Fußball-Bezirksliga Ost
Überforderte Abwehrreihen vor der Pause
VfB Linz - VfL Hamm 4:2 (3:2)
Linz. Im zweiten Spiel nach der Winterpause fuhr der VfB Linz in der Fußball-Bezirksliga Ost einen 4:2 (3:2)-Heimerfolg über den abstiegsgefährdeten VfL Hamm ein. Die Zuschauer sahen vor allem in der ersten Halbzeit eine abwechslungsreiche und interessante Partie, in der beide Teams nicht lange fackelten und den Torerfolg suchten. Sichtlich überfordert waren beide Hintermannschaften, die mit einer Dreierkette operierten - und das sehr zur Freude der Zuschauer, die vor der Pause mit fünf Toren verwöhnt wurden.
Den Anfang machten die Platzherren, die durch Valerian Skorobogatko (11.) in Führung gingen. Die Antwort der Gäste ließ nicht lange auf sich warten: Michael Weyer bediente seinen Mannschaftskollegen Pascal Binneweiß, der den Ball problemlos im Linzer Kasten unterbrachte. In der Folgezeit besaßen die Linzer zwar mehr Ballkontakte, aber das VfL-Team startete immer wieder gefährliche Konter gegen eine schwache Linzer Abwehrreihe.
Und wieder gingen die Schützlinge von Trainer Paul Becker in Führung, Torschütze war Dijan Ramovic (30.). Und wieder glichen die mutigen Gäste kurze Zeit später durch Michael Trautmann (38.) aus, wobei die VfB-Abwehrspieler allerdings keine gute Figur machten.
Doch auch die Gäste patzten immer wieder im Defensivbereich. So brachte Ramovic (43.) seine Farben zum dritten Mal in Führung. Ein Treffer, bei dem sich der Linzer Torjäger allerdings so schwer verletzte, dass er nach der Pause nicht mehr einsatzfähig war und Raphael Bernard zum Einsatz kam.
Nach Wiederanpfiff hatte VfB-Trainer Becker eine Systemänderung vorgenommen. Er baute wieder auf die bewährte Viererkette, eine Maßnahme, die dem Spiel der Platzherren Sicherheit verlieh. Spätestens nach dem 4:2 durch Leonor Tolaj (51.) und der Gelb-Roten Karte gegen den Hammer Weyer (71.) war die Begegnung entschieden. Die Gäste aus dem hohen Westerwald resignierten, Linz hätte aufgrund guter Möglichkeiten das Ergebnis sogar noch höher schrauben können.
„In den ersten 45 Minuten war es ein zähes Spiel. Wir haben hinten zu viel zugelassen. Mit der Einwechslung von Bernard und der Umstellung kam die zusätzliche Sicherheit“, resümierte VfB-Trainer Becker, für den der Sieg seiner Mannschaft aufgrund der Überlegenheit in der zweiten Halbzeit verdient war.
VfB Linz: S. Seitz, Lacher, Joch, Kyrion, Kizilkan (73. Baars), Tolaj, Becker, Krupp, Skorobogatko, Ramovic (46. Bernard), M. Seitz (77. Kuqi).
Torfolge: 1:0 Valerian Skorobogatko (11.), 1:1 Pascal Binneweiß (18.), 2:1 Dijan Ramovic (30.), 2:2 Michael Trautmann (38.), 3:2 Ramovic (43.), 4:2 Leonor Tolaj (51.).
Schiedsrichter: Henning Reif (St. Sebastian).
Zuschauer: 100.
Besonderes Vorkommnis: Gelb-
Rote Karte gegen Michael Weyer (71., Hamm) wegen Unsportlichkeit und Foulspiel.
Vorschau
Am Sonntag gastiert die Becker-Elf um 15 Uhr bei der SG Puderbach/Urbach-Dernbach/Daufenbach/Raubach. Der Tabellenletzte ließ zuletzt mit einem 1:1-Remis gegen Meisterschaftsanwärter und Spitzenreiter SV Windhagen aufhorchen und scheint für das Restprogramm der Bezirksliga gut gerüstet zu sein. Im Hinspiel siegte der VfB Linz nach einem langen Anrennen gegen eine abwehrstarke Puderbacher Elf durch späte Tore von Skorobogatko (2) und Seitz mit 3:0. Die Zuschauer dürfen sich auf eine interessante Partie freuen.
