Termine | 09.10.2025

Neuwieder Stadtgalerie zeigt ab 17. Oktober Sonderausstellung

Der Limes – eine Grenze, die verbindet

Der Obergermanisch-Raetische Limes, einst Grenzwall des Römischen Reiches, war militärischer Schutz und zugleich kulturelle Schnittstelle.  Foto: Jörg Scheuerbrandt

Neuwied. Eine Linie, die trennt – und doch verbindet: Der Obergermanisch-Raetische Limes, einst Grenzwall des Römischen Reiches, war militärischer Schutz und zugleich kulturelle Schnittstelle. Vor 20 Jahren wurde er in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen. Dieses Jubiläum nimmt die Neuwieder STADTGALERIE Mennonitenkirche zum Anlass, vom 17. Oktober bis 16. November die Sonderausstellung „Der Limes – eine Grenze, die verbindet“ zu präsentieren.

Dabei zeigen die Exponate den Limes nicht allein als militärisches Bauwerk, sondern als vielschichtigen Raum der Begegnung. Er diente dem Imperium Romanum zur militärischen Sicherung seiner Grenzen, war aber ebenso eine Handels- und Zollgrenze, an der Waren, Menschen und Kulturen aufeinandertrafen. Besonderes Augenmerk liegt auf den sichtbaren Spuren der lokalen Geschichte. Im Mittelpunkt stehen die Kastelle Niederbieber, Anhausen-Heimbach und Heddesdorf sowie der Limes mit seinen markanten Wachtürmen, die als sichtbare Zeichen römischer Präsenz das Landschaftsbild im Neuwieder Raum prägen. Mit eindrucksvollen Funden und anschaulichen Rekonstruktionen werden diese Spuren der Vergangenheit als verbindendes Kulturerbe erlebbar gemacht.

Angeboten wird die Ausstellung in Kooperation mit der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz und der Deutschen Limeskommission. „Der Limes war zugleich Grenze und Begegnungsraum und noch heute dient er uns als Brücke zur Vergangenheit“, heißt es von den Ausstellungsmachern. Und Dr. Sabine Meinen, Leiterin der Stadtgalerie, unterstreicht: „Es fasziniert mich immer wieder, wie lebendig Geschichte wird, wenn man mit einem solchen Welterbe ein Fenster in die Vergangenheit direkt vor der Tür hat. Der Limes verläuft nicht irgendwo – er verläuft hier, mitten durch Neuwied. Das möchten wir den Besucherinnen und Besuchern erlebbar machen.“

Die Ausstellung „Der Limes – eine Grenze, die verbindet“ ist vom 17. Oktober bis 16. November 2025 in der STADTGALERIE Mennonitenkirche, Schloßstraße 2, zu sehen. Geöffnet ist die Galerie mittwochs, donnerstags und freitags jeweils von 14 bis 18 Uhr und samstags und sonntags sowie an Feiertagen von 12 bis 18 Uhr. Weitere Informationen unter www.neuwied.de/galerie.

Der Obergermanisch-Raetische Limes, einst Grenzwall des Römischen Reiches, war militärischer Schutz und zugleich kulturelle Schnittstelle. Foto: Jörg Scheuerbrandt

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