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„Feuer im Elysium“

Ein Krimi, von Oliver Buslau, zum Beethoven-Jahr 2020

„Feuer im Elysium“

Krimiautor und Musikjournalist Oliver Buslau hat dem berühmten Geburtstagskind Ludwig van Beethoven, geboren 1770 in Bonn, einen Kriminalfall gewidmet. Foto: privat

30.03.2020 - 10:43

Region. Oliver Buslau, Krimiautor und Musikjournalist aus Bergisch Gladbach, ließ seine Charaktere schon des Öfteren in der Region spielen. So spielten seine Bücher „Das Gift der Engel“ beispielsweise in Erpel und Remagen, „Rheinsteigmord“ rund um Rheinbrohl oder „Schängels Schatten“ in Koblenz. Aus der Stadt am Deutschen Eck stammt Buslau auch gebürtig.

Über sein neues Werk „Feuer im Elysium“ unterhielt er sich mit Andreas Kossmann:

Wie kommt man auf die Idee, einen Krimi in der Zeit von Beethoven zu schreiben? Was war ausschlaggebend?

In meinem Leben spielt seit Kindesbeinen an die klassische Musik eine große Rolle, aber mich interessierten auch schon immer die Geschichten hinter den Werken, hinter den Komponisten. Ich erzähle diese Geschichten seit mehreren Jahrzehnten in Beiträgen für Konzert-Programmhefte, in CD-Booklet-Texten, in Sachbüchern und in Vorträgen.

Als ich Ende der 90er Jahre anfing, Krimis zu schreiben, war das für mich zunächst mal ein komplettes Gegenprogramm zu meinen beruflichen Auseinandersetzungen mit der Musik. Nach und nach habe ich aber erkannt, dass man auch darüber Krimis schreiben kann. Nach einigen Beispielen (etwa „Die fünfte Passion“, „Schatten über Sanssouci“) habe ich dann das Thema von Beethovens letzter, der neunten Sinfonie aufgegriffen, das sich sehr gut für einen historischen Krimi eignet, aber eben auch sehr viel Recherche erfordert (weshalb ich mich nicht gleich zu Beginn meiner Karriere drauf gestürzt habe).

Beethovens „Neunte“ ist ein echter Mythos unter den Klassikwerken, dessen Aura bis heute nachwirkt (die Melodie des letzten Satzes „Freude, schöner Götterfunken“ ist die Europa-Hymne). Die Zeit, in der sie uraufgeführt wurde, ist wegen all der politischen Reibereien für das Genre historischer Krimi wunderbar geeignet. Im Jahr der Uraufführung 1824 in Wien schwelte die Angst der Eliten vor einer neuen Revolution, das Kaiserreich war ein Überwachungsstaat unter Kanzler Metternich - und mittendrin brachte Beethoven mit seiner Sinfonie die Vision der Menschheitsverbrüderung auf die Bühne. Und sie ist die erste Sinfonie, in der gesungen wird. Eigentlich ist eine Sinfonie ja ein Orchesterwerk.

Natürlich ist mein Ziel, darüber so zu erzählen, dass man von Mozart, Beethoven, Bach und Co. erst mal nichts verstehen muss, um ebenfalls davon fasziniert zu sein.

Sie spielen selbst klassische Musik (Bratsche) und moderieren monatlich eine Klassiksendung im Radiosender „Second-Radio“, welche Rolle spielen Werke von Beethoven und anderen „Altmeistern“ dabei?

In erster Linie spiele ich Bratsche im Sinfonieorchester Bergisch Gladbach, einem ziemlich ambitionierten Amateurensemble. Hier ist klassische Musik natürlich das übliche Repertoire. Wir haben (neben vielem anderen) von Beethoven die dritte, siebte und die neunte Sinfonie gespielt. 2015 haben wir die „Neunte“ anlässlich des 25. Jahrestages der deutschen Einheit aufgeführt und die intensiven Proben haben mich zu vielen Abschnitten in dem Krimi inspiriert. Meine Sendung „Klassikwelten“ auf SecondRadio ist ebenfalls komplett der Klassik gewidmet, ich fasse das aber sehr weit – bis hin zur Filmmusik und Crossover. Beethoven kommt natürlich regelmäßig vor.

