Politik | 18.11.2014

Jugendarbeit in Adendorf

Chance vertan

Ausschuss vertut Chance den Haushalt zu entlasten und ein Raumangebot für die Jugendarbeit zu schaffen

Wachtberg. Auf der Sitzung des Ausschusses für Bildung und Jugend am 12. November wurde eine Chance vertan, den Haushalt der Gemeinde Wachtberg um 20.000 Euro zu entlasten. In den Programmen der Parteien und Wählervereinigungen wird die Konsolidierung des Haushalts stets vorrangig genannt, doch als es um die Entscheidung der Räumlichkeiten für den Jugendtreff in Adendorf ging, und die Verwaltung eine interessante, und vor allem kostengünstigere Alternative zu einem zuvor angedachten Blockhaus auf dem Schulgelände vorstellte, spielte dieser Gesichtspunkt nur noch eine untergeordnete Rolle.

Das Konzept der Verwaltung, abgestimmt mit dem Kreisjugendamt, der Schule und der Jugendfachkraft und unterstützt von der SPD, sah vor, den bisher von der Schule als Theaterraum genutzten Kellerraum umzubauen. Durch Lichtöffnungen in der Außenwand sollte eine natürliche Tageslichtbeleuchtung in dem etwa 90qm großen Raum hergestellt werden und ein attraktiver terrassierter Außenbereich mit Sitzstufen und Rasenfläche angelegt werden. Gegenüber den für das Blockhaus veranschlagten 73.000 Euro würden für den Umbau des Kellerraumes 54.000 Euro anfallen. Der Vorteil der Nutzung des Raumes im Untergeschoss bestünde weiterhin darin, dass im Vergleich zu einem zusätzlichen Gebäude zukünftig geringere Folgekosten entstehen würden. Eine sehr engagiert vortragende Bürgermeisterin Renate Offergeld, der man bei jedem Wort anmerkte, dass ihr Herz an der Jugendarbeit hängt, konnte nicht verhindern dass Argumente wie: „die Jugendlichen wollen sich nicht in einem Raum in der Schule treffen“ oder „die Decken sind niedriger als in einem Blockhaus“, immer mehr Raum einnahmen und die Apelle der SPD, an die Kosten zu denken, leider bei den übrigen Ausschussmitgliedern nicht entsprechend gewichtet wurden. Nur müde belächelt wurde der Vorschlag von Phillip Willert, sachkundiger Bürger der SPD-Fraktion, die Kinder und Jugendlichen, da wo möglich, am Innen- und Außenbau zu beteiligen. Er selbst würde in Absprache mit interessierten Handwerkern das Projekt gerne fachmännisch begleiten, um somit weitere Einsparungen zu ermöglichen.

„Wenn Kinder und Jugendliche an der Gestaltung ihrer Räumlichkeiten beteiligt werden, ist die Bindung zu den Räumlichkeiten größer und Vandalismus kann eher vermieden werden,“ unterstützte Dr. Wolfgang Neusüß, Ratsmitglied der SPD, dieses Vorhaben.

Dennoch wurde mehrheitlich, gegen die Stimmen der SPD, abgelehnt, den Raum im Untergeschoss der GGS Adendorf als Jugendraum umzubauen. Stattdessen beschloss der Ausschuss mehrheitlich, den Beschluss vom 29. Januar 2014, ein Holzhaus zu errichten, wieder aufzunehmen und entsprechend auszuführen.

Da die Kosten für die Errichtung des Blockhauses deutlich höher sind als die Kosten für den von der Verwaltung vorgeschlagenen Raum in der Grundschule und auch die Folgekosten der Holzhauslösung höher sein werden, hat die SPD-Fraktion beantragt, dieses Thema im Finanzausschuss am Mittwoch, 26. November, zu beraten. Der Vorschlag der Verwaltung vereinigt nach Auffassung der SPD-Fraktion alle Interessen in einer ausgewogenen Form und stellt eine geeignete und finanziell bessere Alternative zum Blockhaus dar.

Pressemitteilung

der SPD Wachtberg

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