiel interpretiert und sofort auf Strafstoß entschieden. Andreas Glockner nutzte diesen zur verdienten Pausenführung.

Schon eine Viertelstunde zuvor hatte die TuS durch Dejan Bozic die bis dahin beste Möglichkeit der Partie vorzuweisen gehabt, doch Bozic setzte das Spielgerät knapp neben den Kasten von Niclas Heimann.

Essen sorgte dagegen, wenn überhaupt, nur bei Standards für Gefahrsituationen. So wurde Sebastian Patzler in Halbzeit eins eigentlich nur bei einem Distanzschuss von Timo Braun einmal ernsthaft geprüft. „Wir schlafen ja fast ein“, ärgerte sich Essens Kapitän Zeiger über den Auftritt seines Teams in den ersten 45 Minuten.

Nach der Pause fanden die Westfalen besser ins Spiel. Doch es bedurfte eines erneuten Strafstoßes (Robert Stark hatte den eingewechselten Frank Löning zu Fall gebracht), um zum ersten Treffer zu kommen. Benjamin Baier (56.) nutzte den Elfmeter zum Ausgleich. Danach wurden die Gastgeber immer selbstsicherer. Zwar sorgte die TuS durch schnelle Konter weiterhin für Gefahr, aber treffen sollten nun nur noch die Rot-Weißen.

So wie eine Viertelstunde vor dem Ende, als Löning für die Führung sorgte. Zuvor hatte Zeiger einen Eckball von Nico Lukas verlängert. Löning nutzte die Verwirrung in der TuS-Abwehr zum 2:1 aus. Ein Kopfball sorgte für den dritten Torerfolg der Essener. Marcel Platzek traf nach einem Freistoß von Baier zum 3:1-Endstand.

„Ich war trotz des Rückstands auch mit der ersten Hälfte nicht unzufrieden. Nach der Pause sind wir dann zielstrebiger aufgetreten“, zeigte sich Essens Trainer Sven Demandt zufrieden mit dem Auftritt seines Teams.

Auch Petrik Sander war zufrieden, zumindest mit dem Auftritt seiner Mannschaft in Halbzeit eins. „Das war richtig gut, was die Mannschaft da gespielt hat. So stell ich mir das auswärts vor. Nach der Pause hat teilweise die Aufmerksamkeit gefehlt. Das führte auch zu den Gegentoren bei den Standardsituationen.“

Statistik

Rot-Weiß Essen: Heimann, Weber (59. Windmüller), Grund (46. Rabihic), Platzek, Lucas, Ngankam (46. Löning), Zeiger, Cokkosan (46. Malura), Bednarski (46. Huckle), Becker (46. Baier).

TuS Koblenz: Patzler (69. Kraus), von der Bracke (69. Saito), Buchner (69. Sierck), Glockner (59. Hadzic), Stahl, Lahn (59. Jusufi), Grupp (59. Marx), Popovits, Stark, Bozic (46. Charrier), Antonaci (69. Arndt).

TH

Einen starken Auftritt zeigte Dimitrios Popovits (rechts).Foto: TH

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