Das Buch sollte man unbedingt lesen, weil …

Ich glaube tatsächlich, dass es eine wunderbare Gelegenheit ist, die „Neunte“ mal richtig kennenzulernen und zu verstehen, warum das Stück so bedeutend und so ein Mythos ist. Es kommen nach Lesungen oft Leute zu mir, die mir sagen, dass sie genau das an dem Buch schätzen, obwohl sie sich bis dahin gar nicht für Klassik interessierten. Und das ganze eben ohne belehrende Vorträge.

Meine Hauptfigur in dem Roman kommt nach Wien, muss ein kriminelles Geheimnis lüften, und hat die Möglichkeit, bei der „Neunten“ mitzuwirken. Schon in den Proben geht ihm die unglaubliche Bedeutung dieses Werkes auf – und letztlich ist die Sinfonie selbst Teil der Lösung des Rätsels. Man kann natürlich alles, was darin in Bezug auf das Werk gesagt wird, sofort nachvollziehen, indem man es parallel anhört. Youtube ist voller fantastischer Aufnahmen davon. Ich würde mir wünschen, dass die Leserinnen und Leser genauso reagieren. Es geht mir letztlich darum zu zeigen, wie faszinierend klassische Musik ist.

Das Buch ist im Kölner Emons-Verlag erschienen und kann unter anderem versandkostenfrei per E-Mail unter akossmann-presse@web.de bezogen werden. Nähere Informationen findet man unter https://www.emons-verlag.com/programm/feuer-im-elysium.

Stuko


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Ächtung des N*Wortes

S. Schmidt:
Hey Jean, wie schrieb der Soziologe David Pinker: "Neue Begriffe zur Beschreibung von gesellschaftlichen Zuständen gelten nach einiger Zeit automatisch als diskriminierend und werden durch scheinbar unbelastete Neuschöpfungen ersetzt; die jedoch dann ihrerseits wieder als diskriminierend empfunden werden, solange sich die den Bezeichnungen zugrundeliegenden Objekte oder Verhältnisse nicht verändern." Hehe, irre linke Denkweise halt.
Jean Seligmann:
Zum Totalitären gehört es, die Wirklichkeit über die Sprache verbieten zu wollen, dadurch wird eine Atmosphäre von Unfreiheit und Hass geschaffen, die jede zwischenmenschliche Kommunikation stört.
Jean Seligmann:
"solchen Parteien, die es nicht so mit der Demokratie haben und die sich dementsprechend auch nicht an deren Regeln halten?“ Damit hat er hat, vermutlich unbeabsichtigt, auch seine eigene Partei gemeint, oder? Droh ihm nun der Parteiausschluss?

Gekommen, um zu hören

juergen mueller:
Politik der offenen Ohren? Seit wann das denn? Wenn ich mich über die von Herrn Pilger angesprochenen Themen und deren Stand informieren möchte - nutze ich das Internet = informativ, offen, ehrlich, kompetent und brauche keinen persönlichen, direkten Kontakt mit einer Berufssparte, der diese Komponenten vom Grundsatz her fehlen. Was die Politik und zwar bundes-,landes- und kommunal unter KLIMASCHUTZ und gleichwertigen LEBENSVERHÄLTNISSEN versteht zeigen fehlende Handlungen und Ergebnisse auf (die SPD vorneweg).Videoübertragungen,wie sie auf Facebook praktiziert werden,ändern auch nichts daran.Manch einem sei empfohlen,darauf zu verzichten.Vertrauen erreicht man nicht,in dem man versucht,etwas darzustellen,was man nicht ist u.hat, Kompetenz und Glaubhaftigkeit.
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