Bebauungsplan Am Steinacker in Oberbachem auf den Weg gebracht
Am Ortsrand sollen vier Einfamilienhäuser entstehen
Wachtberger Planungsausschuss sieht Probleme wegen Hanglage & wildem Wasser
Wachtberg.Einstimmig brachte der Wachtberger Planungsausschuss den Bebauungsplan „Am Steinacker“ in Oberbachem auf den Weg. Dort wollte das Gremium eigentlich überhaupt nicht bauen, war aber gesetzlich dazu gezwungen, wie Dr. Wolfgang Neuss (SPD) bemerkte. Das 3,83 Hektar große Gebiet liegt nämlich laut Gemeindesatzung im Innenbereich und es gebe Bauinteressenten, „und wenn wir schon etwas machen müssen, dann soll es auch ordentlich sein.“ Die Bezirksregierung Köln hatte im Jahr 2000 an die Genehmigung der Abgrenzungssatzung Bedingungen geknüpft, die nun mit dem Bebauungsplan planungsrechtlich gesichert werden sollen. Vor allem die Erschließung musste gesichert werden, wozu eine Straßenausbauplanung erstellt wurde. Darüber hinaus sei es auch das Ziel des Bebauungsplans, die Bebauungsmöglichkeiten so festzusetzen, das entsprechend dem Willen der Gemeinde hier eine kleinteilige, offene Ortsrand Bebauung mit großzügigen Gartengrundstücken entsteht.
Ökologisch sinnvoller Übergang
Der Ortsrand soll hier mit vier freistehenden Einfamilienhäusern neu definiert werden, so Planer Dr. Detlef Naumann.
Die vier Einzelhäuser sollen zur geplanten Straße „Am Steinacker“ hin orientiert sein und große Gartenbereiche aufweisen.
Auf diese Weise werde dem Ansatz eines ökologisch sinnvollen Übergangs aus dem Landschaftsraum zum Gartenraum bis an die offene Bebauung Rechnung getragen.
Problematisch ist allerdings die starke Hangneigung der dort vorhandenen Grundstücke, die es erfordert, dass viel Erde abgetragen werden muss, um eine gerade Bodenfläche zu bekommen.
Dadurch werden zur Straße hin relativ hohe Sockel von zwei Meter Höhe erforderlich, damit das Vollgeschoss nicht in den Hang eingegraben werden muss.
Großen Wert legten die Ausschussmitglieder auf eine vernünftige Hochwasserschutz-Planung, wobei der Erste Beigeordnete Jörg Ostermann darauf hinwies, dass dies an sich die Sache der Anlieger und weniger der Gemeinde sei. Das werde man denen auch deutlich „ins Stammbuch schreiben“, wahrscheinlich mit einer Satzung.Allerdings müsse man es schaffen, das wild abfließende Wasser, das dort zwischen zwei Grundstücken in einer Senke entsteht, in den Griff zu bekommen. Oliver Henkel (Grüne) war der Ansicht, dass durch die weitere Versiegelung der Landschaft erneut mehr „wildes Wasser“ bei einem Starkregenereignis letztlich in Niederbachem landen werde und lehnte daher den Bebauungsplan ab
